Heute morgen, wie an jedem Wochentag, klingelt der Wecker um 6.30 Uhr. Dann das ganze Programm, wie jeden Tag, die ganze Woche, einen Monat, ein Jahr, vielleicht ein Leben lang. Das ist der offensichtlichste Eindruck, den wir Menschen fühlen, wenn wir #Zeit zu definieren versuchen. Die Zeit als etwas Technisches; gemessen mit den Regeln unseres technokratischen Weltbildes. Zeit ist aber trotzdem nicht immer knapp, es soll auch Menschen geben, die Langeweile haben. Das sind dann vielleicht die Glücklichen unter uns. Denn Langeweile zu haben, heißt gleichzeitig, dass Zeit zur Verfügung steht.

Zeit als Tauschgut

Es gibt heute schon Modelle, wo Menschen in einer Gemeinschaft Zeit austauschen.

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Statt mit Geld bezahlt zu werden, stellt man seine Zeit zur Verfügung, um anderen Menschen eine Arbeit abzunehmen. Als Gegenleistung erhält man diese geleistete Zeit auf das eigene Konto gutgeschrieben und kann dann selbst Dienstleistungen beziehen. So könnte es also durchaus sein, dass wir in Zukunft im Internet Unternehmen finden, welche mit Zeit handeln. Zeit ist heute schon ein teures Wirtschaftsgut. Die Zeit ist im Grunde genommen der wichtigste Rohstoff aller entwickelten Volkswirtschaften.

Wer hat die Zeit erfunden?

Die Zeitrechnung basiert auf Planeten- und Sternbewegungen. Als es noch keine Uhren gab, waren die Himmelsgestirne die Richtschnur für die Zeiteinteilung. Von Menschenhand gemacht, wurde sie im Laufe der Zeitgeschichte immer genauer. Stunden, Minuten, Sekunden, Zehntelsekunden - Millisekunden, immer präziser wurde unsere Zeitrechnung.

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Basiert nicht unser ganzes Weltmodell irgendwie auf der Zeitrechnung? Aus der Physik haben wir gelernt, dass Zeit relativ ist. Sie ist abhängig von unserem Empfinden und von unseren Erwartungen an jeden Tag den wir leben. Manchmal etwas ruhiger, meistens aber hektisch. Denn sonst fühlen wir uns nicht ausgefüllt und haben vielleicht unsere Zeit schlecht genutzt.

Wenn die Zeit still steht

Dringt man tiefer in unsere Materie ein, in die kleinsten Teilchen der Subatome, haben Physiker herausgefunden, dass dort Raum und Zeit nicht existieren soll. Wäre das nicht ein erstrebenswerter Zustand für uns Menschen? Augenblicke ohne Raum und Zeit zu erleben? Es ist tatsächlich so, dass die Zeit fühlbar stehen bleibt, wenn wir Stille spüren. Dann, wenn wir in uns hinein hören und scheinbar in unserer Mitte sind. Dann staunen wir darüber, wie lange uns eine Minute vorkommen kann. #Stille #Relativitätstheorie