Der Coach --- nur ein Dienstleister ohne Meinung?

Coaches arbeiten mit den unterschiedlichsten Menschen zusammen. Sie sind Bezugspersonen und wirken positiv auf ihre Klienten ein. Manchmal wird das #Coaching aber auch zu einer gemütlichen Plauderstunde und schweift vom eigentlich vereinbarten Ziel ab. Diese "Umwege" können den Coach auch in eine Situation bringen, in denen er sich zu gesellschaftlichen oder auch politischen Fragen äußern muss? Und nun, wird sich so mancher Coach fragen, wie verhalte ich mich hier?

Denn die Situation birgt eine Gefahr. Solange der Coach sich im eigentlichen Coachingprozess mit der Anwendung ihm bekannten Strategien befindet, bewegt er sich auf sicherem Gebiet.

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Diese für ihn emotionale Sicherheit verlässt er, wenn er sich zu gesellschaftlichen und politischen Fragestellungen äußern soll. Denn in diesem Fall ist er nicht mehr Coach, sondern eher Privatperson. Und das sollte er trennen.

Bei der Sache bleiben und souverän reagieren

#souverän bedeutet, die eigene #Meinung zu vertreten und sich nicht zu verbiegen. Das sollte ein Coach ja generell nicht, denn er führt im Coaching. Kommt das Gespräch auf diese heiklen Themen, ist Fingerspitzengefühl gefragt. Denn der Klient signalisiert damit auch, diese Themen sind ihm wichtig. Ein hartes Abbrechen könnte das im Verlauf des Coachings aufgebaute Vertrauen untergraben und den Erfolg des Coachings gefährden.

Besser ist es, die vom Klienten eingebrachten Themen in den gesamten Prozess einzuordnen. Als Angstberater und Coach erlebe ich zunehmend, wie die gesellschaftlichen Veränderungen auch die Klienten direkt betreffen oder ihnen Angst einjagen.

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Eine behutsame Einbindung in das Coaching, ein Eingehen auf die Gefühle und Emotionen des Klienten kann, so ist meine Erfahrung, das Coaching sogar beleben. Und mal ganz offen, sind wir Coaches denn immer frei von Ängsten bei solchen Themen hier: Einreisestopp für Muslime in USA aktiv.

Entscheidend ist, was der Klient möchte

Als Coach gehe ich auf die Ausführungen des Klienten ein und führe ihn zu einem vereinbarten Ziel. Dazu gehört auch die Flexibilität, auf neue Situationen souverän zu reagieren. Denn Coaching ist ein dynamischer Prozess, in dessen Verlauf sich der Klient auch weiterentwickelt. Coaching führt zu einer Erweiterung des geistigen Horizontes, und das nicht nur beim Klienten. Auch der Coach kann, wenn er offen dafür ist, vom Klienten lernen. Und wenn es eine Ansicht zu gesellschaftlichen Veränderungen ist, die aus einer dem Coach bisher unbekannten Perspektive erfolgt.

Und dazu darf sich der Coach natürlich auch äußern, um den Dialog weiter zu führen. Denn die damit verbundene und gelebte Erkenntnis des Gemeinsamen führt das Coaching auch hin zu einer neuen Qualität, und Achtsamkeit als ein Leben im Hier und Jetzt gibt sowohl dem Klienten als auch dem Coach mehr Lebensqualität, siehe dazu auch diesen Beitrag.