Internet-Hypes und Fake News werden oft bloß als digitale Seifenblasen des Internets abgetan, die durch die Euphorie der sozialen Medien zu dem gemacht werden, was sie sind - ein Produkt der Fantasie! Das Internet, allen voran die sozialen Netzwerke, haben dazu beigetragen, dass der Begriff "#Hype" mit „#Fake News“ gleich gestellt wird, und gemeinsam zu Grabe getragen wird. Verendet sind beide in ihrem großen Erfolg, an der Inflationierung der „alternativen Wahrheit“, die zu einem Tiefstand des Vertrauens in die Medien geführt hat.

Das Wikipedia-Imperium schlägt zurück

#Wikipedia-Gründer Jimmy Wales will mit einer neuen Plattform Fake News im Internet den Garaus machen.

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Er eröffnete im April 2017 dazu „WikiTribune“, auf der er künftig „sauber recherchierte Artikel“ veröffentlichen will. Die Informationsqualität dieser Artikel sollte „auf Fakten beruhen“ und „einen wirklichen Einfluss auf örtliche und globale Ereignisse haben“. Nach dem Wikipedia Prinzip soll es keinerlei Gebühren geben und zugleich soll auf Werbung verzichtet werden. Auch stellt sich die Frage, wie rechtfertigt der Wikipedia-Gründer Jimmy Wales seine Prinzipien gegenüber dem Vorwurf, Beiträge in seiner Online-Enzyklopädie massiv zu zensieren.

Interessen der Wikipedia führen zu "Fake-News und Verleumdungen"

Im Sinne der Medien-Demokratie sollen bei „WikiTribune“, zehn professionelle Journalisten gleichgestellt mit der „WikiTribune“-Community die Berichte auf ihre „faktische Richtigkeit“ prüfen.

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Die Plattform soll zudem einen Beraterstab zur Seite haben, dem der US-Journalismusprofessor Jeff Jarvis angehört.

Investigative Journalisten wie Markus Fiedler und Frank Michael Speer haben Wikipedia genauer unter die Lupe genommen und erstaunliche "dunkle Seiten" dabei entdeckt, die in dem Dokumentarfilm "Zensur - die organisierte Manipulation der Wikipedia und anderer Medien", veröffentlicht wurden.

Der Journalist Ken Jebsen spricht sogar davon, dass die geopolitischen Interessen der Wikipedia dazu führen, dass „Fake-News und Verleumdungen“ produziert würden. Denn die Einträge bei Wikipedia werden oft als „wissenschaftlich belegt“ ausgewiesen, doch in Wahrheit „ist Wikipedia eine kleine Zelle, die umstellt ist von subversiven Think-Tanks, die auch von merkwürdigen Menschen querfinanziert werde", so Ken Jebsen.

Destabilisierung soll Sehnsucht nach Orientierung erzeugen

Die massive Zunahme der Hypes und Fake News im Internet ist demnach nicht allein dem Zufall und der explosionsartigen Ausdehnung des World Wide Web zuzuschreiben. Es stellt sich immer mehr die Frage, ob nicht bewusste Destabilisierung dahinter steckt? Oder ob zuerst das von Gewissheit getragene Bild, wie es mit der Welt weitergeht, genommen werden soll, damit in Folge eine Sehnsucht nach Orientierung und Wahrheit entsteht? Und dafür steht bereits eine vertrauenswürdige digitale Infrastruktur bereit, die so tut, als hätte sie den Weitblick gehabt, die Inflationierung der „alternativen Wahrheit“ vorauszusehen.