Auch wieder so ein Thema, bei dem es schnell brenzlig werden kann. Die Art und Weise der Zustellung von Mahnbescheiden und mögliche Betrugsmöglichkeiten.

Hier haben wir wieder das Problem, dass reichlich Whistleblower vorhanden wären, aber die möchten gerne, dass andere den Kopf hinhalten und mögliche Prügel beziehen.

Vermintes Gelände - Anwendungen des Unform Commercial Code

Denn das hat man gar nicht gerne, dass der Bürger all zuviel über den #UCC erfährt. Immerhin hat die Aktivität mehrerer Aktivisten weltweit dieses trickreiche System selbst überlistet. Man hat z.B. UCC-Forderungen gegen Banken und ganze Regierungen eingereicht, mit Fristsetzung zur Beweisführung, dass man nicht an kriminellen Akten beteiligt sei. Das ganze Ding hat nur einen Haken: Man muss mögliche Forderungen auch durchsetzen können.

Einfach mal "souverän" sein!

Dass es nicht reicht, einen UCC-Titel zu ziehen, oder sich einfach mal als "souverän" zu erklären bzw. gleich ein eigenes Königreich auszurufen, das haben inzwischen Einige erfahren. Bei manchen Autonomen hat es zwar funktioniert, die bekamen Miet- und Kaufverträge für "autonom" erklärte Häuser.

Die Malta-Masche

Mit der Malta-Masche wollten einige bestimmte Möglichkeiten und Gesetzeslücken ganz groß zu Geld machen - aber wie gesagt - Möglichkeiten alleine sind nichts wert, kann man sie nicht auch umsetzen. Ob man diese Leute nun #reichsbürger nennen muss, bleibt dahingestellt. Jedenfalls muss man anscheinend dieses Diffamierungslabel ausbauen, um es dann gegen Personen anwenden zu können.

Wir haben auch zu einem Video von Minister Gabriel mehrfach geschrieben, in dem er Merkel als Geschäftsführerin einer NGO BRD-GmbH bezeichnet. Und siehe da, schon schreibt das anonyme Hetzportal PSIRAM "Frankenberger stehe der Reichsbürgerbewegung" nahe. Schon ist man stigmatisiert, von Leuten, die selbst völlig anonym bleiben.

Jedenfalls wollte man mit fiktiven Forderungen nach UCC gegen Regierungsvertreter und Verwaltungsmitarbeiter tatsächlich vollstreckbare Titel zu Geld machen. Das ganze Spielchen hat selbst auf Wikipedia einen eigenen Eintrag, die solche Themen ja gerne aufgreifen.

Oft versuchen auch Bürger, nach UCC vorzugehen. Aber zwischen Staat und Bürger ist halt ein riesiger Unterschied: Bürger, die UCC Forderungen ziehen (geht online) müssen heute mit einer Anzeige wegen Erpressung und Nötigung rechnen. Denn das ist mittlerweile auch bekannt, dass manch ein Stratege, der mit dem UCC groß auftrumpfen will, oft keinen müden Euro für einen Anwalt hat. Denn gute Anwälte können per UCC schon Kohle machen - und der Staat auch, wie wir beim Zustellverfahren der Mahnbescheide sehen.

Wer also "souverän" sein will, sollte sich vorher gut überlegen, wie er die Souveränität verteidigen will.

Das Seltsame ist ja heute: Mit genug Geld braucht man überhaupt kein Gesetz zu fürchten - und Tod und Teufel auch nicht ;-)

#Maltamasche