Es ist Wahljahr in Deutschland und es wird vielerlei versprochen und gewarnt. Die Schwarzen setzen traditionell auf Wirtschaft und Sicherheit und warnen gleichzeitig vor dem Untergang des Standorts Deutschland durch eine sogenannte linke Republik.

Hier wird der alte virulente Antikommunismus bedient und zur Abschreckung herausgekramt. Dabei geht es Deutschland aus Sicht der Herren und Damen von der CDU so gut wie noch nie und das trotz 12 Jahren Kanzlerschaft von Angela Merkel, einem früheren FDJ-Mitglied. Solche Vorwürfe erhebt man allerdings lieber gegen andere wie zum Beispiel Sahra Wagenknecht, der ein Studium in der damaligen DDR nicht genehmigt wurde.

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Die SPD will es wieder einmal mit sozialer Gerechtigkeit versuchen und setzt hierbei ganz auf Martin Schulz, der nur allzu gerne ungeschehen machen würde, was Herr Schröder der SPD mit seiner Agenda 2010 eingebrockt hat. Die Grünen versprechen uns ein sauberes Deutschland, genau wie die AfD, nur dass dies bei ihnen auf die Religion, nicht auf die Umwelt bezogen ist. Entstanden sind die Grünen aus der früheren Friedensbewegung, später Koalitionspartner der SPD unter Schröder und somit mit verantwortlich gegen den völkerrechtswidrigen Krieg in Ex-Jugoslawien. Hätten sie nicht eine neue Wählerklientel, die der Besserverdiener, die ökologisch essen, aber SUV fahren, für sich entdeckt, hätten sie wahrscheinlich im Verhältnis dadurch so viele Wähler verloren wie die SPD durch ihre Agenda-Politik, die man den Grünen weniger vorwirft.

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Man sieht, es wurde viel Porzellan zerschlagen, aber da einem nichts anders übrigbleibt, enthält man sich entweder der Wahl oder zwingt sich dazu, Vertrauen zu haben. Die Chancen der FDP scheinen diesmal nicht schlecht. Es scheint allerdings, als wisse sie noch nicht genau, womit sie sich von den anderen absetzen und was sie uns versprechen will, denn die Propaganda für noch mehr freien Markt kommt im Moment nicht gut an. Bleibt das Schreckgespenst der #Linkspartei. Man unterstellt ihr einiges und traut ihr gleichzeitig wenig zu, außer dass sie uns in den wirtschaftlichen Ruin treiben wird, sollte sie mitregieren. Neben der AfD ist sie allerdings die einzige Partei, die noch keine Versprechen brechen konnte, da sie nie (mit)regiert hat.

Was steckt hinter der Angst vor links?

Ist es denn wirklich unsere Angst vor dem wirtschaftlichen Bankrott, die Angst vor dem #Kommunismus, die uns vor dem Gedanken einer rot-rot-grünen Regierung so zurückschrecken lässt oder ist es nicht vielleicht auch ein Stück Bequemlichkeit, die uns diese Angst vor uns hertragen lässt, um uns den tatsächlichen Beweggründen unserer Furcht nicht zu stellen? Die Angst davor, dass wir uns persönlich dafür einsetzten müssten, die gesellschaftlich/politischen Verhältnisse so zu gestalten, dass sie weniger Ungerechtigkeit im eigenen Land und sonst überall auf der Welt produzieren, damit es vielleicht weniger Kriege und Fluchtursachen gibt, auch wenn es auf Kosten der eigenen Bequemlichkeit geht, dass wir uns auch unangenehmen Realitäten stellen müssten und uns nicht mehr im Glanz des guten Westens mit seinen tollen Werten baden könnten? #Bundestagswahlen