Die Chefredakteurin des #GEZ-WDR, #Sonia Seymour Mikich, hat in den ARD-Tagesthemen die Einführung der Zensur in Deutschland gefordert. Natürlich nicht direkt, aber eben doch. Ihr Thema waren die "Fake-News", jene Wortneuschöpfung, die seit der Wahl Trumps durch jedes Dorf getrieben wird. "Jeder hat das Grundrecht auf eine eigene Meinung, aber nicht auf eigene Fakten", zischte Mikich. Dass sie diesen Unsinn von einem längst verschiedenen amerikanischen Politiker namens Moynihan geklaut hatte, sei ihr angesichts der Monstrosität ihrer Forderungen verziehen. Mikich lief intellektuell Amok. Erst warf sie mit Spinnereien um sich, wie dem Beispiel, "Lady Gaga und Angela Merkel sind in einem Satanisten-Club.

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Falsch. Ein Pizzaladen ist Tarnadresse für einen Pädophilen-Sexring von Hillary Clinton. Falsch. Ein deutscher Supermarkt wurde von Flüchtlingen leergeplündert. Falsch. Die Politik tut gut daran, sich mit Lügenkampagnen und Fake-News zu befassen." Dann holte sie die Moralkeule raus.

Zu blöd für Fakten?

Jeder normale Mensch, der bis drei zählen kann, weiß, dass diese Dinge Schwachsinn sind. Glaubt Frau Seymour Mikich wirklich, die Deutschen seien so dumm, solchen Stuss zu glauben - oder gar ihre Wahlentscheidung davon abhängig zu machen? Offenbar ja, denn Seymour Mikich folgerte implizit, man brauche in Deutschland ein Kontrollsystem zum Schutz der Demokratie, also Zensur. Soziale Medien könnten sonst außer Kontrolle geraten. Was wie eine Forderung nach einem Knigge-Benimmbuch für Facebook und andere soziale Medien klingt, ist in Wirklichkeit viel näher an einem Wahrheitsministerium Orwellscher Art als man bei einer Protagonistin des deutschen Staatsfernsehens dulden sollte.

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Denn wer die Herrschaft über die Worte hat, der besitzt auch die Macht über die Realität. Das sollte der Roman "1984" jeden gelehrt haben. Wer kämpft denn zum Beispiel gerade in Aleppo gegen Assad? Terroristen? Rebellen? Freiheitskämpfer? Bewaffnete Oppositionelle? Islamisten? Jedes Wort zeichnet ein anderes Bild. Welches ist wahr?

Unmündiges Volk?

Insofern ist das von Seymour Mikich in oberlehrerinnenhafter Attitüde durch den Fernseher gezischte Zitat nicht nur ein Plagiat, sondern auch sachlich falsch. Denn man kann sich keine Meinung bilden, wenn die Fakten einem alternativlos vorgesetzt werden. Wie soll das gehen? Wenn in Aleppo Terroristen gegen Assad kämpfen, dann bin ich für Assad. Sind es aber Oppositionelle, die gegen den Diktator Assad aufbegehren, dann bin ich für die Oppositionellen.

Alles Lügenpresse?

Sonia Seymour Mikich ist eine erfahrene Journalistin. Sie weiß genau, was sie sagt. Dieser Kommentar war kein intellektueller Betriebsunfall. Ihre Rede war der Aufruf, alles zu bekämpfen, was nicht einer bestimmten Ideologie folgt.

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Wie diese aussieht, das kann man sich beim sehr roten WDR lebhaft vorstellen. Was wir erleben sind die Schockwellen des Brexit und der Wahl Donald Trumps. Das linksgrüne 68er Establishment erlebt gerade, wie ihre Fantasiewelt kollabiert und sie ertragen das Rendezvous mit der Realität nicht. Deswegen gab es in den USA Mio von Dollar teure Nachzählungen, die damit endeten, dass Trump am Ende sogar noch mehr Stimmen bekam. Es laufen versuche, Wahlmänner gegen Donald Trump aufzuhetzen und die Russen sollen Trump herbeigetrickst haben. Irgendein Niemand von der CIA fordert gar Neuwahlen. In Großbritannien kämpft Theresa May darum, den Brexit-Volkswillen gegen druckvolle antidemokratische Kräfte durchzusetzen.

Schon mal Joschka gefragt?

Die liberale Linke merkt, dass ihr Stündlein geschlagen hat und der Westen wie wir ihn kannten dabei ist unterzugehen. Sagt nicht Blasting.News, sagt Joschka Fischer - und der war schon immer ein Schnellmerker und seiner Zeit voraus. Insofern war der peinliche GEZ-Auftritt von Sonia Seymour Mikich das letzte Aufbäumen einer untergehenden Generation. Möge der Rest das Recht auf eigene Fakten und damit auf eine eigene Meinung verteidigen. Wir werden es in dieser Zeitung auf jeden Fall tun. #Lügenpresse