Die Amadeu-Antonio-Stiftung brachte einen Flyer heraus, mit dem Titel: "Gegen Nazis". Unter dem Punkt "Wie erkenne ich Nazis auf Facebook?" veröffentlichten sie u.a., dass man Nazis daran erkenne, dass sie Likes für Posts gegen Kindesmissbrauchs geben würden. Der Punkt "gegen #Kindesmissbrauch" erzeugte einen großen Shitstorm auf Facebook. Ich hakte bei der Stiftung nach, ob es wirklich ihr Ernst sei, dass jeder, der sich gegen Kindesmissbrauch positioniere, sich als Nazi zu erkennen gäbe, und erhielt folgende Antwort:

Neonazis geht es nie um Kindesmissbrauch ...

Es sei außerordentlich wichtig, sich gegen Kindesmissbrauchs zu engagieren und die bemängelte Stelle in dem Flyer sollte nicht so gemeint sein, dass alle rechtsextrem wären, die sich gegen Kindesmissbrauch engagierten. In der Neuauflage des Flyers würde die Stelle überarbeitet und anders formuliert werden. Fakt sei aber auch, dass #Neonazis das Thema instrumentalisieren würden, um darüber ihre politische Propaganda an die Leute bringen zu können. Sie machten eigens Internetkampagnen zu der Problematik, um Menschen zu erreichen, denen der Kinderschutz wirklich am Herzen läge. Den Rechtsextremen ginge es dabei aber nie wirklich um den Schutz der Kinder, sondern um zu fordern, dass die Todesstrafe wieder eingeführt würde. Dafür schildern sie ausführlichst Kindesmissbräuche und würden sogar Lieder darüber schreiben.

... sondern um die Wiedereinführung der Todesstrafe

In der Tat gibt es Aufkleber mit der Aufschrift: Todesstrafe für Kinderschänder und bei Facebook sogar eine extra Seite mit diesem Titel. Auf YouTube findet sich auch beispielsweise der Song von Nordfront "Todesstrafe für KINDERSCHÄNDER". Dennoch ist es eine Unterstellung zu behaupten, dass es diesen Leuten nicht um den Kinderschutz gehe, sondern sie das Thema nur für ihre Zwecke ausschlachten würden. Damit hat die #Amadeu-Antonio-Stiftung mit ihrer Stellungnahme einmal mehr veranschaulicht, dass sie eine unseriöse Organisation ist. Sie ist nicht sachlich, nicht objektiv sondern diffamierend