Leider wird mir durch die Berichterstattung von #SAT1 wieder einmal schmerzlich bewusst, dass wir kleinen Web-Blogger und journalistischen "Freelancer" solch eine Recherchearbeit gar nicht leisten könnten, mangels Geld. Langfristige Recherche, oder wie SAT1 über Tage das #Kottbusser Tor mit mehreren Kameras filmen, das kostet Zeit und Geld.

Dies wird mir bei schwierigen Themen immer wieder vorgeworfen:

"Das könnt ihr nur aus anderen Quellen haben - für eigene Recherche habt ihr gar kein Geld!"

Im Falle Kottbusser Tor bin ich allerdings selbst "die langjährige Quelle" -

Augen- und Zeitzeuge

und gleichzeitig Betroffener. Ich habe jahrelang dort gelebt und mit einer #Bürgerinitiative versucht, gegenzusteuern. Viele Bäume, die dort seit 30 Jahren stehen, haben wir seinerzeit gepflanzt. Vieles ist kaputt, mangels Pflege. Denn wer konnte, ist weg gezogen, auch wenn die Wohnungen damals schön waren; auf der Seite zur Admiralstraße hin bereits sehr teuer waren. Ich zahlte für drei Zimmer stolze 950 Mark - was damals viel Geld war.

Ich habe mehrfach zum Kottbusser Tor geschrieben und bin nun selbst als Insider erschüttert, wo die Reise hingeht, zumal namhafte Politiker gerne am Kotti "Schaulaufen", um die Ungefährlichkeit des Platzes zu demonstrieren.

Dort fühlen sich aber auch viele Mentalitäten regelrecht wohl, besonders dann, wenn man die

Einkaufsmöglichkeiten

diverser Substanzen selbst gerne nutzt, bevor man vom Kotti und Görli aus Reisen ins Brandenburger Umland unternimmt, um die Bevölkerung vor "besorgten Bürgern" zu schützen.

Es gab auch den Versuch der Banalisierung, weil viele Hipster in der näheren Umgebung in teure Schicki-Micki Wohnungen gezogen sind und die Zustände am Kotti die Wohnungspreise drücken könnten bzw. der "Erlebnisgastronomie" schaden.

Dabei fahren Touristenbusse gezielt in die Areas, um sich live bei einer öffentlichen

Horror-Rocky-Picture-Show

einen kleinen Kick zu holen?

Für die Opfer jedoch kein Spass!

Die Zustände in den No-Go-Areas Deutschlands sind zwar noch nicht so eskaliert, wie etwa in den US-Slums, aber man hat das Gefühl:

Das ist alles so gewollt - da kochen manche ihr Süppchen damit.

Deshalb nochmal mein dringender Appell:

Leute geht in die Parteien rein - arbeitet mit -

überlasst das Land nicht jenen, die sich aus den Straßenkämpfen der Autonomen heraus in schöne Positionen gebracht haben und ihre Parolen immer noch im Kopf haben:

Deutschland verrecke - Bomber Harris, do it again!

Wie viele wohl im Umfeld des Kotti alleine an Drogen und Suff "verreckt" sind?

Man kann Demokratie nicht vom Fernsehsessel aus konsumieren - sonst wacht man schnell in Erdoganien auf!