So wie man Luther einiges in den Mund legte, was er nie gesagt hat, so soll es sich auch bei diesem Spruch nur um eine Legende Handeln.

Entgegen der Legende hat Ludwig XIV. diesen Satz nie gesagt. Er soll im Gegenteil auf seinem Totenbett gesagt haben:

"Ich gehe fort, doch der Staat bleibt zurück." - "Je m'en vais, mais l'Etat demeurera toujours."

Diese Erkenntnis muss manchen Despoten, Diktator oder Oligarchen wahnsinnig machen, dass er einmal gehen muss, trotz all der Selbstherrlichkeit.

Was wir gerade in der Türkei erleben, das hat schon einen gwissen

Déjà-vu-Effekt,

wenn man auf unsere deutsche Geschichte zurückblickt. Auch wenn man für die Öffentlichkeit nun ein gewisses Empörungsspektakel abzieht, so hat man das Gefühl, dass der eine oder andere Stratege ein wenig neidisch in die Türkei blickt.

Was für die Türkei die #Gülen-Bewegung, #Kurden oder überhaupt der politische Gegner als "Terrorist" ist, das mag in einer Vorstufe bei uns der

"Mob, Pack und die Schande für Deutschland"

sein. 250 000 TTIP-Kritiker wurden ebenso gnadenlos als "von Rechten gesteuert" diffamiert, wie wir das als Umweltschützer und Kritiker der Abgassituation am Himmel ebenfalls seit langer Zeit kennen. Wenn manche könnten, wie sie wollten, auch bei uns wären quer durch die Gesellschaft schnell hundertausende "Andersdenkende" weg geräumt?

Bereits der "besorgte Bürger" ist verdächtig!

Die politische Unkenntnis der deutschen und europäischen Bevölkerung, ist dabei erschreckend, zumal sich leider niemand wirklich mit den Vorgängen in Brüssel und der europäischen Gesetzgebung auseinandersetzt.

In Deutschland hat man vor Jahren die Atomkraftkritiker in die Nähe von Staatsfeinden gerückt - heute sind es viele andere Themen, die man nicht in der Öffentlichkeit sehen will. Deshalb werden die gesperrten und geschwärzten Akten immer mehr - man brauche einen

"Informationsvorsprung vor der Bevölkerung" -

so ist die Begründung für die Weigerung selbst gerichtlich angeordneter Aktenherausgabe.

Dazu kommt ja noch, dass die deutsche Geschichte per Gesetz festgelegt ist. Und hier versteht man bis heute keinen Spass, da steckt man auch Rentner in den Knast, die etwas zweifelhaft dazu herum schwadronieren. Zweifelhaft wird dann konkretisiert, wenn etwa der bekannte #Honigmann (mittlerweile 70 Jahre alt) verurteilt wird, weil ihm etwa die

"Verwendung hakenkreuzähnlicher Symbole"

nachgewiesen wurde. Er habe auch auf seinem Blog den Holocaust zwar nicht geleugnet, aber immerhin in Zweifel gestellt. Und das ist laut Gesetz verboten, acht Monate muss er jetzt in den Knast.

Solche Urteile darf man aber nicht mit aktuellen Urteilen der letzten Zeit vergleichen - ich rate dringend davon ab, manch einer wurde dadurch radikalisiert, wenn er sich etwas intensiver mit der deutschen Justiz und ihren Urteilen auseinander gesetzt hat.

80% der weltweiten juristischen Literatur

kommen aus Deutschland! Ist das genial - oder ist das genial - oder eher der Beweis, dass Genie und Wahnsinn dicht beieinander liegen? Für den Honigmann wäre es nun allerdings zu spät, seinen Ausweis wegzuwerfen, denn immerhin kommt man dann relativ ungeschoren davon - ohne Papiere!

Siehe die hundert Dealer am Kotti - viele Mehrfachtäter dabei!

Aber die sind auch nicht so dämlich und würden sich ihre steuerfreien Umsätze mit hakenkreuzähnlichen Abzeichen versauen!? Die Berliner Parteien wollten die Dealer ja noch in ein Berliner Gesamtkonzept einbinden, in welches ein Honigmann sicher nicht passt.

Passen Sie jedenfalls gut auf sich auf, es kommen schwere Zeiten! Evtl. sind die Vorgänge in Erdoganien nur ein Testballon, um später solche Szenarien in anderen Ländern effektiver durchzuziehen? Etwa in Uganda, wo sich Minister schon mal selbst ernennen - oh - äh- ich sehe gerade - tschüß'n!