Andere Länder schauen neidisch auf Deutschland, aber einige auch ärgerlich, weil man die eigenen #Arbeitslosenzahlen der deutschen Wirtschaftspolitik anlastet.

Auf die eigentlichen Arbeitslosenzahlen möchte ich gar nicht weiter eingehen, weil wir inzwischen ja ganz gut wissen, wie hier „geschönt“ wird.

Versprechungen der Zukunftsforscher

Denke ich einige Jahrzehnte zurück, dann klingen mir noch die Sprüche der Zukunftsforscher in den Ohren. Je nach „Sponsor“ stellten sie die Zukunft als rosiges Paradies dar, in welchem durch Automation und Rationalisierung herrliche Zustände auf dem Arbeitsmarkt herrschen sollten bzw. andere malten den ökologischen Weltuntergang an die grüne Wand.

Jedenfalls ist mein erlernter Schriftsetzerberuf heute bereits historisch und man kann ihn im Museum begutachten. Ganze Illustrierte werden in Billiglohnländern erstellt, dann per Datenleitung in einem anderen Billiglohnland gedruckt und Ups – die Printverkaufszahlen sinken. Nicht nur weil wir heute von „Lückenpresse“ nichts mehr wissen möchten, sondern auch, weil viele durch die ausgelagerten Arbeitsplätze wenig verdienen. Politische Magazine haben am Kiosk einen stolzen Preis und manch ein „besorgter Bürger“ wird davon nicht mehr erreicht, weil man es sich nicht mehr leisten kann.

Globalisierung führt zu Umweltschäden

Heute produziert man da, wo es preiswert ist – niedrige Löhne und kaum Umweltauflagen bewirken dies. So muß man dann die produzierten Waren preisgünstig über die Weltmeere verfrachten. Die dadurch entstehenden Umweltschäden sind uns hier wenig bewußt, weil man das ungern thematisiert. Wenn die 20 größten Containerschiffe so viel Umweltschäden anrichten, wie der weltweite Autoverkehr, dann zahlen wir alle auf den Billigpreis auch einen Umwelt- und Gesundheitspreis. Die Lobby reagierte sofort und rechnet ständig vor, dass regionale Produkte die Umweltbilanz noch mehr belasten würden, als die importierten Globalisierungsgüter!

6000 größere Containerschiff-Routen gibt es übrigens. Die enormen Schwerölemissionen werden durch die Thermik über den Weltmeeren in die oberen Luftschichten getragen und dort tausende Kilometer transportiert, bis sie dann evtl. bei uns von einem Kind eingeatmet werden, das mit Billigklamotten aus Übersee angezogen ist, weil die Eltern arbeitslos sind. Da die Oberfläche der Erde ja bekanntlich überwiegend aus Wasser besteht, tragen die enormen Emissionen der Schiffe auch zur Übersäuerung der Meere bei.

Kommen diese Giganten dann im Hafen an, werden sie von zahlreichen Bugsierschleppern zum Liegeplatz geschleppt. Die Schlepper fahren quasi rund um die Uhr:

Die Leistung der Schlepper variiert je nach Typ. Ein wesentliches Maß ist der so genannte Pfahlzug, der in Tonnen gemessen wird. Hochseeschlepper haben Motorleistungen von 15.000 kW und mehr, der Pfahlzug kann über 250 Tonnen betragen. Die Emissionen sind entsprechend.

Nun wird durch die Industrie 4.0 alles besser?

Auch zur heraufdämmernden Industrie 4.0 wird wieder ein wunderbares paradiesisches Zukunftsgemälde entworfen: Viele neue Berufe würden in der digitalen Zukunft entstehen.

Ich behaupte nun hier und heute: Für jeden Beruf, der in der Industrie 4.0 entsteht, werden tausende Arbeitsplätze wegrationalisiert! Viele die sich heute noch in einem sicheren Arbeitsverhältnis wähnen, werden bald dumm aus der Wäsche schauen. Sollten durch die Industrie 4.0 viele sozialversicherungspflichtige Berufe wegrationalisiert werden, dann müssen sich die Bedürftigen auch mit schmalen Sozialkasse abfinden, weil Computer dort nicht einzahlen!

Die kommende digitalisierte Wirtschaft ist zwar in aller Politikermunde, aber man geht der Sache ähnlich ahnungs- und kopflos entgegen, wie dem „epochalen Jahrhundertereignis“ (Gauck zur Migrationswelle).

Und das läßt mich fast zum „besorgten Bürger“ werden. Gut, dass die Deutschen laut Glücksatlas so glücklich sind wie nie! Na dann ist ja alles #Nudging! #Globalisierung #Digitalisierung