Doch zuerst zu den Anfängen der jetzt nicht mehr so neuen Form der Nikotinaufnahme.

Im Jahr 1963 entwickelte der US Amerikaner Herbert A. Gilbert den ersten funktionstüchtigen Verdampfer, der vom Prinzip her befeuchtete und mit Nikotin angereicherte Luft verdampfte und die traditionelle Zigarette ersetzen sollte. Dieses Produkt wurde dann auch patentiert, ging aber nie in Produktion.

2003 wurde von dem Chinesen Han Li die erste voll funktionsfähige #E-Zigarette entwickelt, nach deren Prinzip die bis heute gebräuchlichen Verdampfer funktionieren.

Es dauerte dann aber immer noch 2-3 Jahre, bis dann endlich der Export der noch sehr jungen E-Zigarette erfolgte.

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In 2007, tauchten dann die ersten E-Zigaretten auf dem deutschen Markt auf. In Art und Form waren sie zuerst an die klassische Tabakzigarette angelehnt. Das änderte sich aber rasch, als die ersten dampfenden Techniknerds auf der Bildfläche erschienen und dabei mithalfen, dass die E-Zigarette (wie sie damals noch genannt wurde), sich von ihrer Tabak verbrennenden “Vorbild“ emanzipieren konnte.

Anfangs kaum von der Öffentlichkeit wahrgenommen, entwickelte sich die Dampfe (wie sie heute genannt wird), ab Mitte 2011 dann rasant. Dies bekamen dann auch die Tabakkonzerne und die Gesundheitsindustrie mit und Ende 2011 wurde dann von allen Seiten zum Rundumschlag gegen die Dampfe ausgeholt. Dies kann man bei den Zwischenergebnissen einer Umfrage von der IG-ED, wenn man daran teilgenommen hat, dann auch sehr schön herauslesen.

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So kristallisiert sich heraus, dass in 2012 der Anteil der Neudampfer, nach dem ersten großen Schub in 2011, rückläufig war.

Wenn Sie Interesse an der Umfrage haben und sich daran beteiligen möchten, dann besuchen Sie die Internetseite der IG-ED unter ig-ed.org

Anfang bis Mitte 2012 also, drohte das Aus der doch noch sehr jungen Dampferkultur. Mit allerlei Behauptungen und Schwarzmalerei, so wie offensichtlichen Lügen, unrechtmäßigen Verkaufsverboten, insbesondere von der damaligen Gesundheitsministerin in NRW Frau Barbara Steffens von den Grünen, wurde schweres Geschütz aufgefahren und zerstörte ganze Existenzen.

Behauptungen wie die, Nikotin sei ein Arzneiprodukt und daher der Verkauf von nikotinhaltigen Liquiden verboten, wurden aber rasch durch einstweilige Verfügungen von den Gerichten wieder gekippt. Dennoch zeigten die Warnungen der Ministerin Wirkung, und die Verkaufszahlen gingen merklich zurück. Viele widerliche und unwahre Behauptungen, die damals in die Welt gesetzt wurden, halten sich noch bis heute sehr hartnäckig, nicht zuletzt, weil sie bis dato immer wieder gebetsmühlenartig heruntergebetet werden und ein Teil der Presse, diese medienwirksam verbreitet.

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Unterstützt von höchster Stelle der WHO-Tabakkontrolle im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg unter der Leitung von Frau Dr. Martina Pötschke-Langer, nahm dann die Debatte um Nutzen oder Schaden der E-Zigarette dann erst so richtig Fahrt auf und es wurde sehr hässlich.

Doch genau so schnell wie der Kampf gegen das Dampfen an Fahrt gewonnen hatte, haben sich die ersten Dampfer zusammengeschlossen und heftigsten Widerstand in Form von Aufklärungsarbeit geleistet. Die ersten Demonstrationen wurden in NRW geplant und auch durchgeführt. Dampfende You Tuber wie Phil Scheck, besser bekannt als Philgood mit seinem Infokanal Dampferhimmel, die vielen Dampferforen wie der „Dampfertreff“ oder das “E-Rauchen Forum“, kämpften verbissen um die Wahrheit.

Aber auch Blogs wie das leider nicht mehr wirklich existente „Die Libelle Infoblog“, oder das noch sehr präsente Rursus, gaben den Kampf um den Dampf nie auf und schrieben, was das Zeugs hielt. Besonders Jens Mellin mit dem Rursus-Blog, entlarvte die Lügenmärchenmaschinerie der so genannten Gesundheitsschützer und machte ihre Scheinargumente letztendlich lächerlich. Rursus wurde von Mellin stringent wissenschaftlich aufgearbeitet und geführt, das es sogar vor Gericht als Quellenangabe standhalten konnte und als objektive Information für Juristen galt und wohl noch gilt.

Leider haben nicht alle Aktivisten durchgehalten und nicht wenige die sich stark für die Dampfe einsetzten, haben entmutigt und auch erschöpft im „Kampf um den Dampf“ das Handtuch geworfen, aber nicht die Dampfe. Letztendlich aber haben eine ganze Reihe von Dampfern durchgehalten und aktiv durch stetige Aufklärungsarbeit daran mitgewirkt, dass die Dampfe so wie wir sie kennen, weitestgehend weiterbestehen konnte und das die Dampfer-Community langsam aber stetig immer größer wurde und nun kaum ein Nutzer mehr versteckt in der hohlen Hand seine Dampfe klemmt und verstohlen daran zieht. Leider sind und waren Mediziner an der Aufklärungsarbeit nicht oder kaum beteiligt. Ein aus dem Jahr 2012 geführtes Interview mit dem Bonner Nuklearmediziner Prof. Dr. Dr. med. Jürgen Ruhlmann mit der „Libelle Infoblog“, bildete hier eine seltene rühmliche Ausnahme.

Erst als dann der österreichische Pharma- und Toxikologe, Prof. Dr. Bernd Mayer von der Uni Graz sich in die laufenden Auseinandersetzungen nicht „nur“ beratend als Gutachter einmischte, sondern aktiv für die Dampfer tätig wurde, änderte sich das Bild schlagartig. Fein säuberlich zerlegte er alle Scheinargumente der Gegner, insbesondere die von Frau Dr. Pötschke-Langer vom DKFZ. Zusammen mit ihm gelang es den Dampfern, die Pläne der EU-Kommission, E-Zigaretten als Medizinprodukt einzustufen, mit einer beispiellosen Aufklärungsaktion zu kippen. Wären die Pläne der EU-Kommission erfolgreich durchgewunken worden, wäre es binnen kürzester Zeit das Aus für die Dampferei gewesen. Den Dampfern gelang es mit ihm in letzter Minute, die EU Parlamentarier dazu zu bewegen, nicht für diese Einordnung der Dampfe als Medizinprodukt zu stimmen. Ein bis dahin einmaliger Vorgang in der EU, denn bis dahin wurde alles, was von der Kommission vorgelegt wurde auch abgesegnet und auch diesmal rechnete nicht wirklich jemand mit einem Erfolg der Dampfer.

Was hatte es gebracht und wie geht es weiter?

Auch wenn vielen die Einstufung der Dampfe in die TPD II nicht gefällt und es mit Sicherheit bessere Lösungen für die Dampfe und die Dampfer gegeben hätte, wurde das Dampfen dadurch sozusagen gerettet und die Zuwachsrate an neuen Dampfern erfuhr ihren bislang stärksten Anstieg, der bis heute ungebrochen anhält. Für die Zukunft mit Sicherheit kein düsteres Szenario was sich dem geneigtem Betrachter hier offenbart und so unterschiedlich die Dampfer auch sein mögen, eint doch die meisten von ihnen, dass sie weg von der normalen Zigarette kommen wollen. Sie möchten nicht mehr für das bisschen Nikotin ihr Leben aufs Spiel setzen, indem sie sich zig Tausende von Schadstoffen aus der Verbrennung von Tabak aussetzen. Sie wollen eines, sie möchten auch in Zukunft noch, mit oder auch ohne Nikotin ihren Dampf genießen.

Es wird noch mal etwas hart werden in der Zukunft, denn die Steuer auf das Dampfen wird kommen und wie hoch die ausfallen wird, kann noch niemand so richtig einschätzen. Eines dürfte aber gewiss sein, sie wird in den nächsten zwei Jahren kommen und je höher sie ausfällt, um so mehr Menschenleben wird sie kosten.

Zum Schluss möchte ich allen Aktivisten, im Namen aller Dampfer, meinen persönlichen Dank aussprechen, denn ohne eure Hilfe, stünden wir alle nicht da, wo wir jetzt sind. Wir konnten zusammen leider nicht alles erreichen, was wir gerne erreicht hätten, aber ohne den Kampf, den wir geführt haben, hätten wir selbst die Minimalziele niemals erreicht. Bleibt dran, denn die Gegner der Dampfe schlafen nicht!

Das letzte Kapitel ist noch nicht aufgeschlagen und für Gesprächsstoff wird weiterhin gesorgt sein, doch kann man nun zuversichtlicher in die Zukunft schauen, als noch vor drei Jahren.

In diesem Sinne

Glückauf und Vape on #E-Dampfe #Gesundheit