Einen geraden Lebenslauf, eine Karriere nach Bilderbuch wünscht sich wohl jeder Mensch. Leider ist es vielen verwehrt, sei es durch persönliche oder strukturelle Probleme. Was es leider zu wenig in Politik und Wirtschaft gibt sind Menschen, die auch einmal auf die Schnauze gefallen sind aber wieder aufgestanden sind. Diese Menschen können ein Vorbild sein für all jene die durch die Scheiße gehen. Sei es ein Leiharbeiter, der in sklavenähnlichen Zuständen sein Dasein fristet oder die Hartz IV-Empfängerin, die seit Jahren darauf hofft wieder eine Arbeit zu finden aber innerlich schon mit ihrem Schicksal abgeschlossen hat.

Ein Hoffnungsschimmer für all sie kann Martin #Schulz dienen, mit 19 Jahren vom Gymnasium geflogen, eine Buchhändlerlehre begonnen und auf dem besten Weg eine Fußballkarriere zu starten, dann der nächste Tiefschlag.

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Er erleidet eine Knieverletzung und beginnt zu trinken. Er wird ein Alkoholiker und verliert seinen Arbeitsplatz. Als er auch noch seine Wohnung zu verlieren droht holt er sich Hilfe. Er wird trocken, eröffnet eine Buchhandlung und wird Bürgermeister. Ein niemand, der auch genauso gut heute als Arbeitsloser Flaschen sammeln könnte, um sich noch ein Bier zu leisten, hat nun die Chance der mächtigste Mann Deutschlands und Europas zu werden. Vielleicht hilft sein Vorbild dem ein oder anderen der da draußen gerade die Hoffnung verliert. Er erinnert an das alte Versprechen der #SPD, jeder hat eine zweite Chance verdient.

Disziplin

Man kann seinen Alkoholismus auch als Schwäche sehen oder man sieht es als Stärke an. Seit 1980 ist Martin Schulz ein trockener Alkoholiker, er wird nie aufhören ein Alkoholiker zu sein aber er hat den Mut es zuzugeben.

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Seit 1980 ist er trocken, 37 Jahre auf Alkohol verzichten, denn schon ein Schluck ist zu viel und könnte ihn wieder dorthin bringen wo er angefangen hat, als ein Verlierer. Dazu gehört vor allem eines, etwas was in der heutigen Gesellschaft vielen fehlt, Disziplin, die Disziplin dem Verlangen in einem Umfeld zu widerstehen, in dem wohl so viel getrunken wird wie nirgendwo anders, in der Politik. Wer auch noch dazu steht, wer er ist und es nicht wie viele andere verschleiert, hat das Zeig dazu auch dieses Land zu repräsentieren und auch für etwas einzustehen, anders als #Angela Merkel es die letzten Jahre gezeigt hat.

Wer sonst?

Wer außer Schulz hat das Zeug als Kandidat der SPD anzutreten? Niemand, der verfügbar ist. Es stimmt, die SPD besitzt Kandidaten, welche auf Landesebene gute Ergebnisse erzielten und mehr die Mitte ansprechen, aber diese sind auf Landesebene gebunden. Welcher Ministerpräsident würde freiwillig seinen Posten aufgeben, um sich in einen Wahlkampf zu werfen, dessen Ausgang bis zuletzt offen sein wird? Jeder sonstige Kandidat aus der Bundespolitik hätte ein anderes Problem, er würde aus einer großen Koalition heraus angreifen, es wäre kein Neuanfang und den hat die SPD keine Chance auf den Sieg.

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Angela Merkel muss sich warm anziehen

Zum ersten mal seit Beginn ihrer Kanzlerschaft hat Angela Merkel nun einen Gegner, der herausragt aus der Masse der sozialdemokratischen Funktionäre, Steinbrück war bereits ein interessanter Versuch aber der falsche Kandidat zur falschen Zeit. Es bleibt zu hoffen das Martin Schulz die nächsten Monate politisch überlebt, denn sein wir ehrlich. Die AfD wird nicht viel ändern können, jede Stimme für die AfD ist eine Stimme für die Große Koalition, nur eine starke SPD kann ein Ende des Merkelzeitalters bedeuten und der CDU ihre verdiente Zeit in der Opposition verschaffen, damit Sie wieder zu dem wird was sie einmal war, eine Partei der konservativen Mitte und nicht eine billige Kopie der Sozialdemokratie.