Ich arbeite seit rund 20 Jahren als Gerichtsreporterin. Angefangen hatte ich an einem Amtsgericht. Nach einigen Jahren konnte ich mir die abnorm hohe Anzahl von Menschen mit Migrationshintergrund nicht mehr durch Zufall erklären und sprach mit der Gerichtsdirektorin darüber. Sie bestätigte meinen Eindruck und machte sich die Mühe unsere Vermutung durch Zahlen zu belegen. Das schockierende Ergebnis, in einem Landkreis, in dem damals höchstens 15 Prozent Menschen mit Migrationshintergrund lebten, betrug ihr Anteil von Angeklagten auf der Anklagebank des Amtsgerichts 74 Prozent. Darüber berichten durfte ich nicht, der Pressekodex des deutschen Presserats verlangt, dass keine Vorurteile gegenüber Minderheiten geschürt werden dürfen.

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Gleichzeitig saß ich zu der Zeit auch als Pressevertreterin in einem Gleichstellungsausschuss, den die dortige CDU-Bürgermeisterin mit ihrer Gleichstellungbeauftragen initiert hatte. Mit den Jahren wuchsen die Frauen zu einer beachtlichen Einflussgröße zusammen und unterstützten sich eisern über die jeweiligen Parteientscheidungen hinaus. Dort ging es zu dieser Zeit auch um die #Integration von Schülern mit Migrationshintergrund. Die Frauen wollten den Kindern einen möglichst schnellen Zugang zu Kitas und Kinderkrippen ermöglichen, denn Studien hatten gezeigt, dass viele dieser Kinder völlig ohne Sprachkenntnisse eingeschult wurden. Sogar bei Kindern, die in Deutschland geboren waren.

Verlierer rutschen ab

Wenn das traditionelle Frauenbild gelebt wird, ist eine Integration der männlichen Kinder fast ausgeschlossen.

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Eine grobe Verdeutlichung: Da wird der kleine Prinz gehätschelt und gepflegt, lernt dass er der Chef ist, wenn kein anderer „Mann“ im Haus ist. Die Mutter kann vielleicht kein Deutsch, das Fernsehen dudelt die ganze Zeit in der Landessprache. Dann kommt der große Schock: Der kleine Prinz ist in der Schule der große Verlierer, selbst wenn er noch so intelligent wäre, die Sprachbarriere wirft ihn um Jahre zurück. Keine Chance mitzuhalten, da bleibt für viele nur noch der Rückzug in Gangs von Gleichgesinnten, die gemeinsam Drogen nehmen, trinken, spielen und in die Kriminalität abrutschen.

Doch während inzwischen überall, auch von jenem Gleichstellungsausschuss, an praktischen Lösungen vor Ort gebastelt wurde, die auch zur Umsetzung kamen, arbeitete Horst Seehofer in Bayern und Berlin an „Lösungen“, die eine Aussicht auf Chancengleichheit für Kinder wieder zunichte machen sollte. Und er hatte seinen traurigen Erfolg: Die Herdprämie wurde durchgesetzt. Jetzt bringen Sie mal eine traditionelle, schlecht integrierte Familie dazu auf das Geld zu verzichten und statt dessen sogar vielleicht noch Geld für einen Krippen- oder Kitaplatz zu bezahlen.

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Ein hoffnungsloses Unterfangen.

Seit 2015 sind durch die sogenannte Flüchtlingskrise noch viel mehr junge Männer nach Deutschland gekommen, die sich eigentlich selbst als „Prinz“ sehen, sich in der Gesellschaft jedoch ganz hinten anstellen müssen. Im Vergleich zu gleichaltrigen deutschen Männern können sie oft weder mit der Sprache noch mit der Bildung konkurrieren. Dazu kommen viele Straftäter, die die offenen Grenzen als Möglichkeit ansahen, der Strafe in ihrem Heimatland zu entgehen und in Deutschland bequem und ohne Gefahr agieren zu können.

Denn hier haben sie eine dicke Trumpfkarte: Das leere Bundeszentralregister. Ihre früheren Straftaten sind dort nicht aufgeführt. Sie gelten zunächst als Ersttäter, kommen mit kleinen Geld- oder Bewährungsstrafen davon. Dagegen sehen Kriminelle, die in Deutschland aufgewachsen sind, im Alter von Mitte 20 in der Regel ihren ersten richtig langen Freiheitsstrafen entgegen. Eine völlig absurde Situation, auf die unser Rechtssystem nicht vorbereitet war.

Was jetzt passieren muss:

Ich fordere eine sofortige unabhängige Bestandsaufnahme: Soziologen sollen in jedem deutschen Knast jeden einzelnen Inhaftierten nach seinen Hintergründen und seiner Herkunft befragen. Mein persönlicher Eindruck durch jahrelanges Lesen der Knastmails (Z. B. auf RTL2 Videotext-Seiten 702 bis 707) müssten zum Beispiel außergewöhnlich viele Romas in unseren Knästen sitzen.

Auf verlässlichen Zahlen aufbauend, können dann Strategien entwickelt werden, dieser Entwicklung entgegen zu wirken. Als Sofortmaßnahme muss die Herdprämie umgehend wieder abgeschafft werden.

Eine letzte unbequeme Wahrheit: Aus meiner Wahrnehmung zu den aktuellen Prozessen an unseren Gerichten sind abgelehnte Asylbewerber scheinbar außergewöhnlich oft besonders gefährlich für Leib und Leben anderer Menschen. Rückführungsmaßnahmen von Schwerverbrechern zu verhindern, ist daher ein grausamer Hohn für ihre Opfer. #Vertuschung #Kriminalität