Wissen ist Macht

Das lehrt man uns eigentlich bereits in der Schule, ohne dass es viele wirklich begreifen. Das #Herrschaftswissen wird streng gehütet und wer als Verräter oder #Whistleblower bestimmte Dinge an die Öffentlichkeit bringt, spielt mit dem Leben bzw. wird hart bestraft.

Gerade erleben wir einen US-Präsident, der offensichtlich nicht dem Tomb der Skulls & Bones oder den "druidischen Ritualen des Bohemian Grove" entfleucht ist, auch eine Freimaurerloge konnte man ihm nicht zuordnen, nennen sich diese Clans heute auch eher verharmlosend CLUB.

Weltweit gehen tausende Menschen gegen Trump auf die Straße, während für die Top1 der Whistleblower, Chelsea Manning, kaum jemand auf die Straße ging. Warum tun sich also Menschen wie etwa Snowden das an?

Zuviel Wissen ist ungesund

Selbst die Götter achten eifersüchtig über ihr Wissen, wie wir in der Bibel lesen können, als Nimrod und die Seinen von einem hohen Turm aus Speere gegen die Götter schleuderten. Absehbar, wie das enden musste.

Das gehörte jedoch von alters her zum Herrschaftswissen: eine vermeintliche Nähe zu den Göttern und ihrem Wissen. So durften nur die Herrscher bestimmte Räume betreten, um Göttlichkeit zu erlangen - wie etwa der Hohepriester erst nach ausgiebiger Körperreinigung und speziellen Bekleidungsritualen das Allerheiligste betreten durfte.

Göttliche Herrscher

Ihr geheimes Wissen begründeten bis in die neuere Zeit die weltlichen Herrscher damit, dass sie selbst "göttlich" seien. So wurden dann Wissenschaftler, die dem göttlichen Wissen entgegen sprachen, schwer verfolgt und getötet. Diese flüchteten in die Mystik der Alchemie und in geheime Zirkel, um zu erforschen, was die Welt im Innersten zusammenhält. Das Wissen aus diesen Forschungen war oft unwillkommen, besonders im Bereich der Religion, die das Lesen der Bibel unter Todesstrafe stellte. Wie lange die Menschheit kämpfen musste, um nicht ganz doof zu bleiben, ist bekannt.

Die digitale Zukunft

Heute haben wir durch das Internet ein mächtiges Instrument, um uns weltweites Wissen zugänglich zu machen, für das man früher jahrzehntelang Bücher wälzen musste. Das sieht nicht jeder gelassen, denn die Machtstrukturen wurden durch diesen Wissenszugang bereits deutlich aufgeweicht. Buchdruck und nun das Internet, legen dem Bürger gigantische Datenbanken des Wissens vor. Manch einem ist das dann allerdings zu viel und man lässt sich das Wissen häppchenweise vorverdaut zureichen.

War ich früher doch ein großer Fan von Heinz Haber, so sehe ich den einen oder anderen TV-Wissenschaftler eher kritisch. Denn zu offensichtlich ist hier der Versuch, entscheidendes Wissen wieder zu verschleiern.

Wissen könnte die Öffentlichkeit verunsichern

Manches wird uns vorenthalten, weil wir dadurch verunsichert werden könnten - siehe die Terror Ansage von Noch-Minister Maizière. Auch heute hat man wieder Wissen aufgebaut, das für die breite Öffentlichkeit nicht geeignet ist. Ab einem gewissen Punkt steht man vor einer Mauer des Schweigens, ins Allerheiligste dürfen auch heute nur die Hohenpriester aka Geheimnisträger. In den USA benennt der Geheimdienst ganze acht Personen, die ALLE Geheimnisse kennen. Ansonsten dezentral verwaltet, um Machtmissbrauch zu vermeiden. Ob die acht reichsten Menschen Zugang zu ALLEM Wissen haben, wäre interessant zu wissen.

So wurde die Bundesregierung mehrfach auf Herausgabe von Akten verklagt, das Gericht gab den Klägern recht, die Regierung mauerte trotzdem: Man brauche einen Wissensvorsprung vor der Bevölkerung - so begründete man die Verweigerung der Akten.

Und was ist mit den zahlreichen Verschwörungstheoretikern?

Auch heute wird mit dem Stigmatisierunslabel der #Verschwörungstheorie wieder versucht, bestimmtes Wissen der Öffentlichkeit vorzuenthalten. In Deutschland werden regelmäßig Medienkampagnen bis in die hintersten Provinzblättchen geritten, um in einen Brei von Blödsinn auch heikle Themen hinein zu rühren.

Dabei sind die Theorien von heute oft die Wahrheiten von morgen - wetten?