Darwin und das Auto

Gehen wir doch einmal von der unsinnigen Annahme aus, Autos wären Lebewesen mit einem angeborenen Überlebenswillen und müssten sich unter evolutionären Rahmenbedingungen fortentwickeln. Kein darwinistisches Prinzip würde eine Spezies hervorlocken, die nur Überleben kann, wenn eine nicht vorhandene biotopische Nische erst noch geschaffen werden muss. Vielmehr würde ein Lebewesen versuchen eine vorhandene Nische besser als der Vorgänger für sich zu nutzen und die unterlegene Spezies somit auf Dauer zu verdrängen. Die Grünen haben gerade beschlossen, den Verbrennungsmotor zur aussterbenden Art zu erklären. Dies hat gute Gründe, da fossile Brennstoffe nicht unendlich sind und die Stickoxid- und Feinstaubbelastung in Ballungsgebieten zunehmend die parasitär lebende Gattung Homo sapiens in gesundheitliche Bedrängnis bringt.

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Aus sehr verständlichen Gründen wollen wir aber das Frühableben von Homo sapiens in Großstädten nicht beliebig hinnehmen.

Politischer Wille

Winfried Kretschmann, einer der wenigen vernunftgeplagten Ökopolitiker, hat ja auch schon festgestellt, dass Ladestationen von Tesla oder anderen Fahrstromanbietern bei 5 Millionen PKW und mindestens 20 Minuten Ladezeit eine enorme logistische Herausforderung wären. Gehen wir also von der Biotopseite an das Problem heran. Wir haben flächendeckend in Deutschland Gastankstellen, die gasbetriebenen PKW Treibstoff zur Verfügung stellen können. Das Ziel der Emissionsfreiheit bei PKW ist begrenzt. Reifenabrieb und Bremsstaub werden sich auch bei Elektroautos nicht völlig vermeiden lassen. Was reduziert werden kann, sind die Verbrennungsrückstände der Energieerzeugung.

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Kommen wir also zur Brennstoffzelle. Diese kann auch aus Autogas Strom erzeugen, setzt dann aber Kohlendioxid frei. Wie wir gerade aus dem Dieselskandal gelernt haben, ist Kohlendioxid das kleinere Übel als Stickoxide. Das große Ziel ist die Wasserstoffverstromung um auch das Kohlendioxid zu vermeiden. Hierfür kann nur schrittweise ein Netz aufgebaut werden und die Wachstumskerne werden die Ballungsräume sein, da in den Städten am ehesten mit Fahrern von Elektroautos zu rechnen sein wird.

Ziel der Evolution

Darwinistisch betrachtet wäre also das überlebensfähigste Elektroauto der Zukunft in der Lage, Autogas und Wasserstoffgas beliebig wechselnd zu verstromen. In Großstädten wären zunehmend Wasserstofftankstellen verfügbar und für Europareisen kann das bereits bestehende Autogastankstellennetz genutzt werden. Wir bräuchten dann auch keine immensen Aufwände bei der Akkuherstellung mehr und die ganzen Stromverluste durch Leitungen und Ladefaktor fielen auch weg. Als Familienvater mit kleinen Kindern ist es bestimmt auch kein Vergnügen die Kinder während der Ladezeit des Akku zu bespaßen, wenn obendrein im Winter die Reichweite erheblich reduziert wird. Oder will Tesla seine Autos nur an kinderlose Öko-vegane-Studienräte verkaufen? #Politik #Klimawandel #Gesundheit