Darüber wie Präsident Trump sein schütteres Haupthaar kämmt und wie es um seine Tanzkünste bestellt ist, darüber zerreißt sich die "Qualitätspresse" die Medien. Der Spiegel schreckte nicht einmal davor zurück, Präsident Trump als geistesgestört ("Narzisst") darzustellen. Aber komischerweise nimmt niemand daran Anstoß, dass in Brüssel eine bekennende Schnapsdrossel die Kommission der EU leitet und dass die #SPD einen angeblich trockenen #Alkoholiker zum Parteivorsitzenden und Kanzlerkandidaten macht. Jetzt könnte man sagen, ist ja nicht schlimm, Deutschland hat keine Atombomben, also kann ein Kanzler im Suff auch nicht Armageddon auslösen. Dennoch muss in Deutschland erlaubt sein, was deutsche Journalisten mit ausländischen Staatsmännern auch tun. Nämlich die Frage zu stellen: ist er fit für das Amt?

Die Fragen sind berechtigt.

Klar, es finden sich jetzt viele Alkoholkranke, die meckern werden, man solle das Thema doch sein lassen, das wäre unfair und so weiter. Wegsehen kann allerdings böse enden. Als man zum Beispiel bei einem jungen Piloten weggesehen hat, weil Geisteskrankheit immer noch als anrüchig gilt, war das nächste was man von ihm hörte ein zerschellter Airbus in den französischen Alpen. Wegschauen aus Höflichkeit ist bei Jobs mit Tragweite keine Option. Und Punkt.

Unter Valium im Atomreaktor?

Würden Sie ruhig schlafen, wenn Sie wüssten, dass der Leiter der Nachtschicht des Kernkraftwerks in ihrer Nähe depressiv, selbstmordgefährdet und unter Medikamenten steht - es aber keinem sagt? Die Realität ist, es könnte so sein. Die extrem weit reichende ärztliche Schweigepflicht macht es möglich und wegzuschauen ist ein beliebter Volkssport.

Ein Alkoholiker als Kanzler?

Reden wir nicht drumherum. Martin Schulz, der neue Kanzlerkandidat der SPD hat selbst mehrfach bekanntgegeben, dass er Alkoholiker ist. Jeder, der den Hauch einer Ahnung hat weiß, dass gilt: einmal Alkoholiker, immer Alkoholiker. Man ist allenfalls ein trockener Alkoholiker aber nie ein Ex-Alkoholiker.

Was ist los bei der SPD?

Dass Sigmar Gabriel nicht Kanzler werden möchte, ist nur allzu menschlich. Aber warum gerade Martin Schulz? Der Mann, über den Silvio Berlusconi einst in Bezug auf seinen aufbrausenden und autoritären Charakter einst im Europaparlament sagte: "In Italien wird gerade ein Film über die Nazi-Konzentrationslager gedreht, ich schlage Sie für die Rolle des Lagerchefs vor." Warum nicht der im Moment verfügbare Klaus Wowereit? Warum nicht Malu Dreyer? Weshalb nicht Hannelore Kraft? Wieso nicht Olaf Scholz?

Der falsche Mann!

Das sind alles freundliche, ausgleichende, integrierende und der "Mitte" vermittelbare Kandidaten. Menschen mit Statur und Deutschland im Herzen. Schulz liebt als ehemaliger Präsident des Europaparlaments die EU; wie er zu Deutschland als Nation steht, weiß man nicht genau. Er steht für all das, was die Menschen in die Arme der Extremisten treibt. Er ist radikal pro EU, autoritär, provinziell und wirkt abgehoben zugleich. Was reitet also die SPD? Will sie mit voller Absicht weniger Stimmen als die #AfD. Ernsthaft? Es sieht so aus.