Seit Anfang März 2001 arbeite ich in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen

Zuerst habe ich im Verpackungsbereich und später im Bereich der Elektromontage gearbeitet. Für eine bekannte Münsteraner Aufzugsfirma wurden, nach Vorlage, Schachtgrubenbeleuchtungen, Notausschalter und Notendschalter für Aufzüge montiert.

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Die Arbeiten in Behindertenwerkstätten, oder sogenannten Werkstätten für Behinderten sind mitunter recht komplex und herausfordernd und gehen meinem Emfpinden nach weit über reine Beschäftigungsmaßnahmen hinaus. Sicherlich werden auch weiterhin Besen, Bürsten und Handfeger hergestellt, aber eben nicht nur.

Eine Zeitlang wurden in unserer Werkstatt Bremsscheiben auf Unwuchten kontrolliert.

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Dabei durfte es keine Abweichung von mehr als 3 Strichen laut Beschreibung geben.

Mit Hilfe von Holzbrettern und halb eingeschlagenen Nägeln, wurden Kabelbäume erstellt. Jedes Brett hatte je nach Art des zu montierenden Kabelbaumes verschiedene Längen, In unterschiedlichen Filzstiftfarben und mit Kabelbezeichnungen wie A, C, D und weitere wurde auf dem Brett festgelegt, wie die unterschiedlich langen und dicken Kabel mit welchen Aderendhülsen und Kabelschuhen hintereinander gelegt werden mußten. An mit einem Strich markierten Punkten mußten diese Einzelkabel mit mehreren Kabelbindern festgebunden werden, damit diese Einzelkabel fixiert werden konnten. Der Leitungsdurchsatz für eine Stromabnahme zum Endgerät mußte mit einem Prüfgerät auf mögliche innere und nicht erkennbare Kabelbrüche geprüft werden, dabei ertönte ein Tonsignal, wenn die Kupferleitung intakt war. Anschließend mußten noch Kabelschlauche mit abgezählten Wicklungen nach Zeichnung so gewickelt werden, dass die einzelnen Kabel vollständigt umwickelt werden konnten.

Von unserem Gruppenleiter erfuhren wir, daß die Kabelbäume als Nachrüstsatz für Feuerwehrwagen und Polizeiautos verwendet wurden..

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Seit dem 06.10.2014 arbeite ich in einer Behindertenwerkstatt der Alexianer, zuerst im AlexTischWerk, dann im AlexOffice.

Dort arbeite ich im Bereich Grafikdesign, Weblayout und Officedruck.

Da ich als gelernter Bürokaufmann, bei einer Baumaschinenfirma im Auftrag der Unternehmerin und der Kollegin, die betrieblich mahnte, mit dem gerichtlichen Mahnverfahren beauftrag wurde, war ich in der Lage, ein eigenes Wikibook mit dem Titel "Musterentwürfe zum gerichtlichen Mahnverfahren" mit der Hilfe dreier Co-Autoren zu schreiben.

Im Bereich Grafikdesign lernte ich an einem #Apple-MAC-Computer die Programme Illustrator, Photoshop, Indesign, Word, Excel, Numbers und Pages kennen. Auf einer anderen Internetseite veröffentliche ich meine 2D- und 3D Bilder und erhielt von den Usern dabei nützliche Tipps und Hinweise.

Da ich im Werkstattrat der Alexianer bin, kann ich bei Konflikten und Problemen zwischen Arbeitgebern (Gruppenleitern) und Beschäftigten (Kolleginnen und Kollegen), zusammen mit anderen Werkstattratsmitgliedern, mittelnd tätig werden..

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Daher bin ich über aktuelle Geschehnisse informiert. Jedoch sind diese, wie z. B. das Bundesteilhabegesetz recht komplex und nicht auf Anhieb immer leicht zu verstehen.

Ein Chattkollege von mir, der in einer fremden Werkstatt arbeitet, hat die Gruppe "Rechte für Behinderte Menschen" gegründet. Ich habe einige von meinen Kollegen dazu eingeladen. Hier kann ich auf alle Informationen für Menschen mit Behinderungen hinweisen, die man ganz allgemein im Internet erfahren kann.

Diese können mich dann auch in dieser Facebookgruppe fragen. Entscheidungen des Werkstattrates werden in einer Alex-Infozeitschrift, zusammen mit anderen Themen mitveröffentlicht. Demnächst gibt es für Menschen mit Behinderungen in der Halle Münsterland eine Ausstellung der Unternehmen, die Außenarbeitsplätze für Behinderte anbieten.

Da ich in der Gewerkschaft ver.di bin, kann ich mich auch dort beim zuständigen Gewerkschafter erkundigen, was es für Regelungen für Menschen mit Behinderungen gibt und wie diese umgesetzt werden können. #Buch #Android