Die deutschen Medien berichten im Stundentakt über Proteste gegen Trump, das kannte man bei dessen Vorgänger so extrem nicht. Clinton etwa hatte den Ausbau der Grenze zu Mexiko angeleiert, die vom Einreisestopp betroffenen Länder galten auch bei #Obama als Brutstätten des Terrorismus.

Inwieweit die Irakkriege gerechtfertigt waren, bei welchen so viele unschuldige Kinder sterben musste, darüber wird bis heute kontrovers debattiert.

Deutschland gegen Trump?

Gute Ratschläge und auch Warnungen hat die deutsche Politik über den Teich gesandt, so als ob der durch den Verschwörungstheoretiker Egon Bahr verratene "Unterwerfungsbrief" wirklich nur Theorie gewesen sein sollte.

So gesehen war Bahr ein #Whistleblower. 2009 ging diese Info bei der breiten Öffentlichkeit irgendwie unter; - aber die liest ja auch nicht die ZEIT und Bücher schon gar nicht. Ein Manko unserer Zeit und mit ein Grund, weshalb man in Zeiten von Demokratie so eigenartige Ausführung derselben beobachten kann. Die Leute gehen sträflich uninformiert zur Wahl. Kaum einer liest regelmäßig Zeitung, Fachbücher lesen nur Studenten. Dabei ist vieles heute sehr kompliziert und ein bisschen Tagesschau reicht nicht aus, um eine fundierte Wahlentscheidung treffen zu können.

Lügenpresse oder Lückenpresse

Über die Berichterstattung unserer Medien wird seit geraumer Zeit viel diskutiert. Wie objektiv wird eigentlich überhaupt berichtet? Klar, dass man immer die eigene Meinung unterstützt sehen möchte. Das gelingt ganz gut, wenn man immer bestimmte Zeitungen liest, deren Grundtenor der Berichterstattung bekannt ist. Auch hier gerät man aber schnell in eine Selbstbestätigungsblase, wenn man nur die stark börsenorientierten Blätter liest. Die Leitmedien ihrerseits sehen diese Selbstbestätigungsblase in den Social Media Foren und gehen dort gegen vermeintliche Fakenews vor, die wiederum ihren Vorstellungen zuwider laufen.

Es geht immer nur um Geld und Macht

Wenn ich Laufe von 6 Jahrzehnten etwas gelernt habe, dann

"Geld regiert die Welt"

- nicht Demokratie oder irgendwelche Gesetze, die letztendlich nur bedrucktes Papier darstellen, wenn man sie nicht mit Leben erfüllt und anwendet.

Deshalb werden weltweit auch Whistleblower so scharf verfolgt, selbst wenn sie Straftaten und Gesetzesbruch aufdecken - oder gerade dann! Zwar gab es in den USA auch Pro Chelsea Manning - Proteste, aber darüber hörte man bei uns nur wenig.

Das ist auch das Phänomen bei Anti-#Trump - Protesten: In den USA geht man eigentlich gegen Protestbewegungen, die heikle unerwünschte Themen ansprechen, ziemlich gnadenlos vor. Die Anti-Trump-Proteste dagegen werden regelrecht hochgejubelt. Seltsam.

Whistleblower Zeugenschutz

Auch in Deutschland sind Whistleblower nicht gern gesehen, werden von staatlicher Seite sogar strenger Strafverfolgung unterzogen, wenn "Staatsinteresse" vorliegt. Im Zuge der Aussagen von Snowden wurde der Whistleblower-Zeugenschutz etwa von Ströbele wieder thematisiert. Zeugenschutzprogramme gibt es zwar, aber nicht, wenn Straftaten des Staates aufgedeckt werden könnten, die dessen Interessen entsprechen. So ist heute vieles auf den Kopf gestellt, man muss immer ans Hexeneinmaleins denken

„Du mußt verstehn! Aus Eins mach’ Zehn, Und Zwei laß gehn, Und Drei mach’ gleich, So bist Du reich. Verlier’ die Vier! Aus Fünf und Sechs, So sagt die Hex’, Mach’ Sieben und Acht, So ist’s vollbracht: Und Neun ist Eins, Und Zehn ist keins. Das ist das Hexen-Einmal-Eins!“

So wie man Trump's Mauerbau heuchlerisch anprangert, die Verfehlungen früherer Präsidenten klein redet oder ganz verschweigt, so macht man nun gegen Trump mobil - wie gesagt - es geht nur ums Geld. Das sieht man besonders in Deutschland, wo die Politiker sich nicht schämen, auch noch dem letzten Oligarchen oder Despoten die Hand zu schütteln - Hauptsache die Kasse stimmt!