Verdi-Chef Frank Bsirske sagte gegenüber der DPA (Deutsche Presse Agentur) zum Wahlkampf des Kanzlerkandidaten Martin #Schulz der SPD, dieser habe die richtige Thematik aufgegriffen und er gehe davon aus, dass es nun vorangebracht wird. Er unterstützt Schulz bei dem Ziel in #Deutschland wieder mehr Gerechtigkeit zu schaffen, wobei er davon ausgeht, dass Schulz sich auch dem Thema Rente annimmt. Da wir die Förderung von Bildungsteilzeiten brauchen, so ist eine Investition durch die Gesellschaft in Aus- und Weiterbildung notwendig. So lobte Bsirske den Plan von Schulz die Bezugszeit der Arbeitslosengeld I zu verlängern.

Deutschland ist ein reiches Land!

Deutschland mit seiner wachsenden Wirtschaft ist ein reiches Land mit größer werdender Ungerechtigkeit durch sehr ungleich verteilte Vermögen.

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Die soziale Spaltung werde durch die niedrigen Einkommen noch verstärkt, laut Bsirske.

Eine ganz andere Ansicht hat hierzu der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Ingo Kramer, der vor Schwarzmalerei warnte. Kramer meinte gegenüber DPA hierzu er wäre der Meinung, dass bis zu 90% der in Deutschland lebenden Menschen mit ihrer Arbeits- und Lebenssituation zufrieden sind! Man könne daraus kein großes Gerechtigkeitsdefizit ersehen.

Dann sollte sich hierzu nur die Frage lohnen, woher der große Unmut und die Zerrissenheit in der Meinung in Deutschland kommen?

Nach Bsirske hingegen sei von der Kita bis hin zum Bildungs- und Weiterbildungswesen eine starke Lücke in der Finanzierung vorhanden, dabei wies er auf die bei der öffentlichen Infrastruktur bestehenden extremen Investitionsdefizite hin.

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Die Gerechtigkeitsprobleme kommen durch das Zusammentreffen von ungleich verteilten Vermögen, einer Armutsbevölkerung und einem großen Investitionsbedarf.

Die SPD rief der Gewerkschaftschef zu einer neuen Steuerpolitik für die Finanzierung sozialer Aufgaben und für die dazu benötigten Investitionen auf.

"Dass es in unserem Land gerechter zugeht", verspricht der Kanzlerkandidat Martin Schulz, der für einen fairen Wahlkampf steht und auch Hannelore Kraft (SPD), Nordrhein-Westfalens Regierungschefin, verspricht mehr soziale Gerechtigkeit im Landeswahlkampf.

Wer hat denn nun Recht? Wie sieht es um die soziale Schieflage in unserm Land wirklich aus?

(Quelle für den Artikel „Die Zeit Online“ vom 20. April 2017) #Armut