Es gibt Leute, die sich keine leichte Aufgaben stellen. Man kann z. B. versuchen, die schicksalsschweren Geheimnisse des 20. und 21. Jahrhunderts zu lüften. Nur: die #Geschichte zu verstehen benötigt ein bisschen Fachwissen. Man muss nicht ein promovierter Historiker sein, doch solche Kenntnisse wie Quellenkritik, die Tatsachenbestände der historischen Ereignisse zu ermitteln hilft, sind unbedingt nötig.

Meinungsfreiheit ist besser zusammen mit dem Tatsachenbestand

Jeder darf seine eigene Meinung haben: „Im Ergebnis der "Pariser Vorortverträge" (Vertrag von Versailles, 28. Juni 1919) wurde #Deutschland nicht nur finanziell, industriell und geographisch ausgeblutet; zwingender Bestandteil dieses Vertrages war der Beitritt zum Völkerbund und die erzwungene Anerkennung seiner Statuten. Der „Völkerbund“ [...], der u.a. darauf abzielte, Deutschland als europäische Groß- und Zentralmacht auszuschließen und vor allem ein Bündnis zwischen Deutschland und Russland zu verhindern. (Russland durfte nie Mitglied des Völkerbunds werden.)“

Nur aber: Zum ersten war die Sowjetunion kein Russland, sondern ein russenfeindliches Werk der internationalen Abenteurer. Zum zweiten wurde der Staat 1934 in den Völkerbund eingenommen, aber 1939 wegen des Überfalls auf Polen und Finnland ausgeschlossen. Zum dritten war das „Versailler Diktat“, wie der Friedensvertrag durch fast alle Bürger der besiegten Mittelmächte genannt wurde, tatsächlich ungerecht und schädlich, jedoch waren seine Gründe und Ziele gar nicht so einfach zu beurteilen.

Hitler als politische Medizin?

Ich lese derartige Sätze der jetzigen deutschen Publizistik nicht zum ersten Mal: „Es war der erste substantiell-strukturelle Schritt des anglo-us-zionistischen Finanzkapitals auf dem Weg zur "On New World Oder" nach dem Prinzip "Ordo ab Chao"!“ Usw. usw. Und so beurteilte es der deutsche Führer.

„Die blutbedeckten jüdisch-kapitalistischen Kriegshetzer sahen in der Möglichkeit des Gelingens einer solchen friedlichen Revision [des Versailler Vertrages] das Verschwinden greifbarer Anlässe für die Verwirklichung ihrer wahnsinnigen Pläne.“ (Der unvergleichliche Ruhm deutschen Soldatentums, "Litzmannstaedter Zeitung", 20. Juli 1940, S. 2)

Bei dem betreffenden Beitrag: „Wieder sicherte sich das Rothschild-Rockefeller-Imperium durch Kriegsfinanzierung an allen Seiten den abschließenden und einzigen Sieg dieses Völkergemetzels. [...] Die Entgegennahme des dem jüdischen Volk und den okkupierten bzw. besetzten Länder geraubten Vermögens an die Juden Rothschild, Rockefeller, Morgan usw. war eben "nur ein Bankgeschäft".“

Bei Adolf Hitler: „Dieser Kampf ist nicht nicht ein Begriff gegen die Rechte anderer Völker, sondern ist nur gegen die Anmaßung und Habgier einer dünnen kapitalistischen Oberschicht, die nicht einsehen will, daß die Zeit vorbei ist, in der das Gold die Welt regiert.“ (ibidem)

Linksfaschismus

Die Worte und Taten der Hakenkreuzler waren keineswegs ein Teil des rechten Gedankengutes. Sie hatten mit den wahren Rechten genau soviel wie die Köpfmaschine mit dem französischen Hochadel zu tun. Auf Schritt und Tritt verkündete Hitler den Kampf der Werktätigen gegen kapitalistische Blutsauger usw. Außenpolitisch wurde seine Politik zum Verhängnis für ganz Europa. Er hat die Erniedrigung und Verknechtung unseres Kontinents in der Nachkriegszeit ermöglicht, indem er einen Nationalstaat nach dem anderen zerstörte und seine Eliten ermorden ließ.

Jeweilige Versuche bei ihm, trotzdem etwas Gutes zu finden, können infolge der Enttäuschung mit dem Linksliberalismus sowie falschem Konservatismus irgendwie verständlich sein. Europa braucht jedoch nun Frieden und Zusammenhalt zwischen seinen Völkern, um zu überleben. Das können wir nur zusammen erreichen, und nicht mit Hitlers Gespenst an der Spitze, das uns jederzeit spalten kann. In Russland wurden ähnliche Versuche mit Lenin und Stalin durch Medwedew und Putin sowie eine ganze Menge an vernünftigen Leuten, ohne jemanden nur für seine Äußerungen zu verfolgen, glücklicherweise abgewehrt.