(StS/NYC) Erst "Lügenpresse", dann "Fake News". Die Beschimpfungen der Presse können einem schon langsam auf den Geist gehen. Doch wo Rauch ist, da ist meist auch Feuer, weiß der Volksmund. Stimmt, und selten hat sich ein Journalist so offensichtlich dabei ertappen lassen wie #Stefan Simons für das deutsche Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Wer wissen will, warum manche Leser kotzen könnten, wenn sie in Deutschland gemachte Medien konsumieren, der braucht sich nur dieses unterirdische Machwerk anzuschauen. Zur Klarstellung und zum besseren Verständnis: Blasting News deutsch ist neutral made in Switzerland und unser Team Politik sitzt in New York, um gänzlich unbeeinflusst vom Niedergang der deutschen "Qualitäts-Presse" unsere Arbeit machen zu können.

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Schauen wir uns jetzt also das Machwerk des Herrn Simons (30.04.2017, 18:39 Uhr MESZ, #Spiegel Online) einmal genauer an.

1. Die Überschrift

Kollege Simons suggeriert mit der Headline "Le Pens Euro-Kehrtwende - Au revoir, Frexit!" auf Spiegel Online, dass Frau #Le Pen den Ausstieg aus der EU aus ihrem Wahlprogramm gestrichen habe. Hat sie nicht. Punkt. Es gibt dafür nicht einmal den Hauch eines belegbaren Faktums. Dieser Punkt stammt aus dem Hirn von Herrn Simon und gewiss nicht von Frau Le Pen.

2. Die Behauptungen

Wörtlich schreibt Herr Simons "Marine Le Pen verabschiedet sich von ihrem wichtigsten Wahlversprechen - der Abkehr vom Euro". Pathethisch endet er mit den Worten: "Der Euro ist tot, es lebe der Euro." Ersteres, sehr geehrter Herr Kollege Simons, ist schlicht falsch - und der pathetische Abschlusssatz ist es damit auch, bloß dank des peinlichen Pathos noch ein ganzes Stück peinlicher.

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Für Sie Herr Simon, nicht für Madame Le Pen.

3. Die Tatsachen

Marine Le Pen steht vor der schwer zu vollbringenden Aufgabe, gegen Emmanuel Macron in der kommenden Stichwahl so stark zu punkten, dass sie gegen jede Umfrage doch noch als Siegerin vom Platz geht. Dafür muss sie die Wähler jener rund 76% Franzosen umgarnen, die latent bis offensiv europaskeptisch gewählt haben. Dafür hat sie jetzt ein Bündnis mit Nicolas Dupont-Aignan geschlossen, der in der ersten Wahlrunde knapp 5% der Wählerstimmen einsammeln konnte. Nun ist Dupont-Aignan zwar auch ein Euro-Skeptiker, doch kein so radikaler wie Marine Le Pen und ihr Front National. Deswegen hat sie den Ausstieg Frankreichs aus dem Euro noch einmal explizit unter den Vorbehalt eines Volksentscheides gestellt und an der Zeitachse geschraubt. Das hat sie zwar auch schon vorher immer mal, doch jetzt betont sie es. Gleiches gilt für den "Frexit", also den Ausstieg nicht nur aus dem Euro, sondern aus der EU als Ganzes. Dieses Vorhaben stand bei ihr ohnehin schon immer unter striktem Referendumsvorbehalt.

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Wer anderes behauptet, der lügt.

4. Der Zerr-Spiegel

Kollege Simons hat aus dieser kleinen Nuancen-Adaption im Programm von Marine Le Pen eine "Spitzkehre" gemacht und er schwurbelt weiter: "Ohne Scheu opfert auch Marine Le Pen ihr Wahlversprechen taktischem Kalkül." Ähm, nein, verehrter Stefan Simons, das tut sie nicht. Wirklich so gar nicht. Vielleicht hatten Sie, Herr Kollege, nur einen schlechten Tag oder sind des Französischen nicht so mächtig wie Sie es gerne hätten, um Madame Le Pen folgen zu können - oder Sie haben ihr bei ihren Auftritten und Reden einfach nicht genau zugehört. Aber niemals Stand ein Euro-Ausstieg oder gar ein "Frexit" ohne Volksabstimmung auf der Agenda der Marine Le Pen. Niemals. Volksabstimmungen waren immer Teil ihrer Wahlplattform. Aus einer kleinen Programmadaption auf der Zeitschiene jetzt eine "Spitzkehre" zu machen und das dann auch noch auf der Startseite von Spiegel Online dem deutschen Leser als Journalismus zu verkaufen, das ist schlicht dreist und Volksverdummung erster Güte.

5. Die Konsequenzen

Falls Stefan Simons oder seine Vorgesetzten diesen Artikel überhaupt lesen sollten, werden sie eine ihrer üblichen Tiraden gegen die alternativen Medien absondern. Dass wir bekämpft werden und als "Fake News" oder Schlimmeres beschimpft, sind wir schon gewohnt. Daher ist es uns herzlich egal, wenn Herr Simon vor Wut seinen Hut frisst. Fakt ist: Sein Artikel ist eine vor Verdrehungen von Tatsachen überquellende Polemik auf Basis von Unwahrheiten angerichtet auf pathetischem Geschwurbel. Ein eindrucksvolles Werk des täglich an Niveau verlierenden deutschen Journalismus.

6. Fakten. Swiss made.

Wir werden auf jeden Fall weiter gegen diese Volksverdummung vorgehen. Aus der Schweiz und aus den USA, denn in der gegenwärtigen Atmosphäre in Deutschland und der EU kann man kaum freisinnig und faktisch korrekt arbeiten. Alles ist irgendwie ideologisiert. Es zählt die Gesinnung mehr als die Fakten. Wie konnte es nur soweit kommen?