Die Statistik eines Online-Lexikons listet 107 terroristische Anschläge für dieses Jahr auf, die in verschiedenen Ländern verübt worden sind - sechs davon in #Deutschland. Aber zu behaupten, dass die Welt deshalb gewalttätiger geworden sei, ist ein Trugschluss. Richtig ist vielmehr: Nun spüren auch wir, wie Terror und Gewalt nicht nur vor unserer Haustür ausbrechen, sondern inzwischen auch in unserem Haus wüten. Kriege hat es immer gegeben. Für uns waren sie nur weit weg, anderswo. Nun erleben wir sie hautnah. Während die "Westfälische Ordnung" von 1648 die Souveränität von Staaten noch in ihrem Recht sah, Kriege zu führen, ächtete die UN-Charta erstmals in der Geschichte alle Kriege. Aber nur nach der Kapitulation Japans im September 1945 hat es wenige Tage gegeben, an denen weltweit kein #Krieg stattfand. Nur wenige Tage! Heute ist die Ordnung in mehreren Weltregionen völlig zerfallen. Der Arabische Frühling ist gescheitert. Der Krieg in Syrien geht weiter. Libyen ist mitten im totalen Untergang. Irak ist weit weg vom #Frieden. In Afghanistan ist Al-Qaida zurückgekehrt, der selbsternannte "Islamische Staat" (IS) will ein Kalifat auf syrischem und irakischem Boden aufbauen, al-Shabab agiert in Somalia und Kenia, Boko-Haram in Nigeria. Kriege und Konflikte toben in Subsahara-Afrika und Südasien, in Nahe- und Mittleren Osten, in Indien, Thailand, Kolumbien, Mexiko, in der Türkei und in der Ukraine. Organisierte Kriminalität, Cyber-Spionage, Cybersabotage greifen unseren digitalen Nerv an.

No-go-Areas sind ein No-go!

Wir müssen den Terror bekämpfen, wir brauchen sichere Grenzen, wir müssen wissen, wer zu uns kommt und wir müssen abschieben, wer uns gefährdet. Vor allem aber brauchen wir endlich wieder Recht und Ordnung. Paralleljustiz, Parallelgesellschaften, No-go-Areas widersprechen der Kultur unseres Landes. Wegsehen und Wegdeuten darf es auch nicht mehr geben. Ausländer und Asylbewerber genießen keine Vorrechte. Vergewaltigung bleibt Vergewaltigung, Diebstahl bleibt Diebstahl. Das sind aber Appelle an unsere Innenpolitik und Justiz. Aber auch Weckrufe an unsere Außenpolitik und Entwicklungspolitik.

Ist Frieden mehr als ein Waffenstillstand?

Der Frieden ist nicht die Abwesenheit des Krieges. Er ist mehr: Wenn das Meerwasser ansteigt, die Gletscher schmelzen, Trinkwasser mangelt und Ernten ausfallen, geraten Länder und Regionen in Krisen, der Kampf ums Überleben bricht aus. Krieg und Vertreibung sind die Folgen. Armut, Hunger und Ungerechtigkeit befeuern die Konflikte zusätzlich. Obwohl wir diese Fragen noch lange nicht gelöst haben, ertönen wieder verstörende Rufe, die längst verstummt zu sein schienen: Trump und Putin wollen atomar wieder aufrüsten. Welcher Zukunft gehen wir entgegen? Wir wissen es nicht. Aber eins steht fest. Der Frieden ist heute gefährdeter als an Weihnachten vor einem Jahr.