Nach dem Anschlag auf den #BVB wurde bereits ein Tatverdächtiger festgenommen. Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen. Es gibt eindeutige Hinweise auf eine gezielte Tat mit islamistischem Hintergrund, jedoch nur eine sehr dünne Beweislage gegen zwei Verdächtige.

#Terror, TERor, TERROR!

Eines hat der Anschlag aber jetzt schon geschafft: Das Wörtchen „Terror“ ist wieder in aller Munde. Und nichts, absolut gar nichts, übertüncht die eigentlichen Fehler, die in Nahost seit Ende des 2. Weltkrieges gemacht werden, besser als das mediale Spiel mit dem Terror. Der Westen lernt nichts aus diesen Fehlern, die spätestens 1953 mit dem Sturz des iranischen Premierminister Mossadegh begannen.

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Muss er auch nicht, solange stetig genährte Angst in der christlichen Welt zu stetig mehr Hass gegen den Islam führen. Aber auch der islamistische #Terrorismus lebt von dieser Angst und der damit einhergehenden Spaltung der Religionen und damit der Guten von den Bösen - den Gefährlichen.

Gezielt auf „unsere Helden" schießen

Dabei scheint das Wesen dieses Anschlags-Terrorismus jetzt auch noch wandelbar – von willkürlich bis persönlich – gezielt war es ja schon immer. Mit dem jetzigen Attentat auf den BVB-Mannschaftsbus erleben wir eine Personifizierung der Ziele. Sollte es sich, was noch niemand wirklich sagen kann, tatsächlich um einen islamistischen Anschlag handeln, dann hat man sich entschlossen nun auch gezielt auf „unsere Helden“ zu schießen. Da haben die Kicker des BVBs schon Signalwirkung, in welchem Masse potenzieren ließe sich diese wohl mit gezielten Attacken gegen vermeintlich unverwundbare Berufshelden wie Willis, Van Damme oder Stallone.

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Ja, es geht um Angst, um die geht es immer. Denn eben diese macht uns blind und damit lenkbar!

Dünne Beweise

„Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen“, beginnt das 15-zeilige Dortmunder Bekennerschreiben, das es in drei Ausführungen gibt. Gefunden hatte man es kurz nach dem Anschlag in Tatortnähe. Maßgeblicher Inhalt: Drohungen gegen Schauspieler, Sänger und Sportler. Angeblich ein Deutscher und ein Iraker, beide aus Nordrhein-Westfalen, sollen Tatverdächtig sein. Eine Person, so teilten die Ermittler mit, ist vorläufig festgenommen worden. Um welchen der beiden Verdächtigen es sich dabei handelt, bleibt unklar. Alleine die Tatsache, dass die Beweislage nur für die Verhaftung eines Verdächtigen ausreicht, zeigt, wie dünn die bisherigen Ermittlungsergebnisse wohl sind.

Ziel erreicht!

Aber von wem dieses Bekennerschreiben auch stammen mag, so hat es sein Ziel erreicht. Dagegen stehen auch nicht die vollen Stadien am gestrigen Abend in München und Dortmund. Da ja das eigentlich Thema heute die „verständlichen Niederlagen“ nach „dem gestrigen Schock“ sind. Plan: Angst, Ziel: Angst, Treffer: Angst.

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