Ok, nach G20 kommt jetzt die nächste Riesen-Show für die staunenden Bürger: Der Dieselgipfel. Diesmal protestieren vor allem Umweltschützer, zum Beispiel von Greenpeace, die können sich benehmen und werden mit Sicherheit keine Steine schmeißen oder Läden plündern. Aber die Bürger werden geplündert, betrogen, hintergangen und sogar ihre Luft wird vergiftet. Tausende Menschen sterben, vor allem Kinder leiden in den Städten unter Lungenproblemen.

Die Verantwortlichen, sowohl in der Politik als auch in der Automobil-Industrie waschen ihre Hände in Unschuld. Klar, das ist ja auch mit dem normalen Menschenverstand völlig nachvollziehbar, dass zum Beispiel die Manager der Unternehmen von diesen Machenschaften keine Ahnung hatten.

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So etwas entscheiden natürlich die kleinen Leute unten in Eigenregie. Und die Politiker waren weder geschmiert noch haben sie irgendetwas gewusst. Das ist doch einfach lächerlich!

Rechtsfrieden in Gefahr

Ich sehe in diesem Fall vor allem eine Gefahr für den Rechtsfrieden in #Deutschland. Wie wollen die Gerichte künftig den Bürgern klar machen, dass ein kleiner Ladendieb bestraft werden muss, ein Milliardenbetrüger und Umweltverschmutzer mit Blut an den Händen aber mit seinen dicken Boni die Fliege machen darf? Wer hindert unsere Staatsanwälte daran, die Verursacher in Politik und Industrie vor Gericht zu bringen? Wieso muss eine EU-Behörde der Staatsanwaltschaft Braunschweig empfehlen, ein Ermittlungsverfahren gegen VW zu erheben, weil EU-Kredite für saubere Autos mutmaßlich veruntreut wurden? Wieso wird nicht schon lange in alle Richtungen ermittelt?

Beamte im Lobbybüro

Schon allein als Abgeordnetenwatch.de aufgedeckt hat, dass die Staatskanzlei in Bayern ihre Beamten für zwei Jahre an BMW ausgeliehen hat und diese auch im Berliner Lobbybüro gearbeitet haben, hätte die Verstrickung von Politik und Automobil-Industrie untersucht werden müssen.

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Vor allem weil einer dieser Beamten danach in der Staatskanzlei Papiere zur Abgasregulierung erarbeitet haben soll, die später in Brüssel fast 1:1 umgesetzt worden sein sollen. Ja leben wir denn in einer Bananenrepublik? Oder besser in einen Bananen-EU?

Da lachen wir immer gerne über den peinlichen Donald Trump und übersehen ganz, dass unsere gewählten Vertreter vielleicht nur geschickter handeln und ihre unfassbaren Mauscheleien einfach nur besser vertuschen können. Mein persönlicher Eindruck ist folgender: Ich kenne durch meinen Beruf sehr viele Politiker persönlich und die meisten sind engagierte Idealisten. Das Problem ist nur, die wenigen anderen setzen sich rücksichtslos durch. Vielleicht sollten wir bei der nächsten Wahl mal genauer hinschauen. Für mich jedenfalls ist der Rechtsfrieden erst dann wieder hergestellt, wenn die verantwortlichen Auto-Manager ihre Boni und Gehälter zurückgezahlt haben und hinter schwedischen Gardinen sitzen. Direkt neben ihren skrupellosen Helfern aus der Politik. #Diesel #Gipfel