Narzissten in einer Beziehung sind wahrlich das Grausamste, was man emotional erleben kann. Nicht ganz unberechtigt werden sie als Seelenräuber bezeichnet. Viel zu spät erkennen viele Betroffene, mit welcher Sorte Mensch sie es zu tun haben und in wen sie sich eigentlich einst verliebten. Doch was macht die Beziehung mit einem Narzissten so gefährlich?

Narzissten sind auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Ihr Wirken nach außen ist unglaublich anziehend, schillernd charismatisch und faszinierend. Sie sind Meister der Rhetorik und der Illusion und schaffen es spielend, Menschen in ihren Bann zu ziehen. Wenn ein #Narzisst etwas möchte, bekommt er es auch - koste es, was es wolle. Er scheut keine Mühen, um einen potentiellen Partner für sich zu gewinnen.

Narzissten sind Meister der Illusion

Der Beginn einer Beziehung mit einem Narzissten gleicht einem Rausch, einem Tanz der Gefühle. Nahezu alle Betroffenen erinnern sich noch nur zu gut an diese besondere, zauberhafte Zeit. Meist erleben die Betroffenen einen Höhenrausch, wie noch niemals zuvor. Der Narzisst gibt seinem Partner alles, was dieser sich in seinen kühnsten Träumen niemals zu träumen gewagt hätte. Die große, besondere Liebe. Doch Achtung - dies ist Teil eines Spiels. Durch dieses Lovebonding wird lediglich versucht, den Partner in die Abhängigkeit zu treiben. Der Narzisst weiß genau, was sein Partner sich wünscht. Diese Bedürftigkeit nutzt der Narzisst zu seinem Vorteil aus. Zu diesem Zeitpunkt weiß der Partner noch nicht, in welchem Spiel er sich eigentlich befindet und was auf ihn zukommen wird. Zu tief stecken viele Betroffene bereits in dieser Illusion.

Ein Narzisst liebt nicht - er besitzt

Die traurige Wahrheit ist leider, dass es dem Narzissten niemals wirklich um das Wohl seines Partners geht. Lediglich der eigenen Vorteil durch diese Beziehung, steht im Vordergrund. Wirkliche Liebe und bedingungslose Zuneigung kann ein Narzisst nicht empfinden. Der orbiofrontale Kortex - ein Areal im Gehirn, welches für den Bereich der Empathie und Liebe verantwortlich ist, ist bei einem Narzissten nicht vollständig aktiv. So gelingt es ihm zwar, die rationale Empathie zu seinem Vorteil zu nutzen, dennoch bleibt dieser inaktiv, um eine wirkliche Bindung zu einem Menschen aufzubauen. Ein Partner ist für einen Narzissten somit nur dann als Wirt interessant, wenn dieser ihm den narzisstischen Zufuhr gewährt, den er so dringend zum Überleben braucht. Tief im Innersten sind solche Menschen noch verwundete Kinder. Somit ist meist jede Beziehung zum Scheitern verurteilt. Sobald ein Partner den narzisstischen Zufuhr der einseitigen Liebe nicht mehr gewährt, wird dieser auch entsorgt wie ein Objekt. Letztendlich ist es auch nichts anderes - Narzissten sehen ihre Partner als einen Gegenstand und übernehmen kaum Verantwortung für den emotionalen Schmerz, den sie hinterlassen. Die Folgen für die Betroffenen sind fatal. #liebeskummer