Also das hätte ich wirklich niemals gedacht, aber ich ziehe aus dem G20-Gipfel in Hamburg eine positive Bilanz. Und das verdanke ich ausgerechnet Angela #Merkel und Ivanka #Trump, nichts hätte mich mehr verblüffen können. Aber die Ladys haben am Samstag einen Stein ins Rollen gebracht, der wirklich die Lösung vieler globaler Probleme einläuten könnte. In Hamburg wurde die „W20 Initiative“ präsentiert, die zurzeit rund 350 Millionen Euro für Unternehmerinnen in Entwicklungsländern bereitstellt. Und diese relativ bescheidene Summe könnte durch die Präsentation beim G20-Gipfel noch wesentlich ansteigen.

Denn dass Ivanka Trump gemeinsam mit Weltbankchef Jim Yong Kim und mit der Welt-Währungsfond-Chefin Christine Lagarde an einer Podiumsdiskussion zu dem Thema teilnahm, macht die Anleger der Welt endlich mal auf diese Möglichkeit aufmerksam.

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Selbst der oft so sperrige Donald Trump erschien mit Angela Merkel zu dem Ereignis und gab offen zu, dass Frauen harte und gute Konkurrenten im Geschäftsleben seien, die unbedingt unterstützt werden müssten. Denn unverständlicherweise haben es Frauen weltweit wesentlich schwerer als Männer an Kredite zu kommen.

G20: Warum ist es wichtig den Frauen Geld zu geben?

Zum einen ist es natürlich für viele großzügige Menschen traurig zu wissen, dass oft ein großer Teil von Spenden versickert. Da bereichern sich korrupte Politiker und viele mehr, am Ende werden von diesem Geld sogar Waffen gekauft. Wem sollen die Hilfen in Entwicklungsländern mit unklarer Lage denn anvertraut werden? Tatsächlich sind es oft die Frauen, die Kredite sinnvoll umsetzen und zuverlässig zurückzahlen. Natürlich nur, wenn die Kreditgeber seriös sind, die Frauen vernünftig beraten, keine Horrorzinsen verlangen und einkalkulieren, dass manche Kredite durch Umweltkatastrophen oder ähnliches den Kreditnehmern erlassen werden müssen.

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Wie funktioniert das?

Es ist eigentlich ganz einfach zu beschreiben. Zum Beispiel wird ein Kredit an eine Frau gegeben, die sich davon eine Nähmaschine kauft. Nach ein paar Jahren lebt nicht nur ihre Familie von dem Unternehmen sondern auch die Familien ihrer Angestellten sind gesichert. Frauen, die einen Kredit aufnehmen, sind, rein statistisch, sorgsamer mit dem Geld und zahlen es sicherer zurück als Männer. Dabei ist es sehr wichtig, dass die Frauen auch Unterstützung erfahren und bei dem Aufbau ihres Unternehmens betreut werden.

Meine persönlichen Erfahrungen:

Ich habe vor 30 Jahren begonnen mit meinem Geld soziale Kredite zu unterstützen. Dazu habe ich die internationale Genossenschaft „Oikocredit“ gewählt, weil auch die Kirchen in Deutschland dort investiert haben. Seit 30 Jahren zahlen mir die Kreditnehmer in den Entwicklungsländern treu und brav das Geld immer wieder mit kleinen Zinsen zurück und es kann in neue Unternehmen investiert werden. Das ist nicht wie bei Spenden, da geht das Geld hin und ist weg.

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Außerdem, und das ist ganz besonders wichtig, die Würde der Menschen bleibt gewahrt. Sie erhalten nicht eine Spende von oben herab, sie sind ein gleichwertiger Geschäftspartner auf Augenhöhe. #G20