Vor rund 2700 Jahren haben Gelehrte des königlichen Palastes in Ninive eine Kopie von einer der wichtigsten Keilschriftdokumente der königlichen Sammlung angefertigt. 2500 Jahre später hat Henry Layard diese Keilschrifttafel in den Überresten der königlichen Bibliothek gefunden. Die Tonscheibe landete schlussendlich in der Keilschriftsammlung des Britischen Museums unter der Bezeichnung K8538 Planisphäre, wo es über 150 Jahre dauerte bis sie entschlüsselt wurde.

Meisterwerk absoluter, wissenschaftlicher Perfektion

Im Jahr 2007 ist den beiden Briten Mark Hempsell und Alan Bond mit Hilfe der Raketentechnik die Sensation gelungen.

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Planisphäre K8538 eine 2700 Jahre alte Keilschriftscheibe mit ca. 18 cm Durchmesser wurde als Himmelskarte absoluter, wissenschaftlicher Perfektion entschlüsselt.

Im Jahr 2011 hat Mark Hempsell im Rahmen eines Vortrags diese Keilschriftscheibe mit einem massiven Felssturz vor etwa 5000 Jahren, in den Österreichischen Alpen in Zusammenhang gebracht. Der Raketenforscher und Astronom umriss seine Theorie, indem er einen Felssturz in den Tiroler Alpen mit der Explosion durch einen Meteoriten begründete. Die beiden Wissenschaftler veröffentlichten in ihrem Buch "A Sumerian Obersvation of the Köfels`Impact Event" die Gründe ihrer Theorie die sie durch folgende Fakten untermauerten:

  • Die Himmelsscheibe K8538 ist, obwohl von Assyrern hergestellt, die Kopie einer älteren astronomischen Aufzeichnung der Sumerer.
  • Die Planisphäre zeigt eine 360 Grad Sicht des Nachthimmels kurz vor Sonnenaufgang. Die Einordnung der Planeten und der zeitlichen Informationen der Himmelsscheibe ermöglichen die Bestimmung des Datums, 29. Juni 3123 v. Chr.
  • Die Hypothese, dass die Himmelsscheibe die Auswirkungen des Köfels-#Asteroiden darstellt, erfordert zwei Punkte.
  • Erstens muss es sich um die Aufzeichnung des Aufpralls eines erdnahen Asteroiden handeln, was impliziert, dass es mit bloßem Auge erkennbar gewesen sein muss, wie der diskutierte Gegenstand auf der Erde eingeschlagen hat.
  • Zweitens muss sich bestimmen lassen, dass der Himmelkörper derjenige war, der in Köfels eingeschlagen ist.

Feuerball am Himmel

Diese Schlussfolgerungen machen K8538 zu einem bemerkenswerten Gegenstand, der einen Blick auf ein bemerkenswertes Ereignis gibt, das am frühen Morgen am 29.

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Juni 3123 v.Chr. stattfand. Eine kleine Gruppe von Astronomen, die eine routinemäßige Beobachtung des Himmels an einer speziellen Beobachtungsstelle durchführten, verzeichneten eine ankommende Wolkenfront aus dem Südosten und die Position der Planeten. Plötzlich erscheint ein helles Objekt hinter den Wolken, das sich schneller bewegt als alles, was sie je im Himmel gesehen haben.

Ungelöster Fall der Katastrophenarchäologie

Es gibt noch viele Probleme die es in diesem Fall zu lösen gibt. Das größte Hindernis ist die chronologische Einordnung. Eine am Standort Köfels durch geführte Radiokohlenstoff-Datierung vom Holz, das vom Erdrutsch begraben wurde, ist auf etwa 7800 v.Chr. datiert worden, das ist etwa 4000 Jahre früher als Bond und Hempsell den Asteroideneinschlag zeitlich einordneten. Daher bleibt der Asteroideneinschlag in den österreichischen Alpen weiterhin ein ungelöster Fall der Katastrophenarchäologie. #grenzwissenschaft #Archäologie