Da bekommt man schon mehr als ein mulmiges Gefühl, wenn man eigentlich selbst auf dem Berliner Weihnachtsmarkt sein wollte, sich aber im letzten Moment um entschieden hatte. Dann doch eine gewisse Beruhigung und Zufriedenheit: Schnell wurde der mögliche Attentäter gestellt.

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Ist der Attentäter noch auf freiem Fuß?

Heute sieht es aber doch so aus, als ob es sich nicht um den #Attentäter gehandelt hat, den die Polizei schnell verhaften konnte. In seiner Unterkunft im Flughafen Tempelhof hatte es ja eine polizeiliche Maßnahme gegeben.

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Bis zu 250 Polizeikräfte hatte man anfangs aufgeboten, die aber schnell reduziert wurden, da die Lage völlig ruhig war. Immerhin wurde festgestellt, dass Navid B. mit mehreren Identitäten unterwegs ist - der eigentliche Täter vermutlich allerdings auch noch?

LKW als Waffe vom IS empfohlen

So veröffentlichten die Dschihadisten im November in ihrem Magazin „Rumiyah“ einen dreiseitigen Artikel mit genauen Anweisungen, wie Einzeltäter ein solches Attentat verüben sollen. Dabei priesen sie den Angriff mit einem Lastwagen in Nizza als Vorbild. Ein LKW sei für einen Angriff gut geeignet, weil er einfach zu beschaffen, aber nicht verdächtig sei. „Es ist eine der sichersten und einfachsten Waffen, die man gegen die Kuffar (Ungläubigen) einsetzen kann“, heißt es in dem Artikel.

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Wichtig sei es, große und schwere Fahrzeuge auszuwählen.

Am Tatort überwiegen Trauer und Betroffenheit

Die Polizei rief schnell dazu auf, keine Tatortvideos zu veröffentlichen, sondern sie zur Auswertung an die Polizei zu senden. Wie sich ein Video auswirken kann, das haben wir gerade beim U-Bahn-Treter gesehen, dessen Tat genau im Video zu sehen war und bundesweit für Empörung sorgte. Die Macht der Bilder ist enorm. Da gab es dann auch die entsprechenden wütenden Kommentare und man staunt immer wieder, welche Vergeltungsphantasien bei den Menschen ausgelöst werden.

Ein entsrechendes Video vom #Breitscheidplatz würde die Stimmung dann hochkochen lassen, die bisher noch von Bestürzung und tiefer Trauer geprägt ist, auch wenn unmittelbar nach der Tat Tweets abgesetzt wurden, wer denn da noch "mitschudig" ist.

Ein Morgenpost Reporter, der unmittelbar nach dem Anschlag mit seiner Handycamera gefilmt hatte, betonte auch sofort, dass er die Opfer nicht filmen wird - trotzdem wurde ihm von einem aufgebrachten Passanten das Handy aus der Hand geschlagen und bei Twitter wurde häufig gepostet:.

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Nicht filmen, helfen!

Jedenfalls kann es nicht sein, dass jeder, dem irgend etwas stinkt, dann meint, gewalttätig werden zu müssen und andere Menschen verletzen oder töten muss. Das setzt aber bereits da an, wo bestimmte Strategen Autos und Häuser anzünden, wie etwa in der Rigaer Straße in Berlin gesehen. Dazu warf man noch Gehwegplatten von den Hausdächern - ein Wunder, dass hier niemand getötet wurde. Den Menschen, die teilweise als Zuschauer extra angereist waren, gefiel das jedoch und sie grölten und applaudierten zustimmend!

Wenn sich also bei uns schon Menschen wegen "Mietstreitigkeiten" zu solchen Taten hinreißen lassen, dann kann man nur vermuten, wie groß der Hass bei jenen Menschen sein muss, die auch durch deutsche Kriegshandlungen ihre Familien und Existenzen verloren haben. Denn das wird auch seine tieferen Gründe haben, wenn Bundeswehrsoldaten häufig psychisch gestört und traumatisiert wieder zurückkommen und in der eigentlich sicheren Heimat Selbstmord begehen. Für viele ein grausamer persönlicher innerer Kampf nach dem Kampf!

Der Preis für die Milliarden Rüstungsgüter, die Deutschland produziert und Beteiligung an zweifelhaften Kriegseinsätzen, der beinhaltet offenbar noch einen weiteren Preis, den wir unter Umständen alle zu zahlen haben. Denn nicht nur religiöser Wahn erzeugt Hass, sondern auch bestimmte Taten.

#Weihnachtsmarkt