Es gab noch vor 10 Jahren große Anbieter wie Amango und "Lovefilm", die neben Netleih das große DVD-Geschäft per Post betrieben. Heute heißt Netleih Videobuster und hat Amango geschluckt. Lovefilm wurde von #Amazon übernommen und wird in wenigen Tagen begraben. Hinzu kommt das Sterben der Videotheken, welches unaufhörlich voranschreitet. Wer geht heute noch in eine Videothek um die Ecke, um sich einen Film auszuleihen? Die Zukunft heißt Streaming! Tatsächlich kann man bequem von der Couch aus den aktuellen Blockbuster, der noch vor wenigen Wochen im #Kino lief, per Klick ausleihen. Zumindest, wenn man über eine schnelle Internetverbindung verfügt.

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Warum Pay-per-View (Filmabruf) im Video-On-Demand deutlich teurer ist, als bei dem physischen Verleih (klassische DVD oder Blu-ray), hat dabei nur einen einzigen Grund. Einen weniger preissensiblen Endverbraucher!

Gewinn im On Demand höher

Die Preise stiegen kontinuierlich auf derzeit bis zu 4,99 Euro pro aktuellem Film im Streaming, was der Endverbraucher akzeptiert und immer häufiger löhnt. UHD-#Filme erreichen in einem Verleih per Stream schon locker den Preis von 7,99 Euro. Die Filmindustrie weiß genau, dass die Endkunden das zahlen werden. Denn wer einen UHD TV hat, will ihn auch mal auskosten. Der Cineast, der noch bei Verleihshop oder Videobuster eine UHD 4k Bluray leiht, jubelt mittelfristig jedoch am meisten. Er kriegt den Film ab 3,99 Euro, im Paket für rechnerisch 2,50 Euro.

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Man zahlt deutlich weniger im klassischen Verleih. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Das wird keine Lobhudelei auf die verbliebenen Anbieter wie Videobuster, Filmtaxi oder Verleihshop. Aber man darf Konzernen wie Amazon die Argumentation nicht durchgehen lassen, dass sich der Verleih nicht mehr rechnet und das Streaming mehr Komfort biete. Verleih rechnet sich noch, aber die Gewinnmargen im Pay-per-View via On Demand sind einfach so gigantisch besser. Und wer bei Amazon "Lovefilm" ein Monatsabo hatte, holte sich so gut wie nie einen Einzelabruf für 4,99 Euro im Streaming.

4k-Scheibe ist am schärfsten

Natürlich muss der wachsende Markt im Streaming bedient werden. Dennoch spricht nach wie vor einiges für den klassischen Verleih. So werden selbst DVDs im sogenannten Upselling bei entsprechenden Geräten hochskaliert. Ein Film sieht auf der Scheibe schärfer aus, als im SD-Verleih. HD und UHD kommen deutlich besser zur Geltung. Und die Audiooptionen sind beim physischen Verleih von Blockbustern in der Regel umfangreicher.

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Derzeit bieten GMX und Web.de eine Flatrate von Videobuster ab 8,99 Euro im Monat an (für GMX-Premium und Webclub-Kunden). Dafür kriegt man im Streaming keine zwei aktuellen Filme in Full HD zur Leihe. Noch mal: Es spricht vieles für das Streaming. Aber Filmfans mit großen UHD Geräten werden bestätigen können: Der Filmverleih per Post hat durchaus seine Vorteile. Und mit einem 4k-Film von der Scheibe in der Xbox One oder dem UHD-Player kann in Sachen Bildqualität Streaming nicht mithalten. Und so ist Videobuster auch optimistisch. Deren Chef Radek Wagner verküdete aus der niedersächsischen Firmenzentrale in Seesen: "Wir sehen anhand unserer eigenen Kunden, dass es weiterhin einen großen Bedarf an DVD und Blu-ray gibt."

Fazit: Lohnt oft, nicht immer

Verleih per Post lohnt sich für denjenigen noch, der regelmäßig vor allem aktuelle Filme schaut. Ein Abo beim klassischen Verleiher ist einfach günstiger, als der Einzelabruf im Streaming. Filme auf physikalischen Trägern haben zudem eine bessere Bild- und Tonqualität. Wer nur gelegentlich schaut oder gar nur ein Monatsabo bei Videobuster sucht, spart nicht immer. Porto und Aufschläge für die kurze Laufzeit sollten genau gegengerechnet werden.