Immer mehr Bergsteiger erklimmen den #Mount Everest. Die Behörden in Nepal erleben heuer einen riesigen Ansturm. Der höchste Berg der Welt ist das "Mekka" eines jeden Bergsteigers, das er einmal im Leben erreichen möchte. Noch dazu ist der Eintritt zum Dach der Welt jetzt schon ab 10.000 Euro möglich. Das garantiert große Umsätze in der Tourismusbranche, bringt aber auch ein großes Problem - eine #Müll-Lawine!

Tourismus zerstört das ökologische Gleichgewicht

Dass die Touristen ihr Leben in hohem Grade riskieren, ist nur ein negativer Aspekt. Gleichzeitig wird das ökologische Gleichgewicht dieser einzigartigen Hochgebirgsregion schwer gestört.

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Die Veranstalter sind die eigentlichen Auslöser für diesen Touristenansturm, da sie mit Seilen, Leitern und anderen Hilfen, einen möglichst mühelosen Aufstieg vorbereiten. Sie legen die Infrastruktur, die einen Massenansturm erst möglich machen, sodass unerfahrene, aber gut zahlende Hobby-Bergsteiger, in diese lebensbedrohliche Situation gelangen.

Keine Kraft für den Rücktransport des Mülls

Dies führt zu einer Umweltverschmutzung in einem Ausmaß, das die zuständigen Behörden überfordert. Die Anstrengungen, Müll mit hinunter zunehmen, sind nicht überaus groß. Die wenigsten Expeditionen praktizieren eine Entsorgung des Abfalls ihrer Teilnehmer. Da die meisten Bergsteiger am körperlichen Limit sind, wenn sie den Gipfel des Mount Everest erreichen, fehlt ihnen die Kraft für den Rücktransport des erzeugten Mülls.

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Noch dazu ist der Abstieg ebenfalls lebensgefährlich, da es Gletscherspalten und andere Hindernisse zu überwinden gilt. Interessant ist, dass fast kein Bergsteiger ein übergroßes Umweltbewusstsein besitzt, was wiederum verständlich ist, da jemand der um sein Leben kämpft, sich keine Gedanken mehr über Umweltschutz macht.

Die Frage der umweltgerechten Müllentsorgung nicht geklärt

Experten sagen zwar, dass die Müllsituation am Everest seit etwa zehn Jahren besser wird und die Regierung neue Regeln geplant hat. Zur Zeit ist die Regelung, dass die Teilnehmer einer Expedition eine Kaution hinterlegen müssen, die sie nur zurückbekommen, wenn sie genug Müll mit hinunter nehmen. 8 kg pro Teilnehmer ist das Minimum. Auch wenn es anscheinend Kontrollen geben soll, entspricht diese Maßnahme nicht der Größe des anfallenden Mülls und verhindert nicht die immer größer werdende Müll-Lawine auf dem Mount Everest. Zudem bleibt die Frage ungeklärt, wo in den unteren Regionen der mitgebrachte Müll umweltgerecht entsorgt wird. Jedenfalls ist das Umweltbewusstsein der ansässigen Bevölkerung überaus gering.

Es ist schwer eine einheitliche Feststellung über die Umweltsituation in der gesamten Region zu treffen. Tatsache ist die außergewöhnliche Vielfalt der Natur am Himalaja. Damit dieses Juwel der Natur für spätere Generationen erhalten bleibt, ist ein Umdenken, weg vom Massentourismus, hin zu einem respektvollen Umgang mit der Natur und den natürlichen Ressourcen, sowie die Vermeidung von Abfällen und Müll, unumgänglich. #Umwelt