(StS/NYC) An der CDU lässt sich derzeit großartig studieren, wie politisches Handwerk funktioniert. Wir erinnern uns: die an sich pragmatische Angela #Merkel hatte in einem Moment der geistigen Umnachtung Millionen illegaler Migranten unkontrolliert ins Land strömen lassen. Sie war damals der führende Mensch, aber auch ein von den linksgrün durchsetzten deutschen Medien verführter Mensch. Denn dass die veröffentlichte Meinung in Deutschland schon lange nicht mehr die öffentliche Meinung ist, kann inzwischen fast jeder erkennen, der nicht verbohrt, deppert oder anderweitig verblendet ist.

Nun stehen Wahlen an und die Bundeskanzlerin muss dringend ihren Kurs ändern, sonst wird das nichts mehr mit einem Wahlsieg.

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Doch wie macht man sowas, wenn man sich als Kanzlerin so weit aus dem Fenster gelehnt hat? Ok, Merkel ist für ihre 180-Grad-Wenden bekannt, man denke nur an den spontanen Atomaustieg oder den Mindestlohn, aber hier ist die Lage eine andere. Beim Thema "Flüchtlinge" hat die Kanzlerin europäisches und deutsches Recht gebrochen (u.a. die Verträge von Dublin und Schengen) und wurde von der deutschen Linken als Schwester im Geiste adoptiert. Aus solch einer Nummer wieder rauszukommen, um zu Recht und Ordnung zurückzukehren, ist ein Drahtseilakt. Denn einerseits wird Angela Merkel jetzt die deutsche Linke und die Großstadtbohème enttäuschen, andererseits muss sie es hinbekommen, dass die Konservativen ihr den gigantischen Fehler nachsehen, den sie 2015 begangen hat.

Was also tun?

Die Sache läuft jetzt so.

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Erst führt man vorsichtige Hintergrundgespräche mit Journalisten, um ein paar Akzente zu setzen und vorbereitende Zeichen zu geben. Dann stellt man den Koalitionspartner ruhig, etwa indem man ihm den Vortritt beim Präsidentenamt lässt. Es folgt die dritte Garde, die man als Testballons an die Medienfront schickt. Wenn das gut aufgenommen wird, ist das direkte Umfeld dran - möglichst die loyale Kollegen. Wenn auch das gelungen ist, tritt die Chefin selbst vor die Kameras und vollzieht die scharfe Wende. Der Autor dieser Zeilen prognostiziert sogar eine sehr scharfe Wende.

Phase vier aktiviert!

In dieser Lesart befindet sich die CDU mit ihrer Bundeskanzlerin gerade in Phase vier: die Stellvetreter werden vorgeschickt. Diesmal in Person, der sympathischen Julia #Klöckner, die sich ein strahlendes Lachen aus ihrer Zeit als Weinkönigin erhalten hat. Gäbe es eine idealere Besetzung, um harte Wahrheiten zu verkünden? Die Stellvertreterin von Angela Merkel als CDU-Vorsitzende sagte dem Weser-Kurier sinngemäß, das Multikulti-Getue sei "gescheitert“, "falsch verstandene Toleranz" dürfe es nicht mehr geben, denn das sei "ein Signal der Schwäche".

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Stattdessen müsse man klar machen, was deutsch ist und das auch bewahren. Für die CDU-Vize gehe es gar nicht, wenn islamische Männer ihre Gatinnen davon abhalten, gemischt-geschlechtliche Deutschkurse zu besuchen. Extrakurse für Frauen? Nicht mit Julia Klöckner!

Ein bisschen FPÖ?

Wenn man so liest, was sie und andere Christdemokraten gerade sagen, dann wird Angela Merkels politische Pirouette in Sachen Immigration zu einem dreifachen Rittberger. So sehr verändert sich gerade der Ton in der CDU. Schon vor Tagen hatte in Phase drei der inhaltlichen Wende die erweiterte CDU-Führung ein Islamgesetz gefordert, das in dieser Form nichts anderes wäre als ein Stachelhalsband für jeden Islamverband. CDU-Vize Klöckner unterstützte laut dts nun noch einmal explizit diese Forderung. Schließt man also dieser Tage die Augen, streicht alle Namen und hört sich nur das an, was in der CDU gesagt wird, könnte man meinen, das Konrad-Adenauer-Haus hätte sich mal eben schnell Herbert Kickl ausgeliehen. Der ist das Propagandagenie der rechtsnationalen FPÖ in Österreich, die Ende 2016 fast die dortigen Präsidentschaftswahlen gewonnen hätte und legendär als jemand, der den politischen Gegner nur mit Worten in Einzelteile zu legen vermag.

Wann kommt Merkel aus der Deckung?

Da keiner ihrer Testballons in Sache "Wende nach Rechtsaußen" bislang geplatzt ist, dürfte die Kanzlerin sich eher bald als später auch selbst aus der Deckung waren. Alternativlos wird sie dann ihre katastrophale Grenzöffnung von 2015 zum notwendigen, aber nur kurzzeitigen, humanitären Akt umdeuten und ein Wahlprogramm vorlegen, mit dem sie die AfD von rechts überholen wird. Und wenn wir noch ein wenig Phrophetie wagen wollen, dann gehen wir mal davon aus, dass zur Bundestagswahl das Land von Flensburg bis Garmisch von schwarz-rot-goldenen CDU-Plakaten zutapeziert sein wird. Das kommt so, glauben sie es ruhig.

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