Gravierende Klimaveränderungen

Die jüngsten klimatischen Ereignisse bestärken den Trend der sich radikalisierenden Veränderungen von Wetter und Klimaverhältnissen. Schwere Umweltschäden in Folge von Naturkatastrophen sowie humanitäre Desaster haben sich in den vergangenen Monaten zu zentralen Themen der medialen Berichterstattung entwickelt.

Die Liste der folgenschweren klimatischen Ereignisse aus aller Welt ist lang: Extreme Dürren in Ostafrika, gewaltige Überflutungen und Erdrutsche in Indien, heftige Wirbel- bzw. Tropenstürme in der Karibik und brutale Erdbeben in Mexiko - um nur einige der schlimmsten globalen Klimaereignisse zu nennen.

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Jedoch ist auch hierzulande ein verstärktes Auftreten klimatischer Anomalien deutlich zu erkennen. Lange anhaltende Regenperioden gefolgt von tagelangen Hitzewellen, starke Unwetter und sich täglich übertreffende Rekordtemperaturen – ein nur allzu bekanntes Bild vergangener Wochen und Monate!

Wasser – Fluch oder Segen?

Wassermangel in Ostafrika, Überschwemmungen in den USA und Indien – Die weltweit ungleiche Wasserverteilung ist eine wesentliche Ursache für diesen gewaltigen Kontrast. Doch vor allem auch die globalen Temperaturanstiege führen zu noch größeren topografischen (und landschaftlichen) Kontrasten bei den Niederschlägen.

Die seit Monaten andauernde Dürre in Ostafrika ist eines der signifikantesten Beispiele des Klimawandels. Die ausbleibenden Niederschläge bedrohen bereits seit Beginn des Jahres mehrere Millionen Menschen mit dem Hungertod.

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Besonders schwer betroffen sind die Staaten Somalia, Äthiopien und Kenia, die vereinzelt sogar auf internationale Hilfspakete angewiesen sind.

Das exakte Spiegelbild stellen die gewaltigen Überflutungen in den USA und Indien dar. In einem noch nie dagewesenen Ausmaß wurde der indische Subkontinent von den Monsunniederschlägen überschwemmt. Tausende Menschen fielen den Wassermassen zum Opfer. Die Zahl der Klimaflüchtlinge steigt ins unermessliche.

Hurrikan Harvey, Irma, Maria – What's next?

Die Saffir-Simpson-Hurrikan-Skala definiert die Stärke eines Tropensturms anhand seiner Größe und Windstärke. Innerhalb eines Monats wurden große Teile der Karibik sowie zahlreiche Südstaaten der USA von drei solcher Wirbelstürme heimgesucht. Mit einer verwüstenden Gewalt fegten die Hurrikans Harvey und Irma über die Inselstaaten hinweg und richteten Schäden in Milliardenhöhe an. Tropensturm Harvey setzte Teile des US-Wüstenstaates Texas Ende August tagelang unter Wasser. Hurrikan Maria soll sogar die Höchststufe 5 erreicht haben, was einer Orkanstärke von mindestens 250 Kilometern pro Stunde entspricht.

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Die Karibikinsel Dominica wurde bereits mit voller Wucht getroffen – in manchen Gebieten besteht Tsunamigefahr. Ein Großteil der bereits von Irma zerstörten Gebiete läuft erneut Gefahr, Opfer einer unmenschlichen Naturkatstrophe zu werden.

Kein Ende in Sicht?

Ein Nachlassen weltweiter Klimakatstrophen wäre zu hoffen, die Realität erweckt jedoch den Eindruck einer Eskalation der klimabedingten Naturereignisse. Erst am Dienstag wurde Mexiko-City zum zweiten Mal innerhalb einer Woche von schweren Erdbeben heimgesucht, bei denen Hunderte ums Leben kamen. Millionen Menschen sind ohne Strom.

Ein einheitliches Handeln in der globalen Klimapolitik ist schlussendlich entscheidend und unausweichlich – doch ist es vielleicht schon zu spät? #Politik #Klimawandel #Umwelt