Relativ schnell war nach den #Wahlen klar, dass wohl alles auf eine Jamaika-Koalition zwischen CDU/CSU, FDP und den Grünen hinauslaufen wird. Die SPD hatte sich mit ihrer Ankündigung in die Opposition gehen zu wollen einer Regierungsverantwortung entzogen.

Doch bei vielen überwiegen die Zweifel an einem sogenanntes Jamaika-Bündnis, man denkt bei Jamaika eher an die Karibik, Marijuana oder Rastafaris, als eine stabile Regierung, welche an der Spitze einer der größten Volkswirtschaften der Welt stehen soll.

Gewaltige Kluft zwischen Ost und West

Besonders gravierend ist hierbei jedoch der Unterschied zwischen den alten und den neuen Bundesländern.

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Während in den westdeutschen Bundesländern 9,8 Prozent für die Ökos ihre Stimme abgaben, so waren es in den ostdeutschen Bundesländern gerade einmal 4,7 Prozent. Wenn Ostdeutschland ein eigenes Parlament hätte, dann wäre die grüne Verbotspartei krachend an der 5 Prozent-Hürde gescheitert. Bundesweit erreichten die Grünen 8,9 Prozent und liegen damit auf Platz vier hinter der Union, SPD und der AfD.

Grüne sollen ostdeutsche Politik mitbestimmen

Aus diesem Grunde ist es für viele "Ossis" nur sehr schwer zu verstehen, dass eine Partei die gerade einmal von 4,7 Prozent der Bürger gewählt wurde, nun Entscheidungsmacht in der Bundespolitik erhält. Denn die Entscheidungen des Bundes haben eine maßgebliche Auswirkung auf die #Politik der ostdeutschen Länder, wie zb. bei der Aufnahme von Migranten.

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In Sachsen wurde die Alternative für Deutschland mit 35,5 Prozent sogar stärkste Kraft im Land, noch vor der CDU. Da aber die "etablierten" Parteien die AfD im Parlament aller Voraussicht nach in jeglicher Hinsicht blockieren werden, wird die Alternative nicht viel Einfluss auf die Politik im Bund nehmen können,.

Jamaika ist eine westdeutsche Koalition

Bundesweit kommt eine sogenannte Jamaika-Koalition demnach auf 52,2 Prozent der Stimmen, was einer mehr als knappen Mehrheit entspricht. Im Bundesrat würde Jamaika nicht einmal über eine Mehrheit verfügen. Hauptsächlich wurde Jamaika tief im Westen der Republik gewählt. In Ostdeutschland, im Nordosten Bayerns, in Teilen Hessens und Nordrhein-Westfalens würde dieses Bündnis über keine Mehrheit verfügen.

Daher darf auch stark angezweifelt werden, dass dieses Zweckbündnis zur Machterhaltung, die volle Legislaturperiode von vier Jahren überstehen wird. Auch wird der Glaube vieler Menschen in das derzeitige politische System weiter starken Schaden nehmen, besonders bei den Menschen in Ostdeutschland.