Sagen wir mal so, das Beste an diesem #film sind noch die Wolfszähne und das Cover. Auf letzterem fängt das Verschaukeln schon an. Daniel Robbins' "Uncaged" wollte der Verleiher zwingend mit der Altersfreigabe ab 18 Jahren versehen und drückte auf dem Cover die FSK 18 rauf. Das ist korrekt, weil die DVD noch Trailer enthält, welcher nur für Erwachsene geeignet ist. "Uncaged" selbst winkte die FSK mit der Freigabe ab 16 durch. Für die Jugendprüfstelle musste es eine Qual gewesen sein, den Streifen bis zum bitteren Ende anzuschauen.

Böser, böser Wolf

Der Film verspricht eigentlich viel Spannung. Denn ein junger Mann wacht immer wieder am Morgen in der Wildnis auf und kann sich nicht erinnern, was er in der Nacht tat.

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Um das herauszufinden, fertigt er Aufnahmen mit einer Kamera an, die er nachts trug. Als er die Aufnahmen anschaute, war er ganz erschrocken. Er ist ein Wolf. Ein böser, böser Wolf. Nun muss er gegen sein inneren Hund kämpfen, damit er nicht wieder mordet. Es hätte wirklich so schaurig eerden können. Denn die Idee ist gar nicht mal so schlecht, aus der Perspektive eines Wolfes zu sehen, was der nachts so anstellt auf seinem Raubzug. Die Umsetzung jedoch bleibt einfach nur zum heulen.

Opfer rennt zu schnell

Und es lag definitiv nicht am Budget, sondern einfach daran, dass Daniel Robbins, der auch das Drehbuch schrieb, keine Ahnung von Filme drehen hat. Dass der bereits 2015 gedrehte Film bis heute keinen Verleiher fand, erklären nachfolgende Szenen. Der Wolf filmte also mit der Kamera auf dem Kopf seinen Raubzug.

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Erste Station: Der örtliche S-Bahnhof. Der Wolf stieg beschwerlich über das Gelände. Ein Mann sah den Wolf, der übrigens auf zwei Beinen läuft (erkennbar am Schatten) und rannte vor dem haarigen Tier weg. Raten Sie bitte, was nun passiert? Der Wolf kehrt um, weil das Opfer zu schnell rennt.

Wo sind die Geräusche?

Die Zeugenbefragung ist auch ulkig. Die verstörte Frau erzählt in ihrem Haus von ihrer Beobachtung am Bahnhof. Achten Sie bitte nun auf die Geräusche. Richtig, man hört nix. Denn die Audiospur bestand aus weiten Teilen des Films nur aus der Synchronisation von Stimmen. Man hört weder Türen knarren, noch Gläser beim Anstoßen. Man nimmt keine Schritte oder andere Effekte wahr. Das macht bei einem Horrorfilm natürlich Sinn. Nicht nur die Musik ist lausig und klingt wie aus einem Casio-Keyboard aus den 90ern. Die deutsche Synchronisation, die im übrigen ganz übel ist, hat schlicht und ergreifend ein unfertiges Produkt auf den Markt geworfen. "Uncaged" ist einer der schlechtesten Horrorfilme in diesem Jahr. Und das, obwohl die unbekannten Jungschauspieler versucht haben sich Mühe zu geben. Ganz schlechtes #Kino!

"Uncaged" ab sofort auf vielen Plattformen im Video on Demand und zum Kauf erhältlich. #Horror