Der kleine Sohn eines Bekannten hat offensichtlich #Schulz bereits so oft im Fernsehen gesehen, dass er sofort fröhlich loskräht

"Schlunzespanzler"

wenn er Schulz auf der Mattscheibe sieht - und dabei darf der kleine nur wenig TV sehen. Das erinnert mich an meine Kindheit, weil ich "Zwilling" nicht aussprechen konnte, sagte meist "Zwillerling"!

Das ständige Wiederholen in den Medien wirkt offensichtlich wie die Affirmationen bei Anhängern des "Neuro Linguistischen Programmierens" NLP?

So hoffen SPD Strategen, dass "#Schröder und seine Agenda" nun endlich mal vergessen sind. Es gilt neue Leute zu begeistern und das Volk vergisst heutzutage zum Glück sehr schnell. In die großen Schlagzeilen von heute morgen wird Mittags bereits der Fisch eingewickelt und im digitalen Medientsunami des Web gehen Infos im Sekundentakt den Weg alles Digitalen. So aktualisieren große Newsportale alle acht Sekunden ihre Timeline, um dem digitalen Vergessen entgegenzuwirken, denn das liegt bei den meisten Usern bei 8 Sekunden, wie man festgestellt hat, dann wird weiter gescrollt!

Historischer Mitgliederverlust

Die Parteien schwanken bekanntlich in der Gunst der Wähler, aber der Wählerschwund bei der SPD, während und nach Schröder, der war geschichtsträchtig. Auch meine Familie, für die es über Generationen nur SPD gab, ist seitdem raus aus der SPD-Familie.

Und das kennen wir aus dem Privatleben: hat uns ein enger Freund oder gar der Partner betrogen, dann kann man das oft lebenslang nicht mehr wirklich kitten.

Dazu kommt noch, dass man als Parteimitglied nicht wirklich viel bewegen kann. Bestenfalls auf regionaler Ebene. Die Leitlinien der Parteien sind ja Chefsache oder "Basta"-Angelegenheiten, wie bei Schröder. Dazu kommt noch die Frage, was die Bundeskanzler in ihrem Unterwerfungsbrief zu unterschreiben hatten, den Egon Bahr in seinen Lebenserinnerungen aufdeckte. Auch Verleger bekamen ihre Lizenz nach dem Krieg nur dann, wenn sie bestimmte "Bedingungen" erfüllten.

Erinnern wir uns gerne nochmal:

Als der Horst #Köhler der erstaunten Bevölkerung als Bundespräsident präsentiert wurde, da fragte man

"Who the fuck ist Köhler"?

Denn der einst mächtige IWF-Chef war der breiten Bevölkerung ziemlich unbekannt. Dabei hatte dieser unter Waigel während der Wiedervereinigung eine wichtige Rolle gespielt, "weil Waigel von der Materie keine Ahnung hatte", wie die Vögelein zwitscherten.

Für seine gute Arbeit wurde Köhler dann zum IWF befördert, wo sich während seiner Amtszeit die Armut in der Welt nicht gerade verringerte. Auch hier zwitschern manche Vögelchen, dass sich die Armut gar verdreifacht habe. Aber was wissen schon Vögelchen - selbst wenn sie einen akademischen Titel haben sollten?

Und man konnte darauf warten, dass Schulz ebenfalls als Superman auf den Titelblättern präsentiert werden würde, um ihn hochzujubeln. Peng - schon passiert.

Bei Köhler hat man eine recht banale Rede hergenommen, um diese als genial durch die Medien zu treiben, plakativ garniert mit Köhler als Superhorst. Hat damals funktioniert, auch wenn Köhler sich selbst nicht helfen konnte, als er sich im Bezug auf Kriegsführung unter wirtschaftlichen Aspekten, verplapperte - und gehen musste.

Super Schulz oder Super Martin?

Phonetisch klingt Super Schulz besser. Er sei nahe bei den Leuten, gibt sich kumpelhaft hemdsärmelig, Stallgeruch - das kommt anscheinend an, weil man die gelackten, aalglatten gelernten Politiker, ohne eigene Biografie, bei der SPD sowieso nicht leiden kann. Mal sehen, ob es nicht nur ein Strohfeuerchen bleibt. Denn: auch wenn die Bundesrepublikaner neuerdings so tun, als ob sie von den USA völlig losgelöst und eigenständig seien, das wollen wir erstmal sehen, welche Vorgaben es dann doch zu erfüllen gibt. Diese Strategen nehme ich erst wieder ernst, wenn sie beweisen, dass sie wenigstens bei den A-Bomben auf deutschem Boden ein kleines Mitspracherecht haben. Dann wäre es ein bisschen glaubwürdiger, wenn man "Warnungen und Ratschläge" über den großen Teich schickt.