Der Weltraum - Unendliche Weiten - Eine Einleitung, die jeder vermutlich schon einmal gehört hat. Ob nun in der Serie um Kirk (TOS), Picard (TNG), Janeway (VOY) oder Archer (ENT): Die Kernhandlung spielt irgendwo im Weltraum, genauer gesagt innerhalb der heimischen Milchstraße. Doch nicht nur für futuristische Technologien ist Star Trek bekannt, auch, weil es immer wieder Themen aufgreift, welche die Gesellschaft beschäftigen und in welchen sich die Geister streiten. Als naheliegendes Beispiel wird immer der erste Kuss zwischen einem weißen Mann und einer schwarzen Frau im US-amerikanischen Fernsehen genommen (Kirk & Uhura), welcher sogleich Empörung auslöste.

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Nicht nur, dass eine Afroamerikanerin in dieser Serie zu sehen war, so war sie sogar in einer hohen Position zu sehen!

Discovery - Zehn Jahre vor Kirk & Co!

Was während TOS noch befremdlich wirkte, ist inzwischen gewollter Alltag: Dunkelhäutigere Personen in Fernsehserien. Kein Grund zur Beunruhigung. Dass jedoch durch bessere Technik besser darstellbare Aliens auch in der Sternenflotte dienen, hätte es unter Kirk sicher nicht gegeben. Und dann auch noch Commander! Doch zurück zur etwas dunkelhäutigeren Person, der Hauptfigur Michael Burnham, die nie zuvor erwähnte Menschenfrau, die bei Vulkaniern und nahe Spock aufwuchs. Na hoppla. Haben wir wohl ein paar frische Leichen vergraben und wieder ausgegraben. Sarek hätte sie ja zumindest mal erwähnen können...

Storyline - Da graut's nicht nur den Alten!

Ja, Storyline! Zumindest wollte es mal eine werden.

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Hier kann man direkt an Sarek anknüpfen. Nicht nur, dass Sarek relativ jung und zerbrechlich wirkt... hier und da, vor allem zu Anfang, wirkt die Story etwas improvisiert und zusammengeschustert, ohne rechten roten Faden, damit es überhaupt irgendwie funktioniert. Warum ein Menschenkind bei Vulkaniern aufwachsen sollte und dann noch ihre Bildung genießen sollte, ist mir doch noch ein wenig schleierhaft.

Dann diese Klingonen. Puuuh. Sie sehen nicht aus wie Klingonen, aber immerhin wurde das bereits halbwegs erklärt: Die allseits bekannten Klingonen, ein Kriegervolk, sahen eben so aus, wie sie hier bei #Discovery aussehen, wollten sich dann mit manipulierter menschlicher DNA aufwerten, erlangten ein menschlicheres Aussehen und nur eine langsame Rückbildung zum Klingonenaussehen, wie wir es z.B. von Worf kennen.

Fazit: Viel Bling-Bling, wenig Storytelling, immer noch gesellschaftlich

Star Trek: Discovery (verfügbar via Streaming-Dienst Netflix) überzeugt meiner Meinung nach weniger durch reichhaltige Story.

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Die Storyline ist in Ordnung, aber nichts besonderes. Dass die Effekte im Vergleich zu vorigen Serien "besser" wurden, liegt vor allem an der besseren Technik. Dennoch sollte man den Einsatz in Maßen, nicht in Massen durchführen.

Doch immerhin werden noch gesellschaftliche Themen aufgegriffen. So zum Beispiel die Abneigung diverser Vulkanier gegen die menschlichen Kinder (bzw. halb-menschlichen im Falle von Spock) bei Sarek, als Art von "Verfremdung" des Volkes oder "Kultureinfluss von außerhalb". Auch gelungen ist der fast schon periphere Hinweis auf die Homosexualität zweier Charaktere. Dies ist genau die richtige Menge der Darstellung. Wir wollen ja keine Lovestory sehen, sondern Star Trek - Randnotizen sind da immer gut. #StarTrek #Netflix