Die AfD (Alternative für Deutschland) ist immer gut für Überraschungen. Erst die Tage konnten wir groß in einer Presseerklärung der Frauke Petry (41) hören, dass #Björn Höcke (44) nun doch aus der Partei ausgeschlossen werden soll, bzw. der Antrag zum Parteiausschluss wurde eingereicht und beschlossen. Nur von wem, ist die spannende Frage. Hat #Frauke Petry selbst ihn, unter Umständen, in die Wege geleitet?

Game of Thrones in der AfD?

Frauke Petry hat sich von den Vorwürfen, die in der verschwörungstheoretischen Zeitschrift „Compact“ gegen sie erhoben wurden, dass sie das Ausschlussverfahren eingleitet habe, dementiert, distanziert und klagt nun gegen die Zeitschrift.

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Björn Höcke selbst gab in einer eigenen Pressekonferenz an, dass er „die Entscheidung des Bundesvorstandes mit Bedauern und in tiefer Sorge um die Einheit der Partei zur Kenntnis genommen“ hat. Nur bleibt die Frage weiterhin offen, wer im Bundesvorstand das Verfahren in die Wege geleitet hat. Im „Protokollentwurf der Präsenzsitzung des #AfD-Bundesvorstandes“ vom 20. Januar wird ausdrücklich Frauke Petry als Antragstellerin genannt. Nur weshalb will sie diese Tatsache leugnen und verschleiern? Ist das nur wieder eine Taktik von Frauke Petry oder der AfD? Ein Teilnehmer der Sitzung bestätigte gegenüber FAZ.NET, dass ausdrücklich Frauke Petry den Antrag gestellt hatte. Will sie vielleicht im Vorfeld die Tatsache verschleiern, damit ihr Image im Falle eines Scheiterns nicht leidet oder fürchtet sie den Rückhalt in der Basis zu verlieren, wenn es bekannt werden würde, dass sie Björn Höcke loswerden will? Diese Methode, erinnert mich sehr stark an Methoden, die die NASDAP oder zu DDR-Zeiten die Stasi gerne angewendet hatte.

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Nach Außen nichts durch dringen lassen, den Schein wahren und Differenzen werden still und leise im Verborgenen, hinter den Kulissen, ausgetragen. Björn Höcke ist fest davon überzeugt „weder gegen die Satzung noch die Grundsätze der Partei verstoßen zu haben“ wie er selbst in seiner Pressekonferenz angab.

AfD ganz klar im rechtem Spektrum anzusiedeln

Nun kommt an dieser Stelle die Frage auf, was sind denn die Grundsätze der Partei Alternative für Deutschland? Im Parteiprogramm der AfD ist zumindest zu lesen " Die Alternative für Deutschland bekennt sich zur deutschen Leitkultur. Die Ideologie des Multikulturalismus betrachtet die AfD als ernste Bedrohung für den sozialen Frieden und für den Fortbestand der Nation als kulturelle Einheit. Ihr gegenüber müssen der Staat und die Zivilgesellschaft die deutsche kulturelle Identität selbstbewusst verteidigen." Ist dies mit Grundsätze der Partei gemeint, die Björn Höcke in seiner Pressekonferenz vom 13. Februar 2017 erwähnte? Auf der Homepage der AfD ist zu lesen, unter dem Punkt „Wer ist die AfD?“: Die "Alternative für Deutschland ist eine Partei neuen Typs.

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Bei uns finden sich Bürger, die aus verschiedenen politischen Richtungen kommen […] Wir sind nicht rechts und nicht links, sondern kommen aus der Mitte der Gesellschaft.". Nun sollten wir die Motive der Partei ernsthaft hinterfragen, denn wer in seinem Parteiprogramm ganz offen schreibt, dass „die Ideologie des Multikulturalismus“ als Bedrohung angesehen wird und ganz deutlich klar stellt, dass der Islam nicht zu Deutschland gehört, nicht links und nicht, wie behauptet, in der „Mitte der Gesellschaft“ sich befindet, sondern doch ganz klar rechts anzusiedeln ist. Die Rede von Björn Höcke in Dresden ist der Auslöser, wo er das Holocaust-Mahnmal als „Denkmal der Schande“ betitelt hatte. Zuvor war er durch seine „Hitlergruß“-Affäre negativ aufgefallen. Aber auch Frauke Petry ist nicht viel besser, die das Wort „völkisch“ wieder „positiv besetzt“ haben will, in einem Interview mit der „Welt am Sonntag“. Auch sie viel in der Vergangenheit immer wieder negativ auf und gegen sie wird kein Parteiausschlussverfahren in die Wege geleitet.

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