Wenige Stunde nach Lil Peeps überraschendem Ableben, war die Neuigkeit in aller Munde, einen Tag später schon scheint die Info unter den vielen neuen Nachrichten unterzugehen. In dieser schnelllebigen Gesellschaft bleibt scheinbar kaum Zeit, Abschied zu nehmen, wo doch gerade das für so viele Menschen von entscheidender Wichtigkeit wäre.

#Lil Peep begründete ein neues Rap-Subgenre, indem er viele verschiedene Einflüsse aus anderen Musikrichtungen in seine Werke einfließen ließ und er wurde deswegen als "Emo-Rapper" oder "Crunge-Rapper" wurde.

Im Gegensatz zu vielen Rappern, die zunehmend über belanglose und oberflächliche Themen singen, beschrieb Lil Peep ehrlich und offen seine Einsamkeit und seinen Drogenkonsum, was die #Musik unfassbar emotional und mitreißend machte.

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Mit seinen Songs vereinte er Brillianz und tiefe Verletzlichkeit zu einem Gesamtwerk, dass ihm viel Anerkennung bei seinen Kollegen und eine loyale Fanbasis bescherte.

Nach dem Tod des 21-Jährigen machten Gerüchte die Runde, dass eine Überdosis die Todesursache gewesen sei, was bislang nicht bestätigt wurde. Fest steht, dass Lil Peep einen Kampf gegen die Abhängigkeit führte und damit ein Beispiel für die Realität vieler Menschen darstellte, die tagtäglich mit Drogen oder Alkohol ringen. Lil Peep veröffentlichte vor der Nacht seines Ablebens ein Video auf Instagram, in dem er seinen Fans mitteilte, dass er sechs Xanax in sich hätte, es ihm aber gut ginge. Er hatte in Interviews geschildert, dass er auch andere Drogen konsumierte, aber vor allem das angstlösende Medikament Xanax ein Problem darstellen würde.

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Er beschrieb weiterhin, dass ihm nur durch diese Droge eine zumindest kurzzeitige Flucht aus der Realität genehmigt sei.

Als Fan und Hörer steht man vor der schwierigen Frage, ob man etwas hätte ändern können. Lil Peeps Musik behandelt sehr deutlich Themen wie Selbstzweifel und bietet Einblicke in die Gedankenwelt des Rappers. Gerade diese authentische Darstellung ermöglicht es, dass Fans sich in einer so tiefen Weise mit einer Person identifizieren können, von der sie kaum mehr kennen, als die vertonten Zeilen, die der Künstler zu Papier gebracht hatte.

Im Falle Lil Peeps handelten sie von Depressionen und dem alltäglichen Kampf gegen das Gefühl, von der Welt erdrückt zu werden. Vor seinem Tod twitterte der Rapper in einem längeren Beitrag unter anderem, dass er Hilfe bräuchte, obwohl er sie nicht will und ihm alles zu viel werde. Wenig später schrieb er "Ihr werdet mich lieben, wenn ich tot bin".

Was den Hinterlassenen bleibt ist die Musik, die möglicherweise vielen Fans durch diese schwere Zeit hilft.

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Hunderttausende Menschen können in den Texten den Trost finden, den sie jetzt benötigen.

Das auch berühmte Personen Todesgedanken hegen ist schon lange bekannt und seit dem Tod von Chester Bennington wieder mehr in die Wahrnehmung der Öffentlichkeit geraten. Viele prominente Persönlichkeiten haben auf den sozialen Medien ihre #Trauer verkündet und gemeinsame Momente mit dem Verstorbenen geteilt.

Er wird der Welt als herrausragender Künstler und Identifikationsfigur für Millionen Menschen fehlen. Es bleibt zu hoffen, dass seine Musik die Zeit überdauert und noch vielen Menschen mit ähnlichen Problemen eine Artikulationsmöglichkeit ihrer Gefühle bietet.

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