Das Establishment hat verloren, behaupten diejenigen, die #Donald Trump in den Sessel hievten, um den republikanischen Außenseiter und Geschäftsmann das Amt des 45. US-Präsidenten ausleben zu lassen. Beinahe schon gnadenlos schienen sich die Systemmedien auf den 70-Jährigen zu stürzen, angesichts seines Verhaltens während des Wahlkampfs und der kurzen Zeit vor der Vereidigung keineswegs verwunderlich.

Werbung

Was hat die US-Amerikaner veranlaßt, diesen fragwürdigen Immobilienmakler, der ebenso gern in der Welt der Casinos und Hotelanlagen sich geschäftlich beteiligte, tatsächlich zu wählen, selbst wenn die Kandidatin Hillary Clinton knapp drei Millionen mehr Stimmen erhielt, die Mehrheit der Wahlmänner ihn schließlich dennoch bestätigte?.

Werbung

Das Gerede vom Establishment dient der reinen Ablenkung

Allein schon die Vorschusslorbeeren mittels des Friedensnobelpreises, den Barack Obama zu Beginn seiner ersten Amtszeit erhielt, verdeutlicht den Irrwitz der US-amerikanischen Politik selbst, die alles in den Schatten stellt, was man als Fehlentscheidungen titulieren kann. Eine Banken- und Immobilienkrise waren lediglich die Spitze des Eisbergs, die achtjährige Zeit voller Kriegsszenarien unter Obama offenbaren letztlich den Hohn und die Arroganz des Hegemons.

Dass nunmehr ein Donald Trump zwar Herrn Wladimir Putin freundlicher entgegentritt, mag in Wahlkampfzeiten vor allem der europäischen Neuen Rechten imponiert haben, die Erwägung einer Flugverbotszone im Syrienkrieg darf nicht gerade als vertrauensstabilisierend wirken, genauso wie die unübersehbaren Drohgebärden gen VR China. Es wäre wohl zu einfach, vom neuen Besen zu sprechen, der da in den USA kräftig kehren möchte. Das haben alle US-Präsidenten bisherig ebenso, denken wir nur an den Aufschrei zur Reagan-Wahl.

Werbung

Trotzdem wird auch ein Herr Trump sich am Lauf der Welt richten müssen, egal in wie weit er gern per Twitter-Gewitter in den Äther tönt.

Die USA haben nicht mehr die Option der Weltherrschaft

Erleben wir just genau diesen politischen Wandel in der Rolle dieses Donald Trump, in der Verkörperung zwischen Unsicherheit, cholerischen Kurzschlußreaktionen, einer zerfallenden EU und einem erstarkten Russland, wobei Putin nicht zufällig die BRICS-Staaten ins Leben rief?

Nur wer den Dialog mit seinen Mitmeschen sucht, beherzt auf Augenhöhe, wie D. Samulowski zurecht schreibt, gerade wegen des aufkommenden politischen Populismus, dessen Parolen hinterfragt, wird im Gerangel baldiger Wahlkämpfe wie in Frankreich und hierzulande passende Antworten finden müssen. Jetzt schon zeichnen sich Wege eines unübersehbaren Rechtsrucks ab mit Trump in den #USA, einer Marine Le Pen und einer aufgescheuchten Bundespolitik, die eine #AfD fürchtet.