Wie war es nur möglich? Verdankt nicht ausgerechnet Theresa #May ihren Posten als britische Regierungschefin dem missglückten Schachzug ihres Vorgängers über den #brexit abstimmen zu lassen? Ganz Europa hat David Cameron dieses Süppchen eingebrockt, in dem er die Abstimmung vorgeschlagen hat, obwohl er in der EU bleiben wollte. Cameron hat diesen Fehler mit seinem Rücktritt bezahlt, wovon May profitierte. Und dann begeht diese taffe Politikerin genau den gleichen Fehler wie ihr Vorgänger.

Jetzt haben Premierministerin May und ihre konservativen Tories die absolute Mehrheit im Parlament verloren. Und in 10 Tagen sollten eigentlich endlich die Verhandlungen über den Brexit beginnen.

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May: Peinlicher Tweet aus dem Mai

Unfassbar peinlich dürfte der guten May allerdings ihre Twitternachricht vom 20. Mai sein. Hochmütig bot sie da dem politischen Gegner, dem Labour-Chef Jeremy Corbyn, ihren Platz am Verhandlungstisch mit der EU an, falls sie nur sechs Sitze verlieren würde:

Hochmut kommt vor dem Fall, sagt ein altes Sprichwort. Gerechnet hatte May zu diesem Zeitpunkt mit rund 100 Sitzen mehr.

Wahlen, wenn die Umfragewerte gerade genehm sind?

Was mich stört ist das Demokratieverständnis von der britischen Regierungschefin. Wenn die Umfragewerte gerade besonders gut sind, dann werden mal eben schnell Wahlen angesetzt.

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Was soll das denn? Begründet hatte May die Neuwahlen damit, dass sie gestärkt an dem Verhandlungstisch mit der EU Platz nehmen wolle. Und wie Cameron hat sie das Gegenteil erreicht. Dabei dürften ihr besonders die Terroranschläge in Quere gekommen sein, denn May hatte es persönlich zu verantworten, dass rund 20.000 Polizeikräfte abgebaut worden waren.

Coole Briten

Wenn da der EU-Austritt nicht wäre, würden die meisten wohl sagen: Cool, die Briten. Die lassen sich von ihren Politikern diese manipulativen Spielchen nicht bieten. Theresa May lässt ihrem Widersacher Corbyn aber wohl doch nicht den Vortritt. Ein Sprecher gab am frühen Mittag bekannt, dass May eine Regierung bilden und dazu die Queen um Erlaubnis bitten will. Dazu muss sie sich einen Koalitionspartner suchen oder als Minderheitsregierung antreten.

Mays Fazit nach dem Wahldebakel

Ist bisher ausgeblieben. Die britische Premierministerin ist entgegen der Ankündigung nicht um 11 Uhr vor die Kameras und Mikrofone getreten. Sollte die Regierungschefin das noch nachholen, wird das an dieser Stelle noch nachgefügt.

Nachtrag

Um circa 14 Uhr äußert sich May:

Sie will die Regierung selbst bilden und für einen guten Brexit-Deal arbeiten. Dafür hätten die Menschen gestimmt, das werde geliefert. #Wahl