Trotz Proteste hält Sat.1 an dem neuen Konzept von "Promi Big Brother" fest und verzichtet in diesem Jahr auf den Livestream. Sehr zum Ärger der Fans. Marc Rasmus sprach im Medienmagazin dwdl.de von spannenden Symbiosen zwischen den Fernsehmachern und den digitalen, wilden Online-Kollegen. Denn auf der Webseite spiele bald die Musik und nicht im Livestream. Kein Wort zu den Fans, warum man ihnen nicht mehr die Blicke ins Haus gewähren will. Immerhin spekulierte das Medienmagazin in einem Nebensatz, dass der Verzicht auf den 24 Stunden Stream wohl eher einer anderen Tatsache geschuldet sein könnte: Kollegen der Boulevardpresse haben zu oft schon vorher ausgeplaudert, was demnächst zu sehen sein wird.

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Und genau das ist scheinbar der Grund, warum Sat.1 einen Livestream untersagt.

Nur noch Tageszusammenfassung

Rasmus, der auch der Chef von Kabel Eins ist, verkauft den Verzicht auf den Livestream tapfer als neue Innovation. Innerhalb der ProSiebenSat.1 Gruppe ist er schon länger mit dem großen Bruder beauftragt. Bleiben wir fair. Es ist ja durchaus löblich, dass man Veränderungen anstrebt. Die letzten zwei Jahre waren fast schon identisch und Endemol Shine, die Produktionsfirma von "#Promi Big Brother", zeigte fast immer die gleichen Spiele. Jetzt solle eine große Arena ohne Livepublikum für mehr Action sorgen. Das klingt gut. Ob es allerdings so spannend sein wird nur noch die Tageszusammenfassung zu sehen, bleibt fraglich.

Nicht Livestream war das Problem

Denn das Format lebte vor allem von dieser Vorfreude auf die Show - und zwar über den Livestream.

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Facebookgruppen blieben nachts wach, schauten und posteten alles zum Livestream. Schon im letzten Jahr waren die Fans maßlos enttäuscht, weil man oft in den Rattenkäfig schaltete. In 2016 wollte man beim Livestream auf Bild.de verhindern, dass spannende Diskussionen vorab gesehen werden konnten. Nun also die Rettung in letzter Minute. Man verspricht Änderungen. Aber treuen Fans, die das Format fast zwei Jahrzehnte schauen, sinngemäß zu sagen, jetzt wird's ohne den gewohnten Livestream spannender, ist schon befremdlich. Denn der Livestream - und das zeigte die Vergangenheit fast immer - war vor allem unbezahlbare PR für die Sendung. Nicht der Livestream war das Problem für die Krise beim großen Bruder, sondern die Verantwortlichen von Sat.1 und Endemol!

"Promi #Big Brother" startet morgen, 11. August, um 20:15 Uhr in Sat.1. #Sat. 1