… waren solche Leute besonders schädlich gewesen, denn sie lernten Leute und Beziehungen in #Polen kennen und waren sehr erfolgreiche Denunzianten. Sie konnten auch sehr viel Schaden als Propagandawerkzeuge zufügen. Ein Beispiel hierfür wurde der ehemalige Abgeordnete und Senator im polnischen Parlament, August Utta. Die Aufarbeitung solcher Fragen ist bis heute eine heikle Frage, trotzdem… Eine Kurzfassung des Aufsatzes aus der Nazi-Presse.

Erhaltung des Deutschtums wichtiger als die Zehn Gebote!

Das Warschauer Kirchenkollegium "unternahm wiederholt Bemühungen, um in dieser Schule [dem Warschauer Lehrerseminar] die polnische Sprache als Lehrfach einzuführen." Und das war Uttas Meinung nach ein Verbrechen! Die Haltung der evangelischen Dorfpfarrer hatte er 1919 folgendermaßen beschrieben: "War der Pastor jedoch polnisch gesinnt - und das war leider meistens der Fall -, so erklärte der den bei ihm Rat suchenden deutschen Bauern gewöhnlich: "Ihr wollt hier wohl ein zweites Deutschland bauen? Seht, was euch die Deutschen Gutes gebracht haben! Sie haben euch aufgehetzt! Jetzt sind sie fort, und ihr müsst leiden.

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Man will jetzt durch die Deklaration erfahren, wer ein Hakatist (polnischer Schimpfname für den nationalen Deutschen) und wer ein loyaler Bürger ist. Reicht Ihr die Deklaration ein, so wird es euch sehr schlecht ergehen, und die Schule behaltet Ihr doch nicht, denn das polnische Volk wird es nicht dulden, dass es jetzt noch hakatistische Schulen in Polen gibt!"

Die Schimpfnamen Hakata sowie Hakatist kamen aus den Anfangsbuchstaben der Gründer des Ostmarkvereines zustande. Seine Mitglieder verfolgten auf verschiedenste Weise die polnische Bevölkerung im Deutschen Kaiserreich. Nur dafür, dass sie nicht deutsch war. Nicht nur einmal raubten sie dabei auch kleine deutsche Landwirte in der Provinz Posen aus, um sich auf deren Kosten zu bereichern. Diese halbtotalitäre preussische Einrichtung war fast überall verachtet.

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Die meisten Pfarrer wollten die Evangelische Kirche in Polen zukunftsfähig machen

Vor allem durch die Zustimmung für zweisprachige und national gemischte Grundschulen. Dort sollten die Kinder der Polendeutschen ordentliches Polnisch und Hochdeutsch erlernen und die Kinder ihrer Nachbarn auch Deutsch. Die weiteren Ausführungen Uttas, der an Beispielen zeigte wie diese einleuchtende Idee in der Praxis nicht funktionierte, mögen leider in vielen Fällen zutreffen. Es stellt sich aber die Frage, ob die unverantwortlichen Versuche rein deutsche Schulen zu bewahren, aufgezwungen durch Besatzer und Räuber, nicht eine der Hauptursachen dieses Trauerspiels waren.

Hitler als Erlöser, oder: glaubte er in der Tat an Gott?

Und so hat er diese Betrachtung der #Geschichte des deutschen Schulwesens in Mittelpolen beendet: "Als nun die Not am größten und die Deutschen der Verzweiflung nahe waren, kam die Befreiungstat des Führers. Nun haben wir wieder deutsche Schulen. Und kaum jemand wird für die Befreiung vom polnischen Joch dankbarer sein als die deutschen Eltern und die deutsche Jugend." Und auf diese Art und Weise berechtigte er die Ermordung der evangelischen Geistlichen in den besetzten polnischen Gebieten durch die Gestapo.

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(August Utta, Kampf um Deutscherhaltung des Schulwesens. Zusammenfassende Darstellung der deutschen Abwehr dem Polentum gegenüber auf dem Gebiet der Schule,”Litzmannstädter Zeitung”, 1. Jan. 1941, S. 7 und 8)

An diesem Tag wurde Utta durch SS-Leute und Hitlerjugend zu Grabe getragen. Die Lehre, die zu ziehen ist, ist dass die Überwältigungspolitik des rein völkischen Denkens in Deutschland kein Fehlgriff ist. Nur man soll selbstverstänlicherweise auch damit nicht ohne Maß übertreiben, um nicht zum Spiegelbild der Totalitarismen zu werden. #NS-Herrschaft