Als Auswirkung der #Singelgesellschaft sehen wir heute Singels in den Senioreneinrichtungen sitzen, die eher wenig Besuch bekommen. Auch Beerdigungen mit einer auffällig kleinen Trauergemeinde sind nicht selten, mangels Angehörigen.

Nicht so bei meinem Freund Werner, den wir nur "Wernerchen" nannten, weil er unter den Gutmütigen der Gutmütigste war. Für einen Singel ohne Kinder war die Trauerkapelle aber überfüllt. Das wusste ich selbst nicht, wie beliebt er war. Er lebte bescheiden, ohne großen Bedarf an all den Dingen, ohne die wir heute meinen, nicht mehr auskommen zu können. Dabei hätte er sich als Bodenmeister einer Porzellanmanufaktur vieles leisten können.

Ausgerechnet ein Urlaub, bei welchem er sich eine Gelbsucht zuzog, weil wohl das Speiseöl gepanscht war, wurde ihm zum Verhängnis und er verstarb Mitte 30 plötzlich und unerwartet. Viel aufzulösen gab es nicht. Man staunt ohnehin, wie wenig selbst osteuropäische Wohnungsauflöser noch verwerten. So kam trotz Singelhaushalt ein Container Sperrmüll zusammen.

Der Mensch - wo er auftritt, hinterlässt er Müll!

Das ist immer wieder überraschend, wie viel Dinge sich ansammeln, auch wenn man auf ökologischen Wegen wandelt.

Der #Earth Day, jeweils am 22.4. weltweit begangen, erinnert uns daran, wie verhängnisvoll unser Lebensstil für die Erde ist. In wenigen Wochen wird man uns also wieder vorrechnen, wie viele Erden notwendig wären, wenn alle so leben würden wie wir. Der ökologische Fußabdruck von uns ist ein Ökologischer Umwelt Gau.

Was heißt das eigentlich ganz genau?

Der Earth Day ist immer schnell vergessen - Gott sei Dank? Denn das wäre u.U. fatal, wenn die Leute von heute auf morgen ihren Lebensstil ändern würden - das könnte Arbeitsplätze kosten.

Reichen bald fünf Erden nicht mehr?

Seit Jahrzehnten spenden wir Unsummen, um die Armut zu bekämpfen, Milliarden Entwicklungshilfe wird gezahlt, ich beobachte das seit Jahrzehnten. Die gute Nachricht wurde gerade weltweit verkündet:

Nur noch 10 % extreme Armut

Das wären bei gut 7 Milliarden Menschen nur noch 700 Millionen, dazu die "normal Armen" und wir wären bei gerade mal einer Milliarde Menschen die als "arm" gelten? Sind wir in Europa "arm", dann wären wir in diesen Ländern "reich", was aber eine Milchmädchenrechnung ist, wie wir wissen.

Leider sind es ausgerechnet diese Armen, die dann wieder in stark verseuchter Luft leben müssen, wie die UNESCO gerade mitteilte - 600 000 Kinder aus diesen armen Seelen sterben vorzeitig an verdreckter Luft.

Dann zog ich in das Weltall ein!

So heißt es in einem Song von "Insterburg und Co":

Mir wurde es auf der Welt zu klein, da zog ich ins Weltall ein - liebte ein Mädchen auf Mars - das wars.

Die fehlenden Erden haben wir noch nicht gefunden, aber solange muss das Weltall herhalten. Denn hier wird Alarm geschlagen: Der Orbit ist bereits stark mit Weltraumschrott vermüllt. Kein Wunder, denn zu Reagans Zeiten des SDI-Programmes hat man alles mögliche im All stationiert. Die USA meinen gar den Anspruch als "Herr des Orbits" zu haben, weil sie die führende (Müll)Nation sind. Aber das würde ja dann heißen, dass sie auch für den Schrott zuständig sind? So ist einer der größten und teuersten Satelliten vor Jahren von Weltraumschrott getroffen worden und wurde so selbst zum teuersten Schrott im All.

Wie man das alles wieder einsammeln kann, wird gerade erforscht. Evtl. kommt dann zur Klimaabgabe eine Orbitsteuer auf uns zu, mit der wir an der Beseitigung des Weltraumschrottes beteiligt werden.

Wozu dann also "fünf Erden" - um diese auch zu vermüllen?

Sollte es so etwas wie einen "Galaktischen Rat" geben, dann könnte ich mir vorstellen, dass die den Menschen nicht wirklich im Universum haben möchten - Gerüchten zu Folge nennen die ET's uns aber bereits "Schrottis und Müllis"!

Jedenfalls ist das Wernerchen egal: dem seine kleine Urne wurde mit 7 Gramm Asche zur #Weltraumbestattung in den Weltraum geschossen, wo sie nach einigen Erdumrundungen in der Atmosphäre verglühte - Mach's gut, Dicker!