Schon am Montag den 9. Januar gab es erneuten Ärger für unser Aushängeschild „Made in Germany“ in der Dieselaffäre. Das FBI wirft der Konzernspitze des deutschen Automobilherstellers Vertuschung im Abgasskandal vor. Das ging aus einer Strafanzeige der Bundesstaatanwaltschaft in Detroit hervor.

Darin wird unter anderem vorgeworfen, dass noch kurz vor der Aufdeckung der Affäre, im Herbst 2015, Manager des Konzerns die Verheimlichung abgesegnet haben. So ist es in dem Gerichtsdokument zu lesen. Es wurde, wie zu lesen war, am Samstag ein führender Angestellter des Volkswagen-Konzerns festgenommen. Ihm wird Irreführung und Beteiligung am Betrug der US-Behörden vorgeworfen, ein Richter in Miami ordnete an, dass er bis zu seinem Gerichtstermin am Donnerstag in Gewahrsam bleiben müsse.

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4,3 Milliarden Dollar für einen Ablass!

Unterdessen laufen die Bemühungen des #VW Konzerns, sich durch einen Vergleich mit den US-Behörden aus dieser doch recht kriminell wirkenden Affäre freizukaufen. Dabei geht es um weitere 4,3 Milliarden US-Dollar, die ein Vergleichsentwurf für die Strafzahlung vorsieht. Wohl gemerkt, weitere 4,3 Milliarden! Die Gespräche hierzu befinden sich in fortgeschrittenem Stadium mit den Zollbehörden und dem Justizministerium.

So werden die von VW zurückgehaltenen 18 Milliarden Euro für die Abwicklung des Skandals wohl nicht ausreichen. In den USA sind von dieser Betrugsaffäre ca. 550 000 Fahrzeuge betroffen, weltweit 11 Millionen. So sei die Frage erlaubt, warum nur in den #USA so ausführlich auf diesen Skandal eingegangen wird. Ist die Justiz in den anderen Ländern solchen Machenschaften gegenüber eher kurzsichtig eingestellt? Oder ist es ein „kapitalistisches“ Kavaliersdelikt, was der deutsche Autobauer dort gemacht hat und nun versucht sich durch einen Ablass von der Schuld freizukaufen.

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Was ist das für eine Welt, in der sich die großen Konzerne von ihrer Schuld freikaufen können?

Sie haben es geschafft Toyota zu überholen

Und dennoch hat es VW geschafft an Toyota vorbeizuziehen und ist somit der größte Autobauer der Welt. Die Frage ist nur, ob der Abgasskandal nicht die Spitze eines Eisberges sein könnte.

(Quellen: Zeit/dpa) #Abgas