Schaut man sich die gesteckten Ziele an und was dabei bis heute wirklich umgesetzt wurde, lässt das andere Schlüsse zu. Auch dieses Jahr machte Merkel deutlich, dass Wirtschaftsinteressen noch vor Umweltzielen stehen, oh Pardon, ich meinte natürlich Klimaziele. Ihre vagen Ausflüchte, warum gerade jetzt kein Ausstieg aus der Braunkohle möglich ist, straft alle Umw..., äh, Klimaziele Lügen. Frankreichs Präsident Macron hat es da schon einfacher den Ausstieg aus der Kohleverstromung zu propagieren, bei all den Atomkraftwerken in seinem Land. Der Ausbau erneuerbarer Energien wäre ja auch dort angebracht, aber da wird wohl die Atomlobby ein Wörtchen mitzureden haben.

Werbung
Werbung

Und wenn doch alles so klar und offensichtlich ist, warum müssen dann jedes Jahr ganze Menschenmassen um den Globus jetten, dadurch die Umwelt weiter verpesten, um anschließend mit einer Handvoll von leeren Versprechungen wieder ihren umweltbelastenden Rückweg anzutreten? Warum werden dann jedes Jahr hunderttausende Tonnen an Papier verschwendet, um die (nicht vorhandenen) Ergebnisse dieser Konferenzen global zu kommunizieren?

Auch dieses Jahr nahmen über 27.000 Menschen an der Klimakonferenz in Bonn teil. Für die Region um Bonn zwar ein nettes Zubrot, doch wäre es auch mal interessant zu erfahren, wie groß der Energieverbrauch ist, den solch eine Klimakonferenz produziert. Zwar wurde in Deutschland schon viel für den Umweltschutz getan, besonders an den mittlerweile guten Zuständen der Binnengewässer lässt sich das gut ablesen, aber leider nicht so wirklich am Zustand der Atemluft und das hat nichts mit dem Klimaschutz zu tun, denn CO2 ist für den Menschen und die Natur im Grunde nicht schädlich, es ist ein nicht giftiges Gas.

Werbung

Hier spielen die Industrie und der Pkw-Verkehr mit ihrem Ausstoß an Stickstoffoxiden (Nox), die zu Stickstoffdioxid (NO2) oxidieren, eine zentrale, gesundheitsschädigende Rolle.

Alle diese Fragen lassen daran zweifeln, ob die Erhöhung der mittleren Erdtemperatur wirklich menschengemacht ist, oder ob sich in ihrem Schatten ein globaler Klimazirkus aufgebaut hat, der eventuell sogar für unsere Umwelt, die Gesellschaft und unsere #Gesundheit schädlich sein kann, eben weil das Pferd vom falschen Ende her aufgezäumt wird? Denn wenn andere Fragen der Klimaerwärmung, außer der einer anthropogen verursachten, gestellt werden, wird die Keule „Klimaleugner“ aufs Heftigste geschwungen und so der oder die Fragesteller in die Schmuddelecke der Verschwörungstheoretiker und wirklichen Klimaleugnern gesteckt. Man hat das einfach zu schlucken und wer hinterfragt, egal ob als Journalist, Bürgerreporter oder Blogger, ist, entweder zu dumm, zu ignorant oder wird von der Großindustrie gesponsert. Dabei ist es genau deren vordringlichste Aufgabe dies zu tun, Fragen zu stellen und bestenfalls, Antworten zu liefern.

Werbung

Zweifel angebracht?

Es ist nur zu offensichtlich, was die Menschheit der Erde antut, wie sie die natürlichen Ressourcen verschwendet, die Luft verpestet, die Meere verschmutzt und letztendlich den nachfolgenden Generationen eine vergiftete und verpestete Umwelt hinterlässt. Es geht hier in diesem Artikel um den Ansatz, wie das Thema Umweltschutz angegangen wird, denn echter Umweltschutz ist auch Klimaschutz und wer die Umwelt schützt, braucht sich um den Schutz des Klimas keine Gedanken machen. Erinnern Sie sich noch daran, wie schnell sich die Staaten einig waren, als es um den Schutz Ozonschicht ging oder wie schnell man sich einig war Entschwefelungsanlagen zu installieren, um die Luftreinheit zu garantieren? Das war echter Umweltschutz, das war nicht nur zum Schutz der Umwelt, sondern auch zum Schutz der Gesundheit. Wäre schön, wenn es denn auch beim Klimaschutz so wäre, doch so einfach ist das leider nicht.

Gesundheit: Umwelt oder Klima lautet die Frage - “Was können wir tun?“

Fangen wir mit der Nachhaltigkeit an. Bei der Lebensdauer vieler Elektrogeräte sind zwei Faktoren ausschlaggebend, zum einen der Verschleiß, sprich die Abhängigkeit von Beanspruchung und Nutzungsdauer, also die Zeit, die ein Gerät bis zur Verschrottung gebraucht werden kann und zum anderen, die tatsächlich Nutzungszeit, also die Zeit, die ein Gerät in einem Durchschnittshaushalt verbleibt, bevor es ausgetauscht wird. Am 15.02.2016 stellte das UBA (Umwelt Bundesamt) in einer Pressemitteilung fest, das die Nutzungsdauer elektronisch genutzter Geräte immer weiter sinke. Dies liege aber nicht nur an einer technisch verkürzten Haltbarkeit der Geräte, sondern auch am Konsumverhalten vieler Bürger, da noch funktionstüchtige Geräte immer häufiger gegen neuere ausgetauscht werden. Zudem forderte das UBA eine Mindesthaltbarkeit für Elektrogeräte. Die immer kürzere Nutzungsdauer vieler Geräte belaste die Umwelt und das Klima unverhältnismäßig stark. Die von der UBA durchgeführte Studie stellte fest, das im Jahr 2003, 3,5% aller Elektrogeräte innerhalb von fünf Jahren, durch neuere Geräte ersetzt wurden und es im Jahr 2013, schon 8,3% waren.

Quelle: Umwelt Bundesamt Presseinformation Nr. 05/2016

Es sollte klar sein, dass die Bürger hier einen nicht unerheblichen Anteil am Ressourcenverbrauch haben. Seltene Metalle wie Tantal, das sich z. B. in Kondensatoren in Handys und allerlei kleinen Elektronikgeräten befindet oder das Neodym, das sich z.B. in Lautsprechern, Mikrofonen moderner Smartphones und auch in Elektromotoren befindet, wird durch die verkürzte Nutzungsdauer überbeansprucht.

Eines noch zu Tantal. Tantal ist das Produkt aus der Gewinnung von Coltan, eine Mischung aus Columbium und Tantalit, das wiederum zu den seltenen Erzen gehört.

Über die Abbaubedingungen und den zum Teil unwürdigen Arbeitsbedingungen in den Minen im Kongo, wo sich weltweit die größten Reserven befinden, wurde seitens der kritischen Presse, schon ausführlich berichtet.

Emissionen

Befuhren 1980 laut Kraftfahrt Bundesamt, gerade mal 23.191.616 Pkw unsere Straßen, so hat sich deren Zahl bis 2017 auf rund 45.803.560 Fahrzeuge fast verdoppelt. Während also die Pkw Branche enorme Zuwachsraten zu verzeichnen hatte, stagnierte nahezu im gleichen Zeitraum der Bestand an Omnibussen. Die Zuwachsrate beläuft sich hier von 70.458 in 1980 auf gerade mal 78.949 Fahrzeuge in 2017. Bei Motorrädern hat sich die Zahl sogar mehr als verfünffacht, von 738.180 Krafträdern in 1980 auf 4.314.493 Stück in 2017! Diese Zahlen möchte ich hier nicht weiter diskutieren, nur so viel sei gesagt, daran lässt sich gut ablesen, wo hier die Prioritäten von Gesellschaft und #Politik gesetzt werden.

Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt

Der Dieselskandal

Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass dieser Skandal für die Verbraucher kein so richtiger war oder ist. Mehr noch, es scheint den Menschen einfach egal zu sein, was ihre Fahrzeuge in die Umwelt entlassen, hauptsache die Maschine läuft schnell und rund. Auch werden weiterhin schwere SUVs gekauft. Obwohl im Laufe der Jahre die Motoren immer “sauberer“ und die Verbräuche gedrosselt wurden, gleicht sich das fast wieder aus, indem die Fahrzeuge immer größer und schwerer und vor allen Dingen immer mehr wurden.

Zwar konnte die Feinstaubbelastung in den Innenstädten im Laufe der Jahre etwas reduziert werden, doch stieg die Belastung durch Stickstoffdioxide deutlich an.

Was haben die Menschen also davon, wenn zwar der Ausstoß von Russpartikeln und CO2 rückläufig ist, aber der vom gesundheitsschädlichen Stickstoffdioxid kaum, oder im Gegenteil, die Belastung durch das atemwegschädige Gas in den Innenstädten weiter ansteigt? Die Folgen für die Gesundheit sind fatal, besonders Asthmatiker leiden extrem unter dieser Belastung. Extreme Stickstoffdioxidwerte, wie beim Smog, können zu Schwindel, Übelkeit und Erbrechen führen und im schlimmsten Fall sogar Lungenödeme auslösen. Lungenkrankheiten wie COPD (chronic obstructive pulmonary disease), die Bezeichnung für eine chronische obstruktive Bronchitis mit oder ohne Lungenemphysem, nahmen in den letzten jahren deutlich zu. Verschiedenen Quellen zufolge wird die durch COPD bedingte Mortalität weltweit den dritten Platz unter allen Todesarten einnehmen, auch in Deutschland. Obwohl man bei COPD von einer Raucherkrankheit spricht, finden sich immer mehr Nicht- oder Nieraucher unter den betroffenen Patienten. Auch Asthma ist auf dem Vormarsch, auch wenn diese Krankheit zum Teil andere Ursachen hat. Dennoch ist die Belastung aus Industrie und vor allen Dingen dem Fahrzeugverkehr nicht unerheblich.

Kein Kavaliersdelikt

Unter diesen Gesichtspunkten wird hoffentlich klar, dass die Manipulation an den Abgaswerten kein Kavaliersdelikt der Autobranche ist, sondern kriminell und ein handfester Skandal. Auch ist es ein Skandal, dass hier die Politik vor der Automobilindustrie einknickt und nur ein lächerliches Update der Software einfordert, anstatt zu verlangen, dass bei den Dieselmotoren der Privatfahrzeuge, entsprechend wie beim Schwerlastverkehr, der Einbau entsprechender Technologie erfolgt. Fahren Sie hinter einem modernen Lkw hinterher, riechen Sie nichts mehr, so aber nicht bei vielen Pkws, die mit Dieselkraftstoff angetrieben werden.

Auf Zigarettenpackungen müssen mittlerweile bunte Bilder aufgedruckt werden, die verschiedene Krankheiten abbilden, die durch das Rauchen verursacht werden können. Sprüche wie Rauchen gefährdet Ihre Gesundheit sind schon seit einigen Jahren verpflichtend auf den Zigarettenpackungen sichtbar aufgedruckt. Wie wäre es denn, wenn auf Dieselfahrzeugen ohne entsprechende Technologie die gleichen Schriftzüge auf Kofferraum oder Motorhaube, groß und für jedermann sichtbar, angebracht werden müssten? Da würde sich jeder den Kauf solch eines Dieselfahrzeugs zweimal überlegen.

Resümee

Man muss nicht gleich auf alles verzichten, ein wenig mehr Bescheidenheit würde schon ausreichen. Man muss nicht immer das allerneuste Smartphone oder Tablet besitzen oder sich alle fünf Jahre einen neuen Fernseher oder Kühlschrank anschaffen. Prüfen Sie, ob es auch mit den „alten“ Geräten noch geht. Und wenn Sie das nächste Mal in Ihren schönen schweren SUV einsteigen, um mal eben zwei Straßen weiter Ihren Einkauf zu tätigen, denken Sie bitte nicht an Klimaerwärmung oder an Knut den Eisbären, der einsam auf einer Eisscholle durch die Arktis treibt. Denken Sie zur Abwechslung mal an ihre Mitmenschen, die unter der Belastung der Dieselfahrzeuge leiden und halten Sie sich die Bilder, die auch auf den Zigarettenpackungen aufgebracht sind, vor Augen. Wenn Sie das alles beherzigen und sich ein wenig bescheidener geben, den Wagen öfter mal Zuhause stehen lassen und zu Fuß gehen oder sich gleich ein etwas bescheideneres Fahrzeug zulegen, das entsprechend optimal ausgestattet ist, so haben Sie schon viel für Ihre und unsere Gesundheit und gleich auch etwas für den Klimaschutz getan, wenn denn das CO2 der ausschlaggebende Faktor sein sollte. #Klimawandel