Die Krummheit und Sinnlosigkeit des Mordes in Elk (Lyck) wirken verheerend. Man kann durchaus dabei den Hintergrund einer menschenverachtenden Ideologie vermuten. Laut der Polizei gibt es zur Zeit nur zwei Tatverdächtige: der Besitzer der zwei Döner-Imbissbuden (ein algerischer und zugleich polnischer Staatsbürger) sowie sein Koch, der 26 jährige Tunesier. Der erste sollte den 21 jährigen Daniel S. von hinten gepackt haben, der zweite ihm drei tiefe Messerstiche, darunter einer ins Herz, versetzt haben. Es wurde bestätigt, dass sie ihn auf diese Art und Weise für zwei unbezahlte Erfrischungsgetränke "bestraft" haben.

Weitere schockierende Tatsachen

Die Polizisten stellten auch fest, dass der Ermordete, nachdem er durch Angestellten des arabischen Restaurants auf der Straße aufgehalten wurde, die beiden Flaschen abgegeben hatte.

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Trotzdem sollen sie ihn zuerst beleidigt und dann bestialisch umgebracht haben. Ein Freund des Opfers, der zugleich noch im Inneren des Restaurants seine Mahlzeit aß, soll plötzlich einen grauenhaften Schrei gehört haben. Er lief hinaus und bemerkte sofort, dass Daniel kein Mensch mehr helfen konnte. Er solle gesehen haben, dass die beiden Henker mit zwei großen Messer in den Händen nun in seine Richtung kamen. Da hat er einen Böller gezündet und in die Döner-Imbissbude geworfen, um sie abzulenken. Dann floh er schnellstens vom Tatort, um sein eigenes Leben zu retten.

Zwei friedliche, trotzdem erdrückend hilflose Muslime

Die Ermittler konnten bestätigen, dass zwei andere Nordafrikaner (Marokkaner) mit dem entsetzlichen Mord nichts zu tun hatten. Sie haben ausgesagt, sie wären mit der Gräueltat ihrer Kollegen völlig überrascht.

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Dann, aus Angst bebend, haben sie sich drinnen verbarrikadiert und kamen erst wieder heraus, als sie die uniformierten Polizisten bemerkt haben. Sie gelten nicht mehr als Verdächtige, sondern als Zeugen. Sie haben Polizeischutz bekommen.

Die polnischen Nationalen: Das ist ja eine Hammernachricht!

Es sei zu befürchten, dass nicht nur äußerliche Gemeinsamkeiten den mutmaßlichen Terroranschlag in #Polen mit dem Gemetzel in Berlin und der Ermordung des russischen Botschafters in Ankara verbinden. Die national gesinnten und immer beliebter werdenden Betreiber diverser YouTube-Kanäle verkünden nun Anfang des totalen Krieges. Und der Chef der Nationalen Bewegung, der Abgeordnete Robert Winnicki, fordert eine Nulloption bei der weiteren Einwanderung der Muslime.

Die Linksliberalen von Donald Tusk scheinen einen politischen Selbstmord begangen zu haben

Nach dem Berliner Terroranschlag und diesem ungeheuren Mord in Lyck hat nun kaum jemand in Polen Lust auf eine "Bunte Republik". Die national gesinnten Betreiber der YouTube-Kanäle hatten letztens bis ein Million Hörer.

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Das ist mehr als die Nutzer der Internetportale der ehemaligen linksliberalen, polnischsprachigen Massenpresse. Diese konnte noch vor etwa zehn Jahren fast überall bei uns den Ton angeben. Nun aber veröffentlicht sie so was:

"Im März vergangenen Jahres hat eine Gruppe von betrunkenen Männern eine Döner-Imbissbude angegriffen. Sie haben begonnen, den muslimischen Verkäufer zu treten, zu beleidigen und ihn mit einer zerbrochenen Flasche zu bedrohen. Der Mann griff in Notwehr nach einem Messer und einer der Angreifer wurde verwundet." Oder (bezüglich der neuesten Tragödie in Lyck): "Hat etwa ein Mann kein Recht, seinen Besitz zu verteidigen, nur weil er eines anderen Glaubens ist und eine andere Hautfarbe hat?" (Ksiądz gorzko o zbrodni w Ełku, fakt.pl)

Einige führende Politiker der oppositionellen Parteien, Bürgerplattform und Modernes Polen, haben derartige Meinungen geäußert. Jeder weiß jetzt, wie sie und das gemeine Volk ticken... Der Sarg mit der Leiche des ermordeten Daniel wurde inzwischen mit weißen und roten Rosen bedeckt, weinend zu Grabe getragen. Das wichtigste Ergebnis dieses schmerzhaften Trauerspiels wird wohl dies sein: Der nächste Wahlkampf in Polen wird wohl nur zwischen der neokonservativen Partei Recht und Gerechtigkeit und den Nationalen geführt werden. #Nationalismus #Multikulturalismus