#Vorurteile spielen in unserer Gesellschaft eine große Rolle. Sie waren und sind schon immer aktuell, und werden ebenso immer aktuell bleiben. Zumindest noch so lange, wie der #Mensch existiert. Ein gutes Stück weit bestimmen sie, ob und wie wir mit jemandem oder einer Personengruppe umgehen.

Ich denke, dass jeder Mensch ausnahmslos Vorurteile hat. Um ehrlich zu sein, behaupte ich das sogar. Wer mir erzählen will, er hätte keine, dem muss ich leider widersprechen. Was er oder sie eigentlich meint, ist dass er/sie seine/ihre Vorurteile bzw. die Impulse dazu unter Kontrolle hat oder sie einfach nur nicht äußert oder ihnen nicht ernsthaft nachgeht. Grundsätzlich befinden sich Vorurteile im Unterbewusstsein und springen quasi dann an, wenn die Situation es ermöglicht und wenn sie meinen, zu der Situation oder dem Menschen zu passen. Das sind Impulse, die für gewöhnlich nicht willkürlich sind.

Die Kunst hierbei ist es, diese nicht zu übernehmen, sondern als Vorurteile zu erkennen, sie abzufangen und sie nochmal zu überdenken. Sie nicht einfach walten zu lassen, weil es bequem ist. Vorurteile nisten sich automatisch im Laufe unseres Lebens im Unterbewusstsein ein.

Vorurteile entstehen durch Erfahrungswerte, durch das Leben: Kindheit, Erziehung, Umfeld etc..

Aussagen, Meinungen Erwachsener, die wir in der Kindheit aufgeschnappt und abgespeichert haben. Oder auch eine Nachricht im Fernsehen, die in irgendeiner Weise auf den betroffenen Menschen oder die betroffene Menschengruppe, wenn auch nur im Entferntesten, zuzutreffen scheint. Oder vielleicht auch persönliche Erfahrungen, die, wenn auch nur zufällig, etwas mit einer ähnlichen Person oder Personengruppe zu tun hatten. Was Gehirn und Seele wie abspeichern, liegt nicht in unserer Macht. Das passiert oder auch nicht. Und davon ist kein Mensch ausgenommen.

Der Idealfall:

Wenn ein Vorurteil aus dem Unterbewusstsein in den Kopf schießt, was mir und jedem anderen Menschen täglich, wenn nicht sogar ständig, passiert, dann sollte der Verstand sofort registrieren, um was für eine Art von Gedanke es sich handelt. Dies sollte zur Folge haben, dass tatsächlich nochmal darüber nachgedacht und das Vorurteil mit der Wirklichkeit verglichen wird. Entweder verwerfen Sie alles wieder oder Sie passen es an die Wirklichkeit an. Natürlich gibt es auch Impulsgedanken, die Sie nicht einfach kurz mit Tatsachen vergleichen können, da Sie diese weder im Kopf, noch bei sich haben. Dann sollten Sie aber sichergehen, dass Sie den Gedanken wenigstens erst einmal nicht weiterverfolgen.

  • ! Immerhin hat dieser in dem Moment, so oder so, weder Hand, noch Fuß.

Hauptsächlich geht es hier um das Zusammenspiel zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein bzw. Verstand und Seele. Der Verstand hat die Aufgabe, sich einzumischen, wenn die Seele anfängt, ihre alten Kamellen auszupacken, was sie leider sehr gerne tut ... egal, in welchem Zusammenhang.

Es geht auch um Achtsamkeit. Selbstreflexion ist hierbei sehr wichtig. Generell, im Leben und in der sozialen Interaktion, ist Selbstreflexion von großer Bedeutung.

Oft basieren Vorurteile auch auf Halbwissen. Es gibt viele Vorurteile, die mit ein bisschen Recherche sehr leicht zu revidieren wären. Man muss eben auch um die Ecke denken. Aber, wie wir wissen, ist es bequemer, sich nicht darum zu bemühen und Vorurteile einfach Vorurteile sein zu lassen.

Wenn sich nur ein paar Menschen diesen Artikel hier zu Herzen nehmen, dann habe ich mein Ziel schon erreicht. Es ist mir wichtig, zum Nachdenken zu bewegen, so wie auch ich schon oft zum Nachdenken bewegt wurde und/oder werden musste. Das Leben ist ein einziger Lernprozess, für jeden von uns.

„Man lernt nie aus: Aus diesem Satz sollte man lernen!"

- Gerhard Uhlenbruck - #Gesellschaft