Es gab in meiner Jugend Bob Dylan Fans, die kannten jeden Song auswendig, verehrten ihn wie einen Messias. Bis dann das Gerücht aufkam, er hätte Rüstungsaktien in seinem Portfolio - aber das soll der Vatikan ja auch haben.

Jedenfalls war das ein mächtiger Dämpfer für viele seiner Fans.

Die Klimaheuchler

Die meisten Klimakonferenzen und #Weltklimagipfel sind so auch über viele Jahre ziemlich bescheiden ausgefallen. Im Mittelpunkt der Klimakonferenzen stand lange Zeit, ein Nachfolgeprotokoll für das 2012 auslaufende Kyōto-Protokoll zu entwickeln. Dies ist bislang das einzige völkerrechtlich verbindliche Instrument der Klimaschutzpolitik.

Im Kyōto-Protokoll selbst sind jedoch nur vergleichsweise geringe Verpflichtungen der Industrieländer zur Reduktion ihres Ausstoßes an Treibhausgasen festgeschrieben.

Die COP1

fand 1995 in Berlin statt, wo Angela #Merkel noch große Versprechungen abgab. Aber zur COP21 vergoß Barbara Hendricks verstohlen ein Freudentränchen - denn jetzt geht es bald los, mit dem Klimaschutz - mit Selbstvereinbarungen. Immerhin kam Merkel vor 20 Jahren noch im dicken gepanzerten Dienstwagen - wenig umweltfreundlich.

Schaut man sich alte Aufnahmen aus dem Archiv an, weiß man nicht, ob man lachen oder weinen soll. Die Ölfirmen unterliefen von Anfang an diese Konferenzen mit ihren Lobbyisten, die sich noch frech

"Climate Council"

nannten. Heute hat das Intergovernmental Panel on Climate Change #IPCC alles unter Kontrolle - quasi die Meinungshoheit über Klima und Wetter. Dort wird bestimmt, wer angeprangert wird, wer ungehindert verschmutzen darf und wer zur Kasse gebeten wird. Kaum verwunderlich: Auch hier muss die Allgemeinheit wieder alles bezahlen - der kleine Mann.

Klima-Alarmismus:

Eine beschämende Posse

Ausgerechnet ein Rechercheteam von Correctiv hat nun offensichtlich aufgedeckt, dass Landesregierungen ziemlich skrupellos bei der Auswahl der Firmen sind, in welchen sie ihre Beamtenpensionen angelegt haben. Als Partner von Correctiv veröffentlichte der SPIEGEL die Recherche über die "stinkenden" Anlagen. Groß aufgeregt hat sich niemand, - wie auch, wenn wir etwa an die eigenartigen Waffengeschäfte denken, die Deutschland trickreich abwickelt. So ist auch die Bezeichnung "skrupellos" durchaus angebracht.

Kein Schatz im Silbersee

GDF Suez, die heute „Engie” heißen, gilt als einer der schlimmsten Verursacher des Klimawandels: Über 150 Millionen Tonnen CO2 verfrachtete der Konzern in manchen Jahren in die Atemluft – mehr als die neun größten deutschen Braunkohlekraftwerke zusammen. Der Silbersee in Sachsen-Anhalt gilt als eine der giftigsten Müllhalden Deutschlands. Der Energieriese GDF Suez hat in dem Tagebauloch zigtausende Kubikmeter Abfälle verklappt.

Die Bund und Ländern haben rund 20 Millionen Euro in den Konzern investiert, auch Sachsen-Anhalt. In Engie!

Investieren in den "Klimaschutz"

Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Hessen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg haben zusammen mehr als vier Milliarden Euro weltweit in Konzernen angelegt. 400 Millionen Euro davon stecken auch in Firmen, die den Klimaschutzzielen der Bundesregierung nicht entsprechen.

Wie ein Staatsgeheimnis werden solche Investitionen gehütet, Correctiv ist aber an die Listen gelangt und hat sie veröffentlicht. Hoffentlich gibt es keinen Ärger. Denn Correctiv sollte doch überwachen und nicht enthüllen!

Nach langen Recherchen und Klagedrohungen gegen zuständige Landesfinanzministerien hat CORRECTIV die Listen nun aber bekommen und veröffentlicht die Namen der weltweit tätigen Konzerne, in denen die Landesregierungen ihre Pensionsgelder angelegt haben.

Selbst in Tabakkonzerne stecken die Politiker weiterhin Millionen Euro – obwohl seit kurzem Schockbilder von fast abgestorbenen Füßen und verfaulten Zähnen auf den Schachteln prangen.

Das Geld könnte verloren sein, wenn man die eigenen Klimaziele einhalten will. Denn der Börsenwert verschiedener Firmen dürfte kollabieren, wenn etwa 80% der Kohlereserven im Boden bleiben müssten.