(StS,SE,QN,SN/NYC) Blasting.News ist ein faszinierendes Projekt, das eine tolle Erfolgsgeschichte hingelegt hat. Als wir anfingen im Auftrag von Blasting.News zu schreiben, war es bereits unter den Top 150 Webseiten der Welt. Inzwischen ist es bald unter den Top 100. Wir sind diesen Weg von New York aus mit der deutschen Ausgabe von Blasting.News gegangen, um dem Projekt auf Deutsch ein markantes Profil zu geben. Heute ist dies dennoch unser vorerst letzter Artikel für Blasting.News deutsch.

Wir sagen bye bye!

Wir haben heute dem Community Management mitgeteilt, dass wir als kleine Agentur unsere Aufmerksamkeit wieder auf jene Kunden konzentrieren müssen, die uns sprichwörtlich "die Miete bezahlen".

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Sie werden uns also auch weiterhin in den USA und Deutschland lesen können, allerdings nicht mehr bei Blasting.News. Unsere Entscheidung Blasting.News zu verlassen ist uns nicht leicht gefallen. Anders als die vielen Schlechtreder haben wir dieses Medium schätzen gelernt, haben in seinem Auftrag gerne die Leitartikel betreut, aber auch seine Grenzen erfahren.

Wir müssen ehrlich sein!

Wir wollen auch ganz offen sein: als kleine Agentur beliefern wir normalerweise Medienhäuser als Themendienst nicht mit Namensartikeln. Allseits hört man die Rufe der Leser nach meinungsstarken und frei geschriebenen Nachrichten. Doch sobald man mit dem gespitzten Bleistift schreibt, gar noch unter seinem bürgerlichen Namen, wird es schnell ungemütlich. Irgendwem tritt man immer auf die Füße. Dass dies aber sogar teilweise bis zu Morddrohungen gegen einzelne Autoren ging, war selbst uns als erfahrenen Journalisten eine ganze Kante zu heftig.

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Wir verstehen jetzt jede Kollegin und jeden Kollegen besser, der ausschließlich unter Pseudonym schreibt oder - wie wir normalerweise - als Lieferanten für Verlagshäuser als Themendienst.

Wachstum bedeutet Begrenzung!

Hinzu kommt, dass auch Blasting.News unseres Eindrucks nach Opfer einer Tendenz wurde, neue und innovative Produkte im Medienbereich immer stärker von außen her mit der Keule "#Fake News" zu steuern. Das wäre ganz klar ein Angriff auf die #Pressefreiheit. Denn nein, diese Plattform verbreitet keine Fake News! Wer Social Journalism macht, der muss mit Spannungen leben lernen. Wer Hobbyautoren einlädt, ein Magazin mitzugestalten, der wird auch wirre Beiträge ertragen müssen. Wer eine konservative Agentur an die Tasten lässt und Artikel mit hohem Leserzahlpotential erwartet, muss Zuspitzungen einkalkulieren. Und wie jeder Mensch machen auch Journalisten ab und zu handwerkliche Fehler. Dafür gibt es die Möglichkeit der Richtigstellung oder den Rückzugs eines Beitrags. Das ist nichts Neues, sondern etwas seit Urzeiten Normales.

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Fake News, also absichtliche Lügen jenseits der Meinungs- und Pressefreiheit, sind uns persönlich bei Blasting.News niemals begegnet.

Gefährliche Hysterie?

Freie Journalisten, aber auch größere Agenturen haben gar nicht die Ressourcen, um alles bis ins Details wie Detektive auszurecherchieren. Auch das ist nichts Neues. Oder warum müssen auch so große Blätter wie bspw. die BILD, DER SPIEGEL oder die SZ immer wieder mal Richtigstellungen drucken? Wenn uns etwa ein Informant aus Los Angeles etwas "steckt", dann kann man nicht in den nächsten Flieger steigen, an die Westküste fliegen und sich von dem Mann eine eidesstattliche Versicherung holen, um dann 20 Dollar - oder eine andere absurd niedrige Summe - an dem Artikel zu verdienen. Das hat noch nie ein Journalist getan und es wird auch nie einer tun können - es sei denn er arbeitet für ein riesiges Medienhaus ohne Kostendruck, aber wo gibt es so etwas noch? Die Aufregung um "Fake News" hat daher auch etwas von einer unberechtigten Hysterie, mit der man "endlich" unliebsame Meinungsbildner zum Schweigen bringen kann. Diese Gefahr ist real, wenn nicht sogar realer als das Phänomen "Fake News" selbst. Denn wer schreibt denn wirklich erfundene Artikel? Die berühmte "Zeitungsente" gab es schon immer und sie war stets eine seltenes Phänomen.

Fakten sind keine Nachrichten!

Hinzu kommt, dass Fakten alleine keine Nachrichten sind. Wenn also bspw. gerade Präsident Trump Obamacare im Repräsentantenhaus kippen konnte, ist das ein Fakt. Abzuleiten, dass dies eine hilfreiche Maßnahme für die medizinische Versorgung in den USA ist, wäre das schon "Fake News"? Oder eine legitime Interpretation im Rahmen der Pressefreiheit?

Nicht irritieren lassen!

Wir wünschen Blasting.News den Mut, weiterhin der Fake News Hysterie nicht anheim zu fallen - sondern seinen Bürgerjournalismus eisern fortzuführen, mit allen Ecken und Kanten.

In diesem Sinne allen Lesern einen herzlichen Dank.

Bleiben Sie uns gewogen, wir lesen uns andernorts. #Blasting News