Die Kuppelshow "Love Island" auf RTL2 ist tatsächlich ein interessantes Sozialexperiment, allerdings gibt es eine Entgleisung, die auf keinen Fall akzeptiert werden kann. Es geht um hübsche junge Menschen, die gemeinsam in einem schönen Haus mit Pool und tollem Garten leben. Allerdings, so sind die Spielregeln, muss jeder "verpartnert" sein, wer Single bleibt fliegt. Von Anfang an wurden Paarungen gebildet, die Betroffenen mussten in einem Bett schlafen. Nun könnte man denken, das klappt niemals, doch das Konzept geht tatsächlich auf. Schon mindestens zwei feste Pärchen, Stephanie und Julian sowie Elena und Jan scheinen wirklich ganz schwer verliebt zu sein.

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Not macht Liebe

Klar gab es auch ein Pärchen, den ziemlich offensichtlich eine Zweckgemeinschaft bildete. Bei Andre, den viele Reality-Zuschauer schon sehr gut von Newtopia kennen, und Annika schien es sehr offensichtlich darum zu gehen, auf "Love Island" zu bleiben und die 50 000 Euro Gewinnprämie abzuräumen. Echte Gefühle waren bei den beiden für die Zuschauer und für die Mitbewohner nicht zu erkennen. Jetzt erwischte es die beiden und sie mussten gehen. Es scheint aber tatsächlich so zu sein, dass die zunächst erzwungene Nähe auch echte Gefühle hervorruft. Wissenschaftlich ist das erklärbar: Die körperliche Nähe bewirkt eine Oxytocin-Ausschüttung. Das Kuschelhormon, welches unter anderem die Liebe einer Mutter zu ihrem Kind befördert, dämpft die Wirkung des Stresshormons Cortisol, welches in so einer von Kameras beobachteten Situation vermehrt auftreten dürfte.

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Ist Liebe Chemie?

Natürlich möchte sich ein Mensch lieber geborgen als gestresst fühlen und wenn die angenehmen Gefühle durch einen attraktiven potentiellen Partner ausgelöst werden, dann scheinen tatsächlich auch Liebesgefühle ausgelöst zu werden. Dazu kommt natürlich, dass sich niemand seines Partners sicher sein kann. Immer wieder erscheinen neue Bewohner, die sich einen Partner unter den vorhandenen Paaren suchen dürfen. Die Paarung ist ständig bedroht, Eifersucht und Verlustangst scheint die Menschen offener für feste Bindungen zu machen.

Krankes Spiel mit Fleisch

Mit verschiedenen Spielen, die oft unter die Gürtellinie gehen und nur Kopfschütteln beim Zuschauer hervorrufen, soll die Show unterhaltsamer gestaltet werden. Allerdings gingen die Macher bei dem Spiel mit #Fleisch weit über das erträgliche und akzeptable Maß hinaus. Da wurde um die Wette Hackfleisch in Kondome gefüllt. Das sah ekelhaft aus und das war es auch. Direkt danach wurden Würste in Unterhosen und unter die Arme gesteckt.

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Berge von Fleisch wurden da für die Tonne produziert.

Kommentar der Autorin:

Die Macher handelten völlig ohne Skrupel, weil für solche Widerwärtigkeiten #Tiere unter schrecklichen Bedingungen gelebt und gelitten haben, bevor sie grausam getötet wurden. Das ist absolut unakzeptabel und ich wünsche mir, dass sowohl die Erfinder dieses Spieles als auch die Entscheidungsträger für diese Entgleisung belangt werden. Es darf nicht hingenommen werden, dass ein solcher Umgang mit Lebensmitteln und insbesondere Fleisch folgenlos bleibt oder vielleicht sogar Alltag im TV wird. #LoveIsland